Dienstag, 24. April 2018

Mein Sommer auf dem Mond

Bild von cbj
Steckbrief 

Autor: Adriana Popescu 
Verlag: cbj Verlag 
Geeignet für: Jugendliche und Fans der Autorin 
Gelesen oder gehört: gelesen, als Paperback 
Bewertung: 4,5 von 5 Punkten 



Klappentext 

(von cbj Verlag

"Manchmal muss man einmal zum Mond reisen und wieder zurück, um zu erfahren, wohin man wirklich gehört

Cooler Sportler, niedliche Träumerin, lässiger Underdog und freche Sprücheklopferin – alles nur Fassade ...

und die müssen Fritzi, Bastian, Tim und Sarah aufgeben, als sie mit ihren tiefsten Geheimnissen im Therapiezentrum auf Rügen landen. Einen lebensverändernden Sommer lang werden die vier vom Schicksal zusammengewürfelt und ordentlich durchgeschüttelt. Dabei wachsen sie über sich hinaus, finden ihr wahres Selbst, großen Mut und entdecken die erste wahre Liebe ..."


Meine Meinung 

Gestaltung
Das Cover zu Mein Sommer auf dem Mond ist schlicht gestaltet. Wir sehen vier Charaktere, die in verschiedenen Posen auf einer mondähnlichen Landschaft stehen. Die Personen stehen einander zugewandt, was ebenfalls ein schönes Element ist, weil es zeigt, dass Interaktion und Gemeinschaft hier eine große Rolle spielen könnten.
Über ihnen steht in orangefarbener Schrift der Titel des Romans.

Auch in dem Buch werden verschiedene Stilmittel eingebaut: Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt: Nämlich aus Fritzis und Bastis Sicht. Beide machen sich viele Gedanken über ihr Leben, die momentane Situation und ihre Mitmenschen. Und hier sind sie innerlich oft hin- und hergerissen. Und diese inneren Dialoge werden in verschiedenen Schriftarten dargestellt. So wurde der Unterschied zwischen den dunklen und die guten Gedanken optisch gut hervorgehoben. Was mich besonders gefreut hat: Ich konnte alle Schriftarten ohne Probleme lesen.

Inhalt / Spannung
In Mein Sommer auf dem Mond lernen wir vier Jugendliche mit psychischen Problemen kennen. Sie besuchen in den Sommerferien mehr oder weniger freiwillig ein Therapiezentrum auf Rügen und werden hier in die Gruppe der Astronauten gesteckt. Dabei könnten sie nicht unterschiedlicher sein: Fritzi, die eigentlich Franziska heißt, zwar immer einen schlagfertigen Spruch auf Lager hat, aber bei genauerem Hinschauen gar nicht so selbstsicher wirkt. Tim, der Fußballer, der beteuert, seine Eltern würden ihn hier schon bald wieder raus holen, Sarah, die am liebsten im Erdboden versinken möchte und Basti, den keiner von den anderen so richtig einordnen kann.
Als sie dann auch noch alle vier in der Segelgruppe landen, wird ihnen klar, dass sie wohl oder übel miteinander auskommen müssen. Doch das ist gar nicht so leicht, wie gedacht.

Am Anfang hatte ich Mühe, in die Geschichte reinzukommen. Zum einen lag das daran, dass mich Fritzi etwas in die Irre geführt hat. Ich durfte sie schon in der Kurzgeschichte Schöne Grüße vom Mond kennenlernen und hatte hier den Eindruck, ein recht introvertiertes Mädchen vor mir zu haben. Und dann war ich überrascht, wie offen sie mir auf Rügen begegnete. Und das obwohl nicht einmal ihre beste Freundin wusste, wo sie die Sommerferien verbrachte.
Zum anderen dauerte es etwas, bis wir alle vier Charaktere kennenlernen oder beobachten konnten, wie sie aufeinander reagieren.

Doch als die Fronten geklärt waren und wir unsere vier Astronauten kannten, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Mich interessierte, was die vier Jugendlichen nach Rügen verschlagen hatte. Natürlich hatten sie hier und da ihre Eigenarten, kamen mir aber andererseits auch nicht so vor, als kämen se im Alltag nicht zurecht. Und gerade das ist eines der wesentlichen Aspekte von psychischen Erkrankungen: Nicht immer sieht man sie den Leuten an. Und das sorgt häufig für Irritationen beim Gegenüber.

Wir erleben in Mein Sommer auf dem Mond nicht nur, wie sich die Astronauten mit sich selbst auseinandersetzen müssen, sondern auch, wie sie auf die Gruppe reagieren. Wie gehen sie mit Konflikten um? Was denken sie über ihr Gegenüber?
Toll fand ich hier, dass die wesentlichen Gespräche unter den Jugendlichen selbst stattfanden und das nicht in einem therapeutischen Setting geschah. Nur durch die Gespräche miteinander hatten die Astronauten die Möglichkeit, über ihr Verhalten nachzudenken. Und dieses Element zeigt wunderbar, was passieren kann, wenn man sich traut, über seine Probleme zu sprechen.

Kürzlich teilte Adriana Popescu auf ihrem Twitter Account, die Worte einer Leserin. Diese sagte sinnbildlich, dass sie es schön fand, dass die Jugendlichen in Mein Sommer auf dem Mond nicht auf ihre Erkrankung reduziert werden, sondern auch Jugendliche mit ganz normalen Problemen sein dürfen. Die erste Liebe, die Frage nach der eigenen Identität wie z.B. Wer bin ich und wer will ich sein? gingen hier fließend in die krankheitsspezifischen Themen über. Ohne, dass eines von beiden zu sehr überwog.

Die Handlungsstränge sind gut miteinander verwoben. Ich war mir erst unsicher, ob vier Protagonisten für die Geschichte nicht zu viel sein könnten. Obwohl wir Mein Sommer auf dem Mond aus der Sicht zweier Charaktere erzählt bekommen, ist es dennoch so, dass alle Charaktere genügend Raum kriegen. Zudem waren die Probleme, wegen denen sie im Therapiezentrum sind, sehr realistisch gewählt. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich hier viele Leserinnen und Leser wiederfinden werden.

Schreibstil
Bisher kannte ich Adriana Popescu als eine Autorin mit einem lockeren, lebendigen und vor allem lustigen Schreibstil. Daher war ich wirklich gespannt, wie sie sich dieser Geschichte nähert. Und was soll ich sagen? Der Spagat zwischen Tiefe und Leichtigkeit ist der Autorin hier wirklich gut gelungen. Sie erzählt die Geschichte der Astronauten mit einer Ernsthaftigkeit an der richtigen Stelle, aber auch mit einer Leichtigkeit, ohne die Geschichte dadurch herunterzuspielen.

Gesamteindruck
Ich war unglaublich gespannt auf Mein Sommer auf dem Mond, da die Autorin auf ihren Social Media Kanälen vorab schon ein paar Infos herausgab, wie beispielsweise, dass es sich bei der Geschichte um ein sehr persönliches Buch handelt. Außerdem ist Mein Sommer auf dem Mond im Vergleich zu ihren anderen Jugendbüchern, eine Geschichte, die sich einem Thema widmet, über das in unserer Gesellschaft leider noch viel zu wenig gesprochen wird. Nämlich psychische Probleme oder Langzeiterkrankungen.

Wer also ein Buch sucht, das sich mit psychischen Erkrankungen beschäftigt, aber auch eine kleine Leichtigkeit mitbringt, der sollte einen Blick auf Mein Sommer auf dem Mond werfen.


Sonntag, 22. April 2018

Ge(h)brechen - Wie lese ich eigentlich?

Hallo Buchlinge,

heute wage ich mich mal vor die Kamera um euch zu zeigen, wie das bei mir mit dem Lesen funktioniert. Ich wünsche gute Unterhaltung!

HIER geht's direkt zur YouTube Seite.




Noch ein paar kleine Infos am Rande:

Die Funfacts wurden gestrichen, weil sie an späterer Stelle völlig aus dem Zusammenhang gerissen worden wären. Wenn es hierzu Interesse gibt, erzähle ich sie aber nachträglich gern in den Kommentaren oder in einem Beitrag.

Die Funktion, die ich nicht kannte: Hier handelte es sich um Kameraeinstellungen. Man kann an das BLG nämlich auch eine Tafelkamera anschließen und sich somit Inhalte vergrößern lassen. (Ich hab mir aber sagen lassen, dass die Qualität nicht sonderlich gut ist).

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Inhaltsverzeichnis: 

00:00 Min: Begrüßung, Kurzinfo zu den Büchern
01:28 Min: Tutorial 1: Kontrast, Zoom, Helligkeit
08:18 Min: Das Schriftgrößen / Schriftarten Problem
09:43 Min: Die elektronische Lupe
12:38 Min: Abschluss

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Zufallswiedergabe? 
Beitrag 1: https://bit.ly/2Hsmg0R
Beitrag 2: https://bit.ly/2HsX22m
Beitrag 3: https://bit.ly/2qoWIdD

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Zu meiner Person und der Sache mit der Sehbehinderung: Ich bin von Geburt an auf dem linken Auge blind und auf dem rechten Auge hochgradig sehbehindert. Seit 2017 beträgt mein Sehrest 2%, was bedeutet, dass ich nach dem Gesetz als blind gelte. In der Praxis heißt dass: Ich...

  • Habe Mühe mich in unbekannten oder schlecht beleuchteten Räumen zu orientieren
  • Erkenne mir bekannte Personen nicht im Vorbeigehen 
  • Laufe mit einem Blindenlangstock (von mir als Elderstab betitelt) pendelnd durch die Weltgeschichte 
  • Kann keinen Blickkontakt aufnehmen und mit der Mimik meines Gegenübers nichts anfangen 
  • Kann Personen, die in unmittelbarer Nähe (linker, rechter Sitznachbar je nach Entfernung auch mein Gegenüber) erkennen, alle was darüber hinaus geht aber nicht 

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Und Du? 

