Mittwoch, 11. April 2018

Dark Angels Summer - Das Versprechen

Steckbrief 

Name: Dark Angels Summer - Das Versprechen (auch als Buch erhältlich)
Autor: Kristie Spencer und Tabita Lee Spencer
Verlag: Arena audio
Geeignet für: 11-14 jährige, oder Menschen, die gerne Jugendbuch Dystopien lesen
Gelesen oder gehört: gehört in gekürzter Fassung
Sprecher: Fabiana Frank und Viktoria Frenz
Bewertung: 2 von 5 Punkten


Klappentext 

(von Arena Verlag)

"Es ist der Sommer, in dem Dawna und Indie beide 17 Jahre alt sind – vertraute, verrückte, beunruhigende 33 Tage lang. Gemeinsam mit ihrer Mutter kehren sie zur Oase ihrer Kindheit zurück: Whistling Wing, voll mit Erinnerungen an die geliebte Granny. Aber diese ist seit einem Jahr tot und Whistling Wing hat sich verändert. Nicht jeder hier spielt mit offenen Karten, Freund und Feind lassen sich immer schwerer voneinander unterscheiden und ein Schwarm unheimlicher Vögel sorgt für Unruhe und Angst unter den Einwohnern. Fast ist es zu spät, als Indie und Dawna beginnen, zu verstehen, was geschieht. Und erkennen, welches unglaubliche Opfer sie bringen müssen, um das aufzuhalten, was sich über ihnen zusammenbraut."


Meine Meinung 

Dieses Hörbuch ist im Rahmen eines Überraschungspakets bei mir eingezogen. Nun habe ich es endlich geschafft, die Geschichte zu hören und bin etwas zwiegespalten. Warum? Das werde ich euch jetzt erzählen. 

Gestaltung 
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt: Und dafür gibt es auch zwei Rollen: Nämlich Viktoria Frenz und Fabiana Frank. Leider wurde zu Beginn des Hörbuches nicht erwähnt, wer in welcher Rolle zu finden ist. Allerdings ist diese Information auf der Hörbuch Verpackung enthalten. 
Beide Frauen unterscheiden sich in ihrer Art der Interpretation. Während Fabiana Frank deutlich älter klingt und auch eine etwas tiefere Stimme hat, hört man Viktoria Frenz an, wie jung sie ist. Ich kam mit ihrer Stimmfarbe und ihrer Art, die Geschichte zu interpretieren auch etwas besser zurecht. Ich finde es schön, dass man zwei Sprecherinnen für die unterschiedlichen Perspektiven engagiert hat. Ich hätte mir aber gewünscht, dass beide ungefähr gleich alt klingen, weil die beiden Geschwister in der Geschichte fast gleich alt sind. 
Außerdem kam ich inhaltlich nicht ganz zurecht. Warum erfahrt ihr in dem dazugehörigen Abschnitt. Ich vermute, dass es an eventuellen Kürzungen liegen könnte. Zumindest glaubte ich, dass mir große Teile der Geschichte fehlten. Allerdings kann es auch gut sein, dass ich mich hier täusche. 

Inhalt 
Dawna und Indie haben es nicht leicht: Sie müssen nicht nur mit einer Mutter zurechtkommen, die mehr in ihren eigenen Problemen gefangen ist, sondern sind auch gezwungen den Verlust ihrer Granny zu verarbeiten. Die einzige Frau, die immer für die Mädchen da war und sie so gut es ging unterstützte. Dawna und Indie verbrachten ihre Sommerferien regelmäßig auf der Farm ihrer Granny. Nun da ihre Großmutter verstorben ist, fällt die Farm in den Besitz der Mutter von den beiden Schwestern. Und diese beschließt kurzerhand mit ihren Töchtern, einem neuen Partner und dessen Hund dort einzuziehen. Konflikte sind hier vorprogrammiert. 

Schnell wird die Welt um die Engel eingeführt: Shantany, der Partner der Mutter der Mädchen (was für ein schräger Satzbau, ich weiß) kann nämlich Kontakt zu Engeln aufnehmen und möchte sein Wissen an Seminarteilnehmer weitergeben, die sich ebenfalls auf der Farm einfinden werden. Indie findet das Ganze ziemlich lächerlich und glaubt kein bisschen an Magie. Dawna hingegen möchte nur, dass ihre Mutter nicht schon wieder verletzt wird und die 33 Tage, in denen sie und Indie gleich alt sind möglichst unbeschadet vergehen. In diesen 33 Tagen kann alles passieren. Und das haben die beiden schon ziemlich oft zu spüren bekommen. 