Du hast das Video gesehen und noch Fragen? 
Her damit und ab in die Kommentare! 

Ich freu mich auf Dich! 

Freitag, 20. April 2018

Camp 21

Bild von rubikon
Steckbrief

Name: Camp 21 (auch als Buch erhältlich)
Autor: Rainer Wekwerth
Verlag: Rubikon Audioverlag
Geeignet für: Fans von spannenden Jugendbüchern
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürztes Hörbuch
Sprecher: Mark Bremer
Bewertung: 3,5 von 5 Punkten


Klappentext

(von Rubikon Audioverlag)

"Mike und Kayla sind in Camp 21 gelandet. Sie kennen sich kaum und mögen sich noch weniger. Durch elektronische Armbänder aneinander gefesselt, ist es ihnen jedoch unmöglich, sich aus dem Weg zu gehen. Entfernen sie sich zu weit voneinander, empfangen sie über die Fessel quälende Schmerzimpulse. Während Kayla noch versucht mit der Situation zurechtzukommen, ahnt Mike bereits, dass im Camp etwas nicht stimmt. Nach einem tödlichen Vorfall im Lager gelingt den beiden die Flucht. Doch dies ist erst der Anfang einer atemberaubenden Jagd, denn die Fesseln, die geheimen Experimente und die Liebe zueinander bilden für Mike und Kayla ein gefährliches Netz, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint."


Meine Meinung 

Gestaltung
Die Geschichte wird von Mark Bremer, einem der Gründer des Rubikon Verlages gelesen. Mark Bremer hat bereits zahlreiche Hörbücher eingelesen unter anderem für den Hörverlag. Bei Camp 21 handelt es sich um das erste Hörbuch, das ich mit ihm als Sprecher gehört habe. Er hat eine tiefe Stimmfarbe, die unglaublich gut zu der Geschichte und deren Stimmung passt. So bin ich sehr schnell in den Roman rein gekommen. Allerdings muss ich gestehen, dass mir bei Mark Bremer noch das gewisse Etwas gefehlt hat. Ich hatte hier und da Mühe, die Charaktere auseinanderzuhalten. Auch die Stimmung der Charaktere kam nicht immer bei mir an, gerade, wenn es um Feinheiten geht. Allerdings kann es auch gut sein, dass ihr das ganz anders hört.

Mir gefielen ein paar Elemente der Hörbuchgestaltung ganz gut: Zum einen wurde das Hörbuch in ungekürzter Fassung gelesen. Das freute mich besonders. Bei Rubikon handelt es sich um einen recht jungen Hörbuchverlag und da fand ich es echt cool, dass sie sich trotzdem die Zeit nahmen, ungekürzte Lesungen zu produzieren und nicht auf gekürzte Fassungen ausweichen mussten.
Zum anderen enthielt das Hörbuch auch Elemente wie Musik zu Beginn und am Ende sowie das ein oder andere stilistische Mittel, das ich hier aber nicht vorwegnehmen möchte. Was mir ebenfalls gut gefiel war, dass die Kapitel mit aufgesprochen wurden. Bei vielen Hörbüchern wird nicht genannt, wenn ein neues Kapitel beginnt. Das macht es beispielsweise schwierig, mit einem Hörbuch an einer Leserunde teilzunehmen. Hier hingegen hatte ich einen guten Überblick wo ich mich befand.

Inhalt
Inhaltlich hat es mich etwas gewundert, dass es doch etwas gebraucht hat, bis Kayla und Mike im Camp 21 landen. Wir bekommen mit, was die beiden in das Camp führte. Diese Vorgeschichte ist besonders wichtig, um die Charaktere besser verstehen zu können. Mich überraschte nur, dass der Klappentext der Geschichte schon recht viel vorwegnahm.

Man könnte meinen, dass Kayla und Mike einfach zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Sie haben wunderbare Eigenschaften: Nämlich einen Blick für die Menschen in ihrer Umgebung. Doch der Drang anderen zu helfen, sorgt dafür, dass sie sich mehr oder weniger freiwillig in Camp 21 wiederfinden. Einem Camp, von dem man nicht so recht weiß, ob es wirklich gut ist oder ob die eigentliche Gefahr noch irgendwo hinter verborgenen Türen lauert. Mike und Kayla sind durch Armreife verbunden, die sich aktivieren, wenn sich die beiden zu weit voneinander entfernen. Zu Beginn ist der Abstand auf 200 Meter eingestellt, kann aber ausgeweitet werden, sofern die beiden sich benehmen. Die Fesseln erfüllen einen einfachen Zweck: Sie sollen die Campbewohner an einer Flucht hindern. Bisher war das Prozedere auch sehr erfolgreich.

Mir gingen die Handlungsstränge hier und da nicht ganz fließend ineinander über. So durchlaufen Kayla und Mike ein paar Stationen, bis sie sich in Camp 21 wiederfinden. Als sie das Camp dann schließlich erreichten, war mir nicht ganz klar, wie sich die Geschichte weiterentwickelte. Einerseits ist das natürlich toll, weil ich den Verlauf so nicht erraten konnte. Andererseits fühlte ich mich auch etwas orientierungslos. Rainer Wekwerth beschrieb zwar ein paar Dinge, die Fragen aufwarfen, dennoch wurden hier zwar Dinge angedeutet, ich hatte aber keine Ahnung welche Handlungsstränge weiter vertieft werden würden. Allerdings waren die Handlungsstränge in sich logisch.

Wie man schon anhand des Titels erraten kann, behandelt Rainer Wekwerth hier das Thema Bootcamps. Und das hat er wirklich gut umgesetzt. Bootcamps sind Erziehungseinrichtungen, in die Jugendliche geschickt werden, wenn sie wieder lernen sollen, sich in die Gesellschaft einzuordnen. In der Realität heißt es aber oft, dass Eltern mit ihren Kindern nicht zurechtkommen, diese in ein Bootcamp abschieben, in dem es nicht darum geht, eine Beziehung zu den Jugendlichen aufzubauen, sondern sie nur so weit zu konditionieren, damit sie sich an Regeln halten und nicht mehr rebellieren. Dass die Rebellion aber nicht immer ein Zeichen von Trotz sein muss, sondern oft eine Reaktion auf das Nicht-verstanden-werden ist, wird dabei völlig außer Acht gelassen. Rainer Wekwerth hat die Wut und Hilflosigkeit unserer Charaktere sehr gut herausgearbeitet und die Stimmung, die im Camp herrscht, glaubhaft transportiert.

Spannung
Wie bereits berichtet, hatte ich hier und da Mühe, die Struktur in der Geschichte zu erkennen. Dennoch konnte Rainer Wekwerth gerade gegen Schluss den Spannungsbogen wirklich gut vorantreiben. Ich fragte mich, wie die Geschichte wohl ausgehen würde und ob es für Kayla und Mike ein Entkommen aus Camp 21 gibt.

Schreibstil
Rainer Wekwerths Schreibstil sorgte dafür, dass ich sehr schnell in die Geschichte eintauchen konnte. Hier und da kamen mir die Dialoge zwischen den Charakteren etwas künstlich vor. Dennoch waren Mikes und Kaylas Gedanken sehr gut und glaubhaft herausgearbeitet. Rainer Wekwerth erzählt die Geschichte aus der dritten Person, schlüpft hier aber in die Rollen von Kayla und Mike. Ich hatte nicht den Eindruck, dass einer der beiden Charaktere hier zu kurz kommt. Die Kapitel gingen gut ineinander über.

Spannend fand ich hier, dass mir vor allem die Nebensätze in Dialogen auffielen, wie beispielsweise wenn Bewegungen von Charakteren genannt werden oder erwähnt wird, mit welchen Emotionen der eine Charakter gerade etwas zum anderen sagt. Dieses Element ist mir bei anderen Hörbüchern bisher noch nicht so aufgefallen.

Gesamteindruck
Von Camp 21 hatte ich bereits einiges gehört. Ich habe das Buch vor einer Weile auf ein paar Buchblogs entdeckt und habe mich umso mehr gefreut, dass es auch ein Hörbuch gibt. Hier und da fehlte mir etwas die Tiefe. Allerdings muss man auch dazu sagen, dass es sich hier um ein Jugendbuch handelt und der Autor eine breite Altersspanne erreichen muss. Es braucht also eine gute Mischung zwischen ernster, spannender Geschichte, aber auch einem Ausgleich auf der andere Seite, damit niemand das Buch verschreckt zuschlägt.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass wir hier eine spannende Geschichte vor uns haben, die mir unterhaltsame Hörstunden beschert hat. 

Mittwoch, 18. April 2018

Die Sache mit den Handlungsorten und Helden aus der zweiten Reihe - Bücherstammtisch im April

Foto: A. Mack

Hallo Buchlinge,

aufmerksamen Lesern unter euch wird sicher nicht entgangen sein, dass es im März keinen Lagebericht von unserem Bücherstammtisch Treffen gab. Zum einen lag es daran, dass ich krank und somit nicht vollkommen aufnahmefähig war. Zum anderen waren wir auch eine kleine Runde und haben uns zu 90% über unseren Stapel ungelesener Bücher unterhalten, was für euch wahrscheinlich nur minimal spannend sein wird. 

Deswegen dachte ich mir, ich steige zum April Treffen wieder ein. Unsere Themen waren diesmal... 


Schönste und schrecklichste Handlungsorte 

Hier stellte ich mir erst einmal die Frage, wo Handlungsort anfängt und wo er aufhört. Beschränkt sich der Handlungsort einer Geschichte auf einen räumlichen Ort also z.B. ein Gebäude oder ein Zimmer? Zählen Länder auch zu den Handlungsorten eines Romans?
Ich ging also auf Nummer sicher und brachte sowohl ein Land als auch einen räumlichen Ort mit. 
Schnell stellte sich heraus, dass die Bücherstammtisch Mitglieder sowohl Land als auch Raum als Handlungsort definierten. 

Bild von A. Mack
Der schönste Handlungsort für viele Stammtisch Mitglieder war ganz klar: Hogwarts, das Internat für Hexen und Zauberer aus den Harry Potter Bänden. Hogwarts ist einfach ein wunderbarer magischer Ort über den ich wahrscheinlich nicht mehr viel erzählen muss. Für diejenigen unter euch, die die Schule noch nicht kennen: Es ist ein Schloss, mit einem schönen (und teils gefährlichen) Außengelände.
Im Schloss gibt es, wie es sich für eine Schule gehört, Klassenräume, die unter anderem auch in Türmen oder Kerkern angesiedelt sind. Nun ein paar Highlights: die Gemeinschaftsräume der Schulhäuser, in die man zu Beginn der Schulzeit eingeteilt wird und die Große Halle, in der die Mahlzeiten gemeinsam eingenommen werden. Wie es sich für einen magischen Ort gehört, gibt es auch in Hogwarts jede Menge unbenutzte Geheimgänge, unsichtbare Räume oder Treppen, die schon mal ins Nichts führen können. 

Mein schönster Handlungsort ist Italien. Stellvertretend für dieses Land brachte ich Ein Sommer und vier Tage mit. Eigentlich hatte ich überlegt, wieder einmal zur neapolitanischen Saga zu greifen, aber ich dachte, es wurde mal Zeit den Bücherstammtisch Mitgliedern ein anderes Buch, das in Italien spielt, vorzustellen. 

Bild von A. Mack
Zu den schrecklichsten Handlungsorten gehörten für mich ganz klar die Bootcamps aus Camp 21 bzw. das besagte Camp.
Einige Bücherstammtisch Mitglieder nominierten ohne zu zögern, Forks, den Ort an dem Bella in der Bis(s)-Reihe ein neues Zuhause findet. Hier ist es nicht nur langweilig, sondern auch ziemlich regnerisch.
Ein Merkmal für einen schrecklichen Handlungsort war für viele Stammtischmitglieder daher die fehlende Anbindung an die Zivilisation. Musste unser Protagonist in einer Einöde leben? Oder gab es die Möglichkeit der Langeweile zu entkommen? 

Queens der schlechten Handlungsorte
Es wurde herausgearbeitet, dass sich J.K. Rowling und Agatha Christie nicht unbedingt darauf verstehen, spannende Handlungsorte zu kreieren. Beide Autorinnen schmücken ihre Beschreibungen oft mit Wiederholungen aus, die wenig aussagekräftig sind. Ich fand diesen Aspekt spannend, weil er mir bei J.K. Rowling noch nie aufgefallen war. Wiederholungen rund um den Ligusterweg Nr. 4 entgingen auch mir nicht. Bisher war ich aber davon abgelenkt gewesen, wie J.K. Rowling ihre Charaktere darstellt. Deswegen hat es mich schon fast etwas geärgert, dass mir hier das Fachwissen fehlte um in eine Diskussion mit einsteigen zu können. 

Und was denke ich über die Handlungsorte? 
Tatsächlich hängt es viel mit der bildhaften Sprache eines Autors zusammen, ob ich mich an einem Handlungsort wohlfühle oder nicht. Außerdem spielt es natürlich eine wesentliche Rolle, wie sich unser Protagonist an dem Handlungsort fühlt. So habe ich euch noch in meinem Monatsrückblick von einer Villa vorgeschwärmt. Bei genauerem Überlegen wurde mir aber bewusst, dass es dem Charakter in seinem Zuhause nicht wirklich gut geht und ihm der schöne Handlungsort daher auch nicht hilft. 

Schreckliche Handlungsorte sind für mich mehr mit Assoziationen verknüpft. So erahne ich, dass ein Krankenhaus oder ein Bootcamp keine schönen Orte sein können. Da braucht es dann nicht immer viele sprachliche Bilder. Wie ist es bei euch? 


Helden aus der zweiten Reihe 

Auch hier tat ich mich wirklich schwer, das passende Buch auszuwählen. Denn die Helden aus der zweiten Reihe sind nicht klar definiert. So fragte ich in der offiziellen Stammtisch Einladung zwar, nach den Charakteren, ohne die unser Protagonist aufgeschmissen wäre. Diese Helden sind aber meist auch Protagonisten. So gehören Hermine und Ron für mich nicht zu den Nebencharakteren in Harry Potter
Und als ich mein Bücherregal auf der Suche nach einem passenden Buch abgelaufen bin, stellte sich auch heraus, dass alle Charaktere, die ich eigentlich hätte mitnehmen können, wie bereits erwähnt, auch Protagonisten sind. 

Bild von A. Mack
Ich nominierte also Janusz Korczak einen realen Helden. Er war ein Nebencharakter in David Safiers Roman 28 Tage lang, der von dem Widerstand im Warschauer Ghetto erzählt. Hier vermischt David Safier fiktive Charaktere mit realen Personen. Korczak war Pädagoge und leitete ein Waisenhaus in dem Ghetto. Er hatte viele Freunde außerhalb des Ghettos, die ihn zur Flucht überreden wollten. Dennoch konnte Korzcak weder die Kinder noch die Mitarbeiter des Waisenhauses im Ghetto zurücklassen. Und so kam es, dass er mit ihnen in ein Konzentrationslager ging. Ich fand es wirklich beeindruckend, wie er den Drang selbst zu überleben zum Wohle der anderen hinten anstellen konnte, ohne etwas dafür zu verlangen. 

Drei Stammtisch Mitglieder brachten Die Tribute von Panem mit. Hier nominierten sie ein paar Nebencharaktere, die gemeinsam mit der Protagonistin um das Überleben kämpfen. (Da ich die Reihe immer noch nicht gelesen habe und nicht weiß, ob konkretere Infos gespoilert werden, lasse ich sie lieber weg). 


Die wunderbare Reise des Bücherstammtisches 

Im März hatten wir in kleiner Runde eine spontane Zukunftswerkstatt betrieben. Wieder einmal tauchte die Frage auf, was Interessierte davon abhalten könnte, unserer Gruppe beizutreten. 
Da wir mittlerweile auch einen festen Raum haben, gibt es nun die Möglichkeit wieder gezielter für die Stammtisch Treffen zu werben. 
Also nutzten wir im April die Gelegenheit zwei neue Mitglieder zu befragen, was sie dazu bewogen hatte, bei uns vorbeizuschauen. Eine der beiden Neuen verkündete, dass es schon mal nicht der Name gewesen sei, der sie bisher abgeschreckt habe. Das beruhigte mich ungemein. Natürlich hat man bei dem Wort Stammtisch auch immer das Bild einer grölenden Gruppe vor Augen. Dennoch fasst der Name Bücherstammtisch für mich das zusammen, was es ist: Eine Gruppe, die über Bücher spricht.
Buchlinge, was denkt ihr darüber? Würdet ihr einen Bücherstammtisch in eurer Nähe besuchen? Welche Werbung bräuchte es, damit ihr euch angesprochen fühlt? 

Ich verließ die Runde also mit neuen Inspirationen und würde am liebsten jetzt und sofort alle Ideen umsetzen. Aber manche Dinge brauchen Zeit. 


Besuch von einer Schwester des Nornennetzwerks 

Bei Twitter habe ich vor ein paar Monaten am Rande von dem Nornennetzwerk erfahren. Hierbei handelt es sich um ein Netzwerk für deutschsprachige Phantastik Autorinnen. Im Rahmen ihres Studiums lernte Isona eine Schwester des Nornennetzes kennen und brachte sie zum Bücherstammtisch mit.

Als sie uns dann von dem Netzwerk erzählte, schlug mein Herz höher. In dem Netzwerk geht es vor allem um regelmäßigen Austausch und Kommunikation. Wer sich nicht in das Geschehen einbringt, wird auch wieder hinaus gebeten. Das Netzwerk dient vor allem dazu, sich gegenseitig zu unterstützen. Sei es bei der Recherche für verschiedene Schauplätze oder bei der Suche nach Lektorinnen oder Testleserinnen.
Außerdem hat das Nornennetz einen Stand auf der Frankfurter Buchmesse. (In Leipzig waren sie bereits vertreten und der Stand war sehr gut besucht).

Die Freiburger Nornen suchen noch ganz dringend Interessentinnen. Und ich wäre am liebsten sofort beigetreten. Mein einziges Problem besteht nur darin, dass ich nicht im Genre Phantastik schreibe. An dieser Stelle möchte ich aber unbedingt erwähnen, dass Phantastik nicht ausschließlich mit Fantasy gleichzusetzen ist. Hierunter fällt beispielsweise auch Sciene-Fiction.

Die Nornen
... im Web
... bei Twitter
... bei Facebook


Bücherstammtisch in Freiburg? Ich will mitmachen! 

Du kommst aus Freiburg oder der näheren Umgebung und möchtest Dich mit anderen Bücherwürmern einmal im Monat über Bücher austauschen? 

Dann bist Du hier genau richtig: Wir treffen uns einmal im Monat an einem Montag ab 17:30 Uhr. Zehn Minuten früher treffen wir uns vor dem Haupteingang der Buchhandlung Rombach in der Bertoldstraße und gehen von dort aus gemeinsam zu unserem Raum. Monatlich legen wir bestimmte Themen fest, über die wir uns im besten Falle im Voraus Gedanken machen. 