Ich weiß nicht so recht, was ich von dem Inhalt halten soll. Wäre ich jünger, hätte mir die Geschichte wahrscheinlich um einiges besser gefallen. Mich hätte die Magie rund um das Dorf in dem die Schwestern nun leben, gepackt und ich hätte mit ihnen mitgefiebert. Allerdings ertappte ich mich beim Hören zum einen dabei, dass mir viele Elemente bereits bekannt vorkamen und ich nicht wirklich in die Geschichte hineingefunden habe. Warum? Mir fehlten Informationen. 

Ich war mir nicht sicher, ob es einen vorangegangen Band gab, in dem wir Indie und Dawnas Granny kennenlernten und wesentliche Informationen bekamen. In Dark Angels Summer wurde nämlich immer angedeutet, dass sich die beiden Schwestern an wesentliche Dinge erinnern mussten, diese aber nicht mehr wirklich parat hatten. Und das konnte ich nur bedingt nachvollziehen. Schließlich haben sie einige Sommer bei ihrer Großmutter verbracht. Dann gab es auch den Moment in dem beide die Magie entdecken: Zum einen wurde diese Magie als die Beziehung der beiden Schwestern beschrieben. Sie wissen, was die andere denkt, ohne, dass sie groß darüber reden müssen. Ein Blick genügt. Ich war mir nicht sicher, ob es wirklich um die Beziehung der beiden ging, oder ob sie einfach die Gedanken der jeweils anderen lesen konnten. Dann gab es diesen Moment in dem ein anderes Element hinzukam, dass die Schwestern irritierte. Später wurde es dem Leser aber so verkauft, dass beide sich über das andere Element sehr wohl bewusst waren. Und das verwirrte mich: Wenn ich Magie neu entdecke, muss ich diese doch erst einmal ausprobieren, frage mich woher diese kommt und warum ich etwas kann, was sonst niemand kann. Dawna und Indie schienen sich aber recht schnell an ihre neuen Fähigkeiten gewöhnt zu haben.
Zudem verwirrte es mich, wie schnell sie das wichtige Rätsel der Geschichte entschlüsseln konnten. Mir waren diese Entwicklungen teilweise etwas zu weit hergeholt und ich hätte mir gewünscht, dass uns die beiden Schwestern den Inhalt nicht vorkauen, sondern wir Teil des Prozesses sind. 

Spannung
Dadurch, dass mir die Handlung sehr wirr vorkam, konnte ich auch dem Spannungsbogen nur bedingt folgen. Gerade der Höhepunkt war mir etwas zu dramatisch und das Ende ist relativ abrupt, was auch einfach daran liegt, dass es sich hier um den Auftakt einer Reihe handelt, nehme ich zumindest an. 

Schreibstil 
Was mich motivierte das Hörbuch weiterzuhören, war nicht nur die Tatsache, dass es sich um ein Geschenk handelte, sondern auch der Schreibstil des Romanes. Beide Perspektiven waren in der Ich-Form geschrieben und ich stellte überrascht fest, dass der Schreibstil trotzdem flüssig war. Hier stellte sich das Hörbuch als Vorteil heraus: Dadurch, dass die Handlungsstränge von unterschiedlichen Sprecherinnen gelesen wurden, war klar, wann welcher Strang an der Reihe war. Ich befürchte, dass sich dieses Stilmittel bei der Printausgabe als etwas schwieriger gestaltete. 
Besonders der Handlungsstrang von Indie lag mir sehr am Herzen, weil sie eine Rebellin ist und kein Blatt vor den Mund nimmt. So erwarteten uns hier die ein oder anderen unterhaltsamen Dialoge. 

Gesamteindruck 
Die Grundidee von Dark Angels Summer gefiel mir an sich ganz gut. Allerdings haperte es ziemlich bei der Umsetzung. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es einfach daran lag, dass ich zu alt für die Geschichte war, oder ob sie wirklich so chaotisch aufgebaut ist. Mir tat es etwas leid, dass ich nicht ganz in das Abenteuer eintauchen konnte, gerade, weil es sich bei dem Hörbuch um ein Geschenk gehandelt hat. 

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