Momentan besteht unsere Gruppe hauptsächlich aus Studierenden, ist aber für alle Altersgruppen offen. Wir reden hauptsächlich über Bücher aus der Belletristik (Unterhaltungsliteratur wie beispielsweise Fantasy, Jugendbuch, Thriller) sind aber auch offen für andere Bücher. (Nur zum Thema sollte es passen :-) ). 

Um auf dem Laufenden zu bleiben, hast Du zwei Optionen: 

Mailverteiler
Du lässt Dich in den Mailverteiler eintragen. Hier lade ich regelmäßig zu den Stammtisch Treffen ein oder verschicke Umfragen, damit wir die Themen unserer Treffen festlegen können. 

Wir sind auch bei Facebook vertreten. Auch hier werden Einladungen und Umfragen geteilt. Ab und an bricht hier auch eine spannende Diskussion aus. Momentan sucht Isona Interessierte, die gemeinsam mit ihr Herr der Ringe lesen möchten.

Wir hoffen, wir konnten Dein Interesse wecken! 

Montag, 16. April 2018

Neues aus dem Hörverlag Part 2 - Escape und reisende Männer...

Hallo Buchlinge,

vor ein paar Tagen durftet ihr via Twitter und Facebook darüber abstimmen, welche Podcast Folge ich als nächstes hochladen soll. Und das Blöde an der Geschichte war: Zwei unterschiedliche Netzwerke, zwei verschiedene Meinungen. Da der Hörmonat bzw. Lesemonat vermutlich wieder etwas länger wird, dachte ich mir, ich beginne einfach mal mit der Verlagsvorschau.

Heute spreche ich mit euch über Escape von Nina Marin und Drei Mann auf einem Boot ganz zu schweigen vom Hund von Jerome K. Jerome.

Ich wünsche gute Unterhaltung!




Inhaltsverzeichnis 

00:00 Min: Begrüßung
00:24 Min: "Escape" von Laura Marin
01:37 Min: "Escape" Hörprobe
05:32 Min: Meinung zur Hörprobe
06:48 Min: "Drei Mann auf einem Boot..."
07:21 Min: Hörprobe
12:27 Min: Meinung zur Hörprobe
14:06 Min: Abschluss

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Was haltet ihr von den Hörproben bzw. der Podcast Folge? 

Samstag, 14. April 2018

Heute Abend wird gelesen ... - Lesenacht ab 18:30 Uhr

Foto: A. Mack


Guten Morgen Buchlinge,

es ist noch früh, dennoch wollte ich die Zeit nutzen, den Post vorzubereiten. Habt ihr schon alle Vorbereitungen für heute Abend getroffen? Stehen der Speiseplan und die Lektüre bereits fest? 

Diesmal liest das Ge(h)folge im eigenen Heim, sodass in meinem Camp keine Umbauarbeiten stattfinden. Ein bisschen komisch wird es schon, das Ge(h)folge diesmal nur virtuell am Start zu haben. Wir hatten im Februar nämlich jede Menge Spaß. 

Nun wünsche ich euch einen schönen Tag und hoffe, wir sehen uns ab 18:30 Uhr (oder auch etwas später) wieder! 


Der Startschuss ist gefallen... 

Herzlich willkommen zu einer neuen Runde unserer Lesenacht. Bei mir läuft momentan noch meine Ich-backe-Kuchen-Playlist. Die ersten Takte von MfG - Mit freundlichen Grüßen beginnt gerade, während ich diese Zeilen schreibe.

Isona ist bereits anwesend. Von Skyara und emion fehlt noch jede Spur.

Beginnen wir trotzdem mit der ersten Frage:

Mit welchem Buch oder Hörbuch startet ihr in die Lesenacht? Was steht auf eurem Speiseplan? Schickt uns ein paar nette Bilder! 
(Aber mit Bildbeschreibung, damit ich auch was davon habe ;-) ).


Emma
Ich habe heute einen ungesunden Speiseplan. Auf dem Bild seht ihr ein Glas selbstgemischtes Spezi und eine Schüssel voller Paprika Chips. Kurz nach Beginn der Lesenacht ist auch noch ein Joghurt-Kirsch-Schoko Kuchen aus dem Ofen gekommen. Der wird aber erst einmal abkühlen.
Bei Twitter und Instagram habe ich erwähnt, dass ich mir noch unschlüssig bin, welche Lektüre ich heute Abend lese. Ich denke - um das Ungesunde komplett zu machen - es wird Zartbittertod von Elisabeth Hermann. Und tatsächlich scheint Schokolade in dem Hörbuch eine wichtige Rolle zu spielen. Momentan läuft aber immer noch meine Ich-backe-Kuchen-Playlist. Mittlerweile bin ich musikalisch bei der Spider Murphy Gang angekommen.

Skyara ist nun auch am Start und schickt ein Bild von ihrer Verpflegung und ihrer Lektüre. Sie liest heute Bookless - Wörter durchfluten die Zeit von Marah Wolf. Kurz vor Beginn der Lesenacht bestellte Skyara ein T-Shirt für die Love Letter Convention. Ich bin schon sehr gespannt auf ihr Outfit.





20:00 Uhr 

Das Ge(h)folge ist mittlerweile anwesend. Aber in meinem Zimmer ist es trotz Hörbuch etwas leer. Aber ich stelle zufrieden fest, dass ich noch ohne Licht auskomme.
Gleich werde ich mich wohl mal kurz an den Fernseher verabschieden. Die Castingshow Sucht hat mich wohl doch etwas gepackt.
Aber erst einmal präsentieren wir euch die neue Aufgabe:

Erzähle uns etwas über die Charaktere deiner Geschichte: Wer ist deine Hauptfigur? Was weißt du über sie? Gibt es auch einen unsympathischen Charakter, vor dem du uns gerne warnen möchtest? 

Emma: Meine Protagonistin ist Mia, mit vollem Namen Emilia genannt, die auf den Spuren ihrer Familie ist. Und ihre Recherchen führen sie nach Lüneburg in das Haus einer großen traditionellen Chocolatiersfamilie, die sie aber nicht mit offenen Armen empfängt.
Demnach sind meine unsympathischen Charaktere die Eltern von Will Herder, die ziemlich unterkühlt wirken.

emion: Elinor Dashwood ist die, mit der ich mich seltsamerweise am besten identifizieren kann.
Wen ich unsympathisch finde, kann ich nicht sagen, ohne zu spoilern. Und deshalb würde ich gerne ein bisschen weinen, aber das Buch ist zu spannend dafür. (Lektüre: Verstand und Gefühl von Jane Austen).

Skyara: Meine Hauptfigur in Bookless ist Lucy. Wie eigentlich alle Hauptfiguren ist sie mir sympathisch, aber da ich erst auf Seite 40 bin kann ich noch nicht viel darüber sagen! Eine mir unsympathische Figur gibt es auch schon: Mr. Barnes! Da die Geschehnisse in London in einer Bibliothek abspielen, stell ich mir Ihn nicht nur, dem Buch entsprechend, mürrisch vor, sondern auch schon allein vom Aussehen her als seeehr unfreundlich. Er ist Lucys Chef in der Bibliothek von London.

Und sonst so?
Skyara kann nicht mehr kommentieren. Und dabei wollte ich die Kommentarfunktion eigentlich barrierefrei und nicht unkommentierbar machen... Hac, die Technik... Ich hoffe jetzt einfach mal, dass es vielleicht damit zu tun hat, dass Google für die DSGVO aufrüstet :)

emion ist im Jane Austen Fieber!

Die Sache mit der Zeitumstellung 
Um 20:40 Uhr fragte Skyara: "Wann ist denn eigentlich die nächste Frage dran?"
Ich: "Um 21:30 Uhr."
Sie: "Es ist bereits 21:40 Uhr."
Ich: "Nein?"
Und diesmal war es nicht etwa mein PC, der mir einen Streich spielte...


21:30 Uhr 

So langsam aber sicher kehrt etwas Ruhe ein. Bei meiner Lektüre wird es langsam aber sicher etwas schokoladig. So wird die Geschichte voll und ganz ihrem Titel gerecht.

Die nächsten Fragen kommen von Skyara:

Seid ihr noch am selben Buch? Oder habt ihr inzwischen gewechselt? Hattet ihr eine Stelle die euch besonders gefallen hat? Sitzt ihr noch oder liegt ihr schon? ;-D

Emma: Es gab tatsächlich eine schöne Szene: Mia hat einen Brief von ihrem Urgroßvater geerbt. Allerdings fehlt dort eine wichtige Seite. Und durch Zufall ist diese Seite wieder aufgetaucht. Allerdings kann ich nicht mehr verraten, da es gespoilert wäre. 
Ich denke, ich werde den Abend über bei Zartbittertod von Elisabeth Hermann bleiben. 
Liegen kommt für mich nicht inrage, weil ich am PC sitze, um alle Netzwerke im Blick zu haben. Nebenbei läuft das Hörbuch. Aber tatsächlich habe ich mit dem Gedanken gespielt, später auf das Bett und Twitter umzusteigen. Allerdings befindet sic hdas Hörbuch (noch) nicht auf meinem MP3 Player. 

emion: Ich liege mittlerweile (seit etwa einer Minute), aber muss mich wohl bald ergeben, um mich von den Kontaktlinsen zu trennen. Verstand und Gefühl habe ich noch lange nicht beendet, aber es ist weiterhin interessant und aufwühlend.

Und sonst so?
Isona ist wieder aufgetaucht. Skyara und ich hatten schon wilde Dementoren Spekulationen angestellt.
Isona: "Ich hab Schluckauf, das ist total nervig!"
Ich: "Wir denken auch ziemlich intensiv an dich!"

Langsam aber sicher kehrt bei mir etwas Müdigkeit ein. Obwohl ich heute extra auf den Sport verzichtet habe, um nicht so früh schlapp zu werden. Aber jetzt gab es einen kleinen Höhepunkt im Spannungsbogen von Zartbittertod und ich kratze meine Energiereserven zusammen.


23:00 Uhr 

Meine Energiereserven sind aktiviert. Zwischenzeitlich habe ich sogar Besuch von der Katze bekommen. Aber das Hörbuch ist inhaltlich schon zu weit voran geschritten und so hat sie meine vier Wände wieder verlassen. (Was vielleicht auch damit zusammenhängt, dass ich momentan keine Chips mehr esse und mein Vater unten etwas Richtiges zu essen hat).

Kommen wir also zu unseren nächsten Fragen:

Wer von euch ist noch dabei? Schreibe uns den letzten Satz, den du gerade gelesen oder gehört hast. 

Emma: "Mia konnte die beiden am Kücheneingang stehen und miteinander reden sehen." (Zarbittertod von Elisabeth Hermann).
Nachdem ich mich mit meinem Spezi-Mix und einem Stück Kuchen gedopt habe, bin ich wieder aktiv. Und bei Twitter ist gerade überraschend viel los.

Skyara: 
Kapitel 3, Seite 47: "Es dauerte mehrere Stunden, bis er alle Titel aus den Briefen seines Großvaters übertragen hatte.
Eigentlich auch kein Spoiler.. von daher!" (Bookless von Mara Wolf) 

Wer glaubt, dass sich Isona nicht für die Lesenacht interessiert, täuscht sich gewaltig. In der Facebook Veranstaltung ist sie sehr aktiv und berichtet von lustigen Dialogen mit ihrem Freund (oder dem Kampf gegen das Schnarchen des Partners). Ihr Satz lautet: "Harry ließ sich in einen Sessel am Feuer fallen." Aus Harry Potter und der Gefangene von Askaban von J.K. Rowling


And we say goodbye, bye, bye, bye... 

Buchlinge, vielen Dank für diesen wunderbaren Abend. Skyara verabschiedet sich ins Bett und emion haben wir wahrscheinlich schon an die Traumwelt verloren.
Isona und ich sind noch aktiv, aber ich weiß nicht, wie lange ich noch mit dabei bin.

Zum Schluss möchten wir noch Folgendes von euch wissen:

Wie hat euch die Lesenacht gefallen? Habt ihr Ideen für das nächste Mal?

Gerne könnt ihr weiterhin Updates in der Facebook Veranstaltung oder bei Twitter unter dem Hashtag #Lesenacht posten.
Am besten twittert ihr Isona unter isona212 an, wenn ihr weiterhin plaudern möchtet. Sie wird wahrscheinlich noch eine Weile aktiv sein.

In diesem Sinne lesen wir uns spätestens übermorgen wieder, wenn ein neuer Beitrag online geht. (Neugierige unter euch, könnten auch schon mal einen Blick auf meinen YouTube Kanal werfen...)

Bis bald! 

Mittwoch, 11. April 2018

Dark Angels Summer - Das Versprechen

Steckbrief 

Name: Dark Angels Summer - Das Versprechen (auch als Buch erhältlich)
Autor: Kristie Spencer und Tabita Lee Spencer
Verlag: Arena audio
Geeignet für: 11-14 jährige, oder Menschen, die gerne Jugendbuch Dystopien lesen
Gelesen oder gehört: gehört in gekürzter Fassung
Sprecher: Fabiana Frank und Viktoria Frenz
Bewertung: 2 von 5 Punkten


Klappentext 

(von Arena Verlag)

"Es ist der Sommer, in dem Dawna und Indie beide 17 Jahre alt sind – vertraute, verrückte, beunruhigende 33 Tage lang. Gemeinsam mit ihrer Mutter kehren sie zur Oase ihrer Kindheit zurück: Whistling Wing, voll mit Erinnerungen an die geliebte Granny. Aber diese ist seit einem Jahr tot und Whistling Wing hat sich verändert. Nicht jeder hier spielt mit offenen Karten, Freund und Feind lassen sich immer schwerer voneinander unterscheiden und ein Schwarm unheimlicher Vögel sorgt für Unruhe und Angst unter den Einwohnern. Fast ist es zu spät, als Indie und Dawna beginnen, zu verstehen, was geschieht. Und erkennen, welches unglaubliche Opfer sie bringen müssen, um das aufzuhalten, was sich über ihnen zusammenbraut."


Meine Meinung 

Dieses Hörbuch ist im Rahmen eines Überraschungspakets bei mir eingezogen. Nun habe ich es endlich geschafft, die Geschichte zu hören und bin etwas zwiegespalten. Warum? Das werde ich euch jetzt erzählen. 

Gestaltung 
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt: Und dafür gibt es auch zwei Rollen: Nämlich Viktoria Frenz und Fabiana Frank. Leider wurde zu Beginn des Hörbuches nicht erwähnt, wer in welcher Rolle zu finden ist. Allerdings ist diese Information auf der Hörbuch Verpackung enthalten. 
Beide Frauen unterscheiden sich in ihrer Art der Interpretation. Während Fabiana Frank deutlich älter klingt und auch eine etwas tiefere Stimme hat, hört man Viktoria Frenz an, wie jung sie ist. Ich kam mit ihrer Stimmfarbe und ihrer Art, die Geschichte zu interpretieren auch etwas besser zurecht. Ich finde es schön, dass man zwei Sprecherinnen für die unterschiedlichen Perspektiven engagiert hat. Ich hätte mir aber gewünscht, dass beide ungefähr gleich alt klingen, weil die beiden Geschwister in der Geschichte fast gleich alt sind. 
Außerdem kam ich inhaltlich nicht ganz zurecht. Warum erfahrt ihr in dem dazugehörigen Abschnitt. Ich vermute, dass es an eventuellen Kürzungen liegen könnte. Zumindest glaubte ich, dass mir große Teile der Geschichte fehlten. Allerdings kann es auch gut sein, dass ich mich hier täusche. 

Inhalt 
Dawna und Indie haben es nicht leicht: Sie müssen nicht nur mit einer Mutter zurechtkommen, die mehr in ihren eigenen Problemen gefangen ist, sondern sind auch gezwungen den Verlust ihrer Granny zu verarbeiten. Die einzige Frau, die immer für die Mädchen da war und sie so gut es ging unterstützte. Dawna und Indie verbrachten ihre Sommerferien regelmäßig auf der Farm ihrer Granny. Nun da ihre Großmutter verstorben ist, fällt die Farm in den Besitz der Mutter von den beiden Schwestern. Und diese beschließt kurzerhand mit ihren Töchtern, einem neuen Partner und dessen Hund dort einzuziehen. Konflikte sind hier vorprogrammiert. 

Schnell wird die Welt um die Engel eingeführt: Shantany, der Partner der Mutter der Mädchen (was für ein schräger Satzbau, ich weiß) kann nämlich Kontakt zu Engeln aufnehmen und möchte sein Wissen an Seminarteilnehmer weitergeben, die sich ebenfalls auf der Farm einfinden werden. Indie findet das Ganze ziemlich lächerlich und glaubt kein bisschen an Magie. Dawna hingegen möchte nur, dass ihre Mutter nicht schon wieder verletzt wird und die 33 Tage, in denen sie und Indie gleich alt sind möglichst unbeschadet vergehen. In diesen 33 Tagen kann alles passieren. Und das haben die beiden schon ziemlich oft zu spüren bekommen. 

Ich weiß nicht so recht, was ich von dem Inhalt halten soll. Wäre ich jünger, hätte mir die Geschichte wahrscheinlich um einiges besser gefallen. Mich hätte die Magie rund um das Dorf in dem die Schwestern nun leben, gepackt und ich hätte mit ihnen mitgefiebert. Allerdings ertappte ich mich beim Hören zum einen dabei, dass mir viele Elemente bereits bekannt vorkamen und ich nicht wirklich in die Geschichte hineingefunden habe. Warum? Mir fehlten Informationen. 

Ich war mir nicht sicher, ob es einen vorangegangen Band gab, in dem wir Indie und Dawnas Granny kennenlernten und wesentliche Informationen bekamen. In Dark Angels Summer wurde nämlich immer angedeutet, dass sich die beiden Schwestern an wesentliche Dinge erinnern mussten, diese aber nicht mehr wirklich parat hatten. Und das konnte ich nur bedingt nachvollziehen. Schließlich haben sie einige Sommer bei ihrer Großmutter verbracht. Dann gab es auch den Moment in dem beide die Magie entdecken: Zum einen wurde diese Magie als die Beziehung der beiden Schwestern beschrieben. Sie wissen, was die andere denkt, ohne, dass sie groß darüber reden müssen. Ein Blick genügt. Ich war mir nicht sicher, ob es wirklich um die Beziehung der beiden ging, oder ob sie einfach die Gedanken der jeweils anderen lesen konnten. Dann gab es diesen Moment in dem ein anderes Element hinzukam, dass die Schwestern irritierte. Später wurde es dem Leser aber so verkauft, dass beide sich über das andere Element sehr wohl bewusst waren. Und das verwirrte mich: Wenn ich Magie neu entdecke, muss ich diese doch erst einmal ausprobieren, frage mich woher diese kommt und warum ich etwas kann, was sonst niemand kann. Dawna und Indie schienen sich aber recht schnell an ihre neuen Fähigkeiten gewöhnt zu haben.
Zudem verwirrte es mich, wie schnell sie das wichtige Rätsel der Geschichte entschlüsseln konnten. Mir waren diese Entwicklungen teilweise etwas zu weit hergeholt und ich hätte mir gewünscht, dass uns die beiden Schwestern den Inhalt nicht vorkauen, sondern wir Teil des Prozesses sind. 

Spannung
Dadurch, dass mir die Handlung sehr wirr vorkam, konnte ich auch dem Spannungsbogen nur bedingt folgen. Gerade der Höhepunkt war mir etwas zu dramatisch und das Ende ist relativ abrupt, was auch einfach daran liegt, dass es sich hier um den Auftakt einer Reihe handelt, nehme ich zumindest an. 

Schreibstil 
Was mich motivierte das Hörbuch weiterzuhören, war nicht nur die Tatsache, dass es sich um ein Geschenk handelte, sondern auch der Schreibstil des Romanes. Beide Perspektiven waren in der Ich-Form geschrieben und ich stellte überrascht fest, dass der Schreibstil trotzdem flüssig war. Hier stellte sich das Hörbuch als Vorteil heraus: Dadurch, dass die Handlungsstränge von unterschiedlichen Sprecherinnen gelesen wurden, war klar, wann welcher Strang an der Reihe war. Ich befürchte, dass sich dieses Stilmittel bei der Printausgabe als etwas schwieriger gestaltete. 
Besonders der Handlungsstrang von Indie lag mir sehr am Herzen, weil sie eine Rebellin ist und kein Blatt vor den Mund nimmt. So erwarteten uns hier die ein oder anderen unterhaltsamen Dialoge. 

Gesamteindruck 
Die Grundidee von Dark Angels Summer gefiel mir an sich ganz gut. Allerdings haperte es ziemlich bei der Umsetzung. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es einfach daran lag, dass ich zu alt für die Geschichte war, oder ob sie wirklich so chaotisch aufgebaut ist. Mir tat es etwas leid, dass ich nicht ganz in das Abenteuer eintauchen konnte, gerade, weil es sich bei dem Hörbuch um ein Geschenk gehandelt hat. 

Montag, 9. April 2018

Sofies Welt

Bild von der hörverlag
Steckbrief

Name: Sofies Welt (auch als Buch, Film, Hörbuch erhältlich) 
Autor: Jostein Gaarder 
Verlag: der hörverlag 
Geeignet für: Menschen, die sich für Philosophie interessieren 
Gelesen oder gehört: gehört als Hörspiel 
Sprecher: Christoph Banzer, Gunda Aurich, Peter Fitz, Matthias Habich (u.a.) 
Bewertung: 4 von 5 Punkten 


Klappentext 


"Begleiten Sie die fünfzehnjährige Sofie auf ihrer aufregenden Reise durch die Geschichte der Philosophie. Lauschen Sie voller Spannung, wenn Aristoteles sie in die Geheimnisse und Ursprünge abendländischen Denkens einweiht und folgen Sie ihr auf ihren akustischen Streifzügen durch das mystische Mittelalter über Kants Königsberg, bis auf Freuds berühmte Couch und in unsere Gegenwart.Die stimmungsvolle Musik und so großartige Sprecher wie Matthias Habich oder Gunda Aurich lassen die faszinierenden Gedankenwelten der großen Philosophen immer wieder aufs Neue lebendig werden."


Meine Meinung 

Ich habe vor einer Weile die Verfilmung von Sofies Welt gesehen. Damals fand ich die Geschichte ziemlich faszinierend. Durch Zufall ist mir nun das Hörspiel in die Hände gefallen und ich beschloss nochmal in die Welt von Sofie einzutauchen. 

Die Geschichte beginnt mysteriös. Sofie bekommt Post von einem Major, der eigentlich an seine Tochter Hilde schreibt. Sofie kennt aber weder den Major noch seine Tochter. Als dann auch noch ein Alberto bei ihr auftaucht und sie auf eine Reise durch die Philosophie mitnimmt, bewegen wir uns immer mehr in einem Strudel, der uns zweifeln lässt. In welcher Realität leben wir? Wer ist Hilde? Und was hat sie wirklich mit Sofie zu tun? 

Zu Beginn fand ich die Gestaltung des Hörspiels etwas unstimmig. Die Geräusche waren mir zu laut und verdeckten hier und da die Stimmen. Allerdings hat sich das je weiter ich in der Geschichte voran kam, verbessert. Die Sprecher waren sehr angenehm. Da der Inhalt wirklich komplex ist, war es gut gelöst, dass Gunda Aurich in der Rolle der Sofie den Inhalt immer wieder zusammenfasst oder Rückfragen stellt. Es gab hier keinen Sprecher, der mir überhaupt nicht gefallen hat. Alle haben sehr gut in die Geschichte gepasst. 

Dafür, dass es auf der Verlagswebsite heißt, dass das Hörspiel ab 12 Jahren geeignet ist, finde ich den Inhalt fast etwas zu komplex. Jostein Gaarder nimmt uns mit auf eine Reise durch verschiedene philosophische Ansichten. Ich fand diese zwar spannend, bin aber auch Mitte 20. Da der philosophische Teil am Anfang der Geschichte sehr viel Raum einnimmt, bin ich mir nicht sicher, ob Hörer ab 12 Jahren den Philosophie-Teil durchhalten. 

Inhaltlich baut Jostein Gaarder die Handlungsstränge aber sehr gut auf. Während man am Anfang noch glaubt, eine moderne Lehrstunde zu bekommen, werden die Inhalte sehr schnell auf die Geschichte übertragen. Sofie muss sich fragen, ob sie selbst überhaupt eigene Entscheidungen treffen kann. 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir Sofies Welt sehr gut gefallen hat. Da ich den Roman allerdings nicht gelesen habe und mich kaum noch an den Film erinnere, kann ich die Hörspiel Produktion leider nicht mit den anderen Medien vergleichen. Dennoch bekam ich hier etwas von der Geschichte mit und erlebte diese auch als rund. Ich erlebte es beispielsweise nicht so, dass mir durch das Hörspiel Inhalte verloren gingen. Das Einzige, was ich vielleicht anpassen würde, wäre die Altersempfehlung. 

Samstag, 7. April 2018

Lesenacht am Samstag den 14. April

Foto: A. Mack


Guten Morgen Buchlinge,

es ist wieder soweit. Wir laden euch hiermit herzlich zu unserer Lesenacht ein.


Daten und Fakten 

Wann: Samstag den 14. April ab 18:30 Uhr
Wo: Überall, wo ihr eben lesen möchtet.
Die Aufgaben: Diesmal werden wir alle 1 1/2 Stunden neue Aufgaben oder Fragen veröffentlichen.

Ihr dürft natürlich auch gerne zu einem späteren Zeitpunkt einsteigen. Wir hoffen, durch die Verschiebung der Aufgaben bleibt genug Zeit zum Lesen und Plaudern.

Wie auch beim letzten Mal werden wir uns über Social Media austauschen. HIER geht es zu unserer Facebook Veranstaltung. Bei Twitter sind wir unter dem Hashtag #Lesenacht zu finden.

Bei Bedarf lege ich wieder eine Teilnehmerliste an. Ansonsten starte ich bei Facebook wieder einen kleinen Post unter dem ihr eure Kanäle verlinken könnt.

Seid ihr dabei?


Teilnehmerliste 

Barbara - My Books & Series
Emma und das Ge(h)folge - Ge(h)Schichten

Donnerstag, 5. April 2018

Die Bücherdiebin

Bild von
RandomHouse Audio
Steckbrief

Name: Die Bücherdiebin (auch als Buch und Film erhältlich)
Autor: Markus Zusak
Verlag: RandomHouse Audio
Geeignet für: Fans von Jugendbüchern mit historischen Elementen
Gelesen oder gehört: gehört in gekürzter Fassung
Sprecher: Boris Aljinovic
Bewertung: 4,5 von 5 Punkten


Klappentext 

(von RandomHouse Audio

"Sie hielt immer noch das Buch in der Hand. Verzweifelt klammerte sie sich an die Worte, die ihr das Leben gerettet hatten.
1939, Nazideutschland. Der Tod hat viel zu tun und eine Schwäche für Liesel Meminger.

Am Grab ihres kleinen Bruders stiehlt Liesel ihr erstes Buch. Mit dem „Handbuch für Totengräber“ lernt sie lesen und stiehlt fortan Bücher, überall, wo sie zu finden sind: aus dem Schnee, den Flammen der Nazis und der Bibliothek des Bürgermeisters. Eine tiefe Liebe zu Büchern und Worten ist geweckt, die sie auch nicht verlässt, als die Welt um sie herum in Schutt und Asche versinkt. Liesel sieht die Juden nach Dachau ziehen, sie erlebt die Bombennächte über München – und sie überlebt, weil der Tod sie in sein Herz geschlossen hat."


Meine Meinung zum Hörbuch 

Die Bücherdiebin habe ich das erste Mal vor acht Jahren gelesen. Schon damals hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Allerdings hat mich das Ende wahnsinnig gemacht, weil ich es einfach ziemlich ungerecht fand. Nun wollte ich noch einmal in die Welt von Liesel Memminger eintauchen und habe mir kurzerhand das Hörbuch geschnappt.

Gestaltung
Boris Aljinovic führt uns durch die Geschichte. Zu Beginn hatte ich etwas Mühe mit seiner Stimmfarbe. Nach und nach fielen mir aber die Feinheiten auf, mit denen er Die Bücherdiebin erzählt. Boris Aljinovic hat nämlich eine schwierige Aufgabe: Er muss sich nicht nur mit den Charakteren auseinandersetzen, sondern auch die Rolle des allwissenden Erzählers einnehmen und uns diesen nahebringen. Und das ist gar nicht mal so einfach, denn die Geschichte wird von niemand Geringerem als dem Tod erzählt. Ich mochte die Interpretation von Boris Aljinovic sehr und finde, dass er sowohl die Charaktere als auch den allwissenden Erzähler gekonnt interpretiert hat.

Inhalt
Markus Zusak verbindet in Die Bücherdiebin mehrere Elemente miteinander. Zum einen nimmt er uns mit in die Erlebnisse des dritten Reiches: Liesel Memminger muss ihre Familie verlassen und kommt bei den Hubermanns in der Nähe von München unter. Dort hat sie es nicht leicht: Pflegemutter Rosa Hubermann scheint unterkühlt und bezeichnet alles und jeden nur als Saumenschen. Liesels Pflegevater hingegen - Hans Hubermann - ist wortkarg, schafft es aber eine Beziehung zu dem Mädchen aufzubauen. Dann bricht der zweite Weltkrieg aus und die Familie muss näher zusammenrücken. Eines Tages steht ein Fremder vor der Tür, der die Welt der Hubermanns ziemlich durcheinander bringt.

Und neben diesem historischen Handlungsstrang gibt es natürlich noch Liesels Liebe zu den Büchern: Obwohl Liesel zu Beginn des Buches kaum lesen kann, entwickelt sie eine Liebe zu den Wörtern. Sprache fasziniert sie. Sie nimmt wahr, wie viel man mit Worten anrichten kann, wann es Worte bräuchte, aber doch nicht die passenden über die Lippen kommen und wann Worte nur leer erscheinen.

Interessant fand ich hier, dass der allwissende Erzähler unserer Geschichte der Tod ist. Hier lässt Markus Zusak seine Vorstellung von dem Tod einfließen. Natürlich bekommen wir mit, wie der Tod über die Menschen und Liesels Erlebnisse denkt. Es wird außerdem deutlich, dass ihn das Mädchen fasziniert und er - sofern es ihm möglich ist - gerne bei ihr in der Himmelsstraße vorbeischaut.

Spannung
Der Spannungsbogen von Die Bücherdiebin ist gut aufgebaut. Ich war relativ überrascht, dass die Kapitel des Hörbuches doch recht kurz sind. Dennoch hatte ich nicht den Eindruck, dass es an Informationen fehlte. Ich glaube, ich hätte Liesels Erlebnissen in der Himmelsstraße noch eine Weile zuhören können. Deswegen war ich - zumindest beim ersten Mal lesen - doch etwas überrascht über das abrupte Ende. Als ich nun ein zweites Mal in die Geschichte eintauchte, stellte ich fest, dass die Handlungsstränge hier und da etwas holprig miteinander verwoben waren. Das ist mir beim ersten Mal lesen aber nicht negativ aufgefallen. 

Schreibstil
Wie bereits erwähnt, gibt es hier den allwissenden Erzähler: den Tod. Auch der Schreibstil von Markus Zusak scheint eher erzählend. Es gibt hier und da Dialoge, die sehr von dem Ausdruck Saumensch geprägt sind, was mich etwas schmunzeln ließ. Hier und da musste ich auch erkennen, dass unser allwissender Erzähler minimal spoilert, weil er ja wusste, wann einzelne Charaktere sterben. Dennoch verriet er nichts über die Todesumstände. Und das machte es dann nicht ganz so schlimm.

Beim zweiten Mal hören sind mir einige sprachliche Bilder aufgefallen, über die ich gerne mit jemandem gesprochen hätte, um sie einfach noch besser verstehen zu können. So stiehlt Liesel beispielsweise Bücher, hat aber trotzdem eine Liebe zu diesen. An einem Geburtstag bekommt sie auch eine wunderschöne Geschichte geschenkt, die mit Sicherheit einen tieferen Sinn hat. Auch in Bezug auf den historischen Handlungsstrang gab es einige Elemente, die mich nachdenklich zurückließen.

Gesamteindruck
Am Ende von Die Bücherdiebin stellte ich fest, dass ich mittlerweile etwas anders über das Ende denke. Ich finde es immer noch sehr traurig. Dennoch gehörte es leider zur damaligen Zeit. Inzwischen komme ich etwas besser damit zurecht. Es war wieder toll in Liesels Geschichte eintauchen zu dürfen und mir noch einmal darüber klarzuwerden, wie es mir beim ersten Mal Lesen ergangen ist. Außerdem stellte ich erstaunt fest, dass mir diesmal wieder ein paar Dinge aufgefallen sind, für die ich das erste Mal kein Gespür hatte.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass Die Bücherdiebin ein tolles Jugendbuch mit historischen Elementen ist. Es sorgt für viel Diskussionsstoff aber auch trotz ernsten Inhaltes für ein paar lustige Stellen.


Meine Meinung zum Film 

2013 kam Die Bücherdiebin in die deutschen Kinos. Überraschenderweise fanden sich unter dem Cast deutsche Schauspieler wie beispielsweise Heike Makatsch (Liesels Mutter), Rainer Bock und Barbara Auer (Ehepaar Hermann), Nico Liersch (Rudi Steiner, Liesels bester Freund) und Oliver Stokowski (Rudis Vater).

Im Großen und Ganzen hat mir die Verfilmung sehr gut gefallen. Obwohl die Geschichte in einer dunklen Zeit spielt, waren die Szenen bei weitem nicht so dunkel gehalten, wie beispielsweise in den Harry Potter-Verfilmungen.

Allerdings wurden einige Handlungsstränge verschoben oder weggelassen. So entschied man sich beispielsweise dafür, den Fokus auf die historische Geschichte zu legen und dabei Liesels Liebe zu den Büchern etwas zu vernachlässigen. Das fand ich etwas schade, da der Film so einen minimalen Ein-Kriegsfilm-halt-Touch bekommt. Die Idee, was Worte anrichten können, dass sie Freude und Leid bringen können, bleibt hier unausgesprochen und ist für Leute, die das Buch nicht lesen werden, auch nicht erkennbar.

Dennoch hat mir der Film sehr gut gefallen. Ich mochte die Schauspieler, allen voran Hauptdarstellerin Sophie Nelisse, in der Rolle der Liesel Memminger. Sie hat die Protagonistin gut übersetzt. Die Trauer und Mühe, sich bei den Hubermanns einzuleben wurde durch ein paar Elemente betont, die in dem Buch nicht vorkamen, aber trotzdem in die Geschichte passten.

Ich fühlte mich durch den Film sehr gut unterhalten und war froh, dass die Geschichte, im Großen und Ganzen gelungen umgesetzt worden war. 

Dienstag, 3. April 2018

Wie war's bei der LBM 2018? - Der Messebericht

Bild von Leipziger Buchmesse


Hallo Buchlinge,

heute werde ich euch von meinem diesjährigen Besuch der Leipziger Buchmesse berichten. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mich, was das Messebericht schreiben betrifft, etwas aus der Übung fühle. Ich bin also gespannt, wohin sich dieser Bericht entwickelt.

Wie auch beim Bericht der Frankfurter Buchmesse werde ich euch detailliert in einzelnen Blogartikeln von unseren besuchten Veranstaltungen erzählen.

Lasset die Spiele beginnen...


Die Anreise - Als die Welt noch grün und kalt war 

Am Donnerstag machte ich mich glücklicherweise nicht alleine auf den Weg nach Leipzig. Meine Begleitung kennt sich in der Stadt recht gut aus, sodass ich mir um unsere Orientierung keine Sorgen machte. Kaum saßen wir im Zug, berichtete sie schon von haarsträubenden Erlebnissen mit der Bahn. Mein Highlight: Die Evakuierung eines Zuges mitten in der Nacht, weil man ein Wildschwein überfahren hatte. Dass uns zur Abreise ein ähnliches Chaos, allerdings ohne Tote, bevorstehen sollte, davon ahnten wir zu diesem Zeitpunkt noch nichts.

Die Hinfahrt verlief für uns problemlos. Unsere Züge fuhren pünktlich und auch am Leipziger Hauptbahnhof lief noch alles nach Plan. Kaum waren wir angekommen, machten wir uns auf den Weg zu unserem Hostel, das eine Haltestelle vom Hauptbahnhof entfernt war und somit eine ziemlich gute Lage hatte. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie ich mich freute, als wir auch wirklich eine Unterkunft vorfanden. Aufmerksame Buchlinge unter euch erinnern sich vielleicht noch an unseren Messetrip im letzten Jahr. Skyara und ich hatten den Donnerstag damit verbringen müssen, uns um eine seriöse Unterkunft zu kümmern. Das ganze Theater ist übrigens immer noch nicht ausgestanden. Allerdings hat Skyara glücklicherweise eine Rechtsschutzversicherung.

Unsere Unterkunft
Das Hostel war größenteils barrierefrei. Um das Gebäude zu betreten, musste man keine Stufe überqueren. Im Eingangsbereich gab es eine Rampe sowie einen Fahrstuhl. Wir hatten ein barrierefreies Zimmer gebucht, das nicht nur im Wohnbereich, sondern auch im Bad viel Platz bot.
Allerdings hatte das Hostel einen großen Nachteil: Zum Frühstück gab es ein Buffet. Um dieses erreichen zu können, musste man eine Treppe überwinden. Wir fragten uns, welche Alternativen es gab, konnten aber keine erkennen.
Aber: Die Mitarbeiter waren wirklich freundlich, sodass ich damit rechnete, dass man hierfür sicher auch eine gute Lösung finden würde.

Winter in Leipzig
Nachdem wir uns am Donnerstag Abend noch bei Eiseskälte etwas zum Essen gesucht hatten, staunten wir Freitag Morgen beim Blick aus dem Fenster nicht schlecht, als uns eine weiße Schneelandschaft erwartete. Ich fragte mich kurz, wie ich es wohl ohne Winterschuhe bis zum Messegelände schaffen sollte. Doch bisher hatte alles irgendwie funktioniert. Also blieb ich guter Dinge...


Die Veranstaltungen - meine Highlights 

Während ich mich in den letzten Jahren bei den Buchmessen ziemlich oft im Selfpublishing Bereich aufhalte oder Veranstaltungen zu den Themen Buchhandel und Bloggerdasein besuchte, richtete ich das Programm dieses Jahr etwas anders aus. Das lag größtenteils daran, dass meine Begleitung weder Buchbloggerin ist noch ein Buch veröffentlichen möchte. Außerdem ist die Leipziger Buchmesse für die guten Lesungen bekannt. Und das wollten wir auch gleich ausnutzen.

Lesungen und Termine mit den Lieblingsautoren 
Glücklicherweise durfte ich alle meine momentanen Lieblingsautoren live erleben. So startete der Messefreitag gleich mit der Lesung zu Mein Sommer auf dem Mond von Adriana Popescu, ging im Laufe des Tages mit Anne Freytags Jugendbuch Nicht weg und nicht da weiter. Und Buchlinge, nach den Kostproben begann ich mich tierisch auf die Bücher zu freuen. Mein Sommer auf dem Mond war bereits vor der Buchmesse bei mir eingezogen. Und als ich am Sonntag wieder zu Hause ankam, hielt man mir dort auch Nicht weg und nicht da unter die Nase.

Am Samstag erlebten wir dann Ulla Scheler, die ihren Roman Und wenn die Welt verbrennt präsentierte. Hier war ich wirklich beeindruckt, wie sie es schaffte, alle wichtigen Charaktere vorzustellen, ohne zu viel von der Geschichte zu verraten. Obwohl die Autorin zu Beginn der Veranstaltung verkündete, gesundheitlich etwas angeschlagen zu sein, merkte ich bei ihrer Lesung nicht viel davon.
Und die Buchmesse endete für mich ebenfalls mit einem Highlight: Am Sonntag hatten wir nämlich nur eine Mission: Den MDR Stand in der Glashalle ausfindig zu machen und einem Gespräch mit Sebastian Fitzek über Flugangst 7A zu lauschen. (Und tatsächlich: Sehen war aufgrund des großen Andrangs leider nicht möglich). Das Interview gestaltete sich als etwas schwierig - mehr dazu aber im dazugehörigen Beitrag - dennoch war es schön, den Autor wieder einmal live erleben zu können. Allerdings hatte ich auch das Gefühl, dass die Energiereserven etwas aufgebraucht waren.

Zwei Fantasy Lesenächte 
Im letzten Jahr hatten Skyara und ich vergeblich versucht, einen Platz im Theaterhaus Schille zu bekommen, um an der Piper Fantasy Lesenacht teilzunehmen. Meine Begleitung und ich hätten den Eingang in diesem Jahr fast nicht gefunden, weil das Gelände wie ausgestorben war. Erst innen im Eingangsbereich liefen uns dann ein paar Leute über den Weg. Hinter uns saß auch eine Gruppe, die ebenfalls erstaunt darüber war, wie wenig in diesem Jahr los war. Und ich erzählte meiner Begleitung gefühlt alle fünf Minuten, dass ich es nicht fassen konnte, dass wir in diesem Jahr wirklich rein gekommen waren.
Einen Tag später ging es für uns dann zur Heyne Fantasy Lesenacht der Bahnhofsbuchhandlung Ludwig. Als wir die Buchhandlung betraten, waren wir erst etwas ratlos. Eine Fantasy Lesenacht konnte man doch kaum übersehen bzw. überhören, oder? Wir fanden dann noch einen Infostand mit einer freundlichen Mitarbeiterin, die uns, obwohl wir etwas später eintrafen, den Weg zum Saal wies. Und ich hätte wirklich nicht damit gerechnet, dass sich in einer Bahnhofsbuchhandlung ein so schöner, großer Saal versteckt.


Unsere Begegnungen 

Wiedersehen mit Adriana Popescu 
Ich habe mich unglaublich gefreut, Adriana Popescu wiederzusehen. Das erste Mal durfte ich sie 2016 im Rahmen eines Bloggertreffens auf der Frankfurter Buchmesse kennenlernen.
Sie begann als Selfpublisherin und ist mittlerweile Verlagsautorin. Sie veröffentlicht unter anderem Romane für Erwachsene im Piper Verlag, unter Pseudonym bei Droemer Knaur und Jugendbücher im cbj Verlag. (Mein Lieblingsbuch ist momentan Paris Du und Ich, aber vielleicht wird es bald von Mein Sommer auf dem Mond vom Thron geschubst, wir werden sehen).
Die Autorin ist sehr sympathisch, betreibt einen unterhaltsamen Twitter Account (und weihnachtlichen Adventskalender). 
Jedenfalls wurde ich bei der Signierstunde mit einer Umarmung begrüßt, was mich wirklich überraschte. Nachdem wir uns 2016 zwar im Reallife kennen gelernt haben, kommentiere ich häufiger den ein oder anderen Post oder auch mal ein Video. Dennoch war ich mir nicht sicher, ob mich die Autorin kannte oder Zeit und Lust für einen kurzen Plausch hatte. Schließlich wächst ihre Leserschaft und da kann ich es auch verstehen, wenn keine Zeit bleibt, mit jedem kurz ein Wort zu wechseln. Dennoch, Buchlinge, konnte ich uns EIN INTERVIEW sichern. (Ich kann es vermutlich erst glauben, wenn der Post für euch vorbereitet ist). Durch dieses Erlebnis hatte ich also schon mal einen phänomenalen Start in das Messeleben.

Wiedersehen mit den Verlagskontakten 
Bei mir sind alle guten Dinge zwei: Bei einer Buchmesse dürfen für mich feste Termine bei meinen Kontakten von der hörverlag und RandomHouse Audio nicht fehlen. Leider musste die Kollegin vom Hörverlag die Messe früher verlassen (was im Nachhinein gesehen ihr Glück war, weil sie so noch einigermaßen gut aus Leipzig ausreisen konnte) sodass wir uns diesmal nur mit der Kollegin von RandomHouse Audio trafen. Und auch sie war stolz, es überhaupt bis zur Messe geschafft zu haben, weil die Grippewelle im Verlag im Umlauf war.
Uns wurden wieder einige Neuerscheinungen empfohlen, die ich euch in dazugehörigen Podcast Folgen vorstellen werde.

Außerdem führten wir ein interessantes Gespräch über die Frage, warum Jugendliche eher weniger zum Hörbuch greifen. Die Mitarbeiterin erzählte, dass der Kinderbuch Bereich und der Erwachsenenbereich sehr gut laufe. Allerdings schwächelt es deutlich bei den Jugendbüchern. So gab es beispielsweise für Infernale von Sophie Jordan zwar sehr gute Rezensionen und man sei mit der Produktion auch wirklich zufrieden. Jedoch habe das Hörbuch leider nur wenige Hörer gefunden, weswegen die Reihe nicht weiter produziert werde. Und mich nervt es wirklich, weil mir Infernale sehr gut gefallen hat und es so viele gute Jugendbücher gibt, die ein Hörbuch verdient haben. (Ich arbeite also ab sofort an einer Geheimformel...)

Wiedersehen mit Ever! 
Besonders habe ich mich gefreut, dass ich Ever von Welt in Buchstaben gleich zweimal treffen durfte und diesmal nicht das erste Treffen für das Warmwerden meinerseits drauf ging. Wenn es an die Buchmessen und potentielle Termine für ein Treffen geht, höre ich immer wieder den Satz: Ja, wir sehen uns ja sicher in den Messehallen. Ich nicke dann immer wissend und verbuche das als höfliches Sorry, kein Interesse-Absage. Ich werde nämlich ganz bestimmt niemanden in den Messehallen erkennen.
Bei Ever ist das anders: Sie schafft es, sich Zeit einzuplanen und mir entgegenzukommen. Und das zeigt mir, dass sie wirklich an einem Kontakt interessiert ist und ich mich auf sie verlassen kann.
Außerdem habe ich mich sehr gefreut, dass sich auch meine Begleitung mit ihr verstanden hat. Ich befürchtete, dass wir schnell auf bloggerspezifische Themen kommen würden, die vermutlich langweilig sind, wenn man nicht bloggt. Dennoch fühlte sich meine Begleitung wohl und brachte sich hin und wieder in das Gespräch ein. Mein nächstes Ziel besteht übrigens darin, Ever den restlichen Mitgliedern des Ge(h)folges vorzustellen. Ich hoffe, das funktioniert bald.

Eine Signatur von Nicole Böhm 
Meine Begleitung hatte herausgefunden, dass eine ihrer Lieblingsautorinnen, nämlich Nicole Böhm, in diesem Jahr ebenfalls auf der Buchmesse zu finden war. Mehrfach suchte sie den Verlagsstand auf, wurde aber immer vertröstet. Und dann lie uns die Autorin zufällig in der Nähe des Standes über den Weg und meine Begleitung konnte sich ihr Buch signieren lassen. Nicole Böhm schreibt unter anderem Fantasy. Eine bekannte Buchreihe der Autorin nennt sich Die Chroniken der Seelenwächter.


Die LBM im Schneetreiben 

Treibhauseffekt in der Glashalle
Während Skyara und ich letztes Jahr mit Sonnenschein und beinahe frühlingshaften Temperaturen empfangen wurden, wurden meine Begleitung und ich dieses Jahr Zeuge des Leipziger Schneechaos und eines wortwörtlichen Treibhauseffektes in der Glashalle (oder so ähnlich). Wir bewegten uns in der Glashalle und bekamen plötzlich Tropfen ab. Zuerst vermuteten wir, dass das Glasdach vielleicht undicht sein könnte. Inzwischen glaube ich, dass es eher unwahrscheinlich ist, da die Messehallen ja oft in Gebrauch sind und man es sich daher nicht leisten kann, diese nicht in Stand zu halten. Also vermutete ich eine kleine biologische Reaktion auf viele schwitzende Menschen auf einem Haufen. Dafür sprach nämlich, dass man trotz Eiseskälte ziemlich gut durchlüftete.

Das Chaos mit der Bahn
Als wir am Abend vor unserer Abreise von Zugausfällen hörten, lehnten wir uns noch entspannt zurück und dachten noch, dass es einen Tag später ganz anders aussehen könnte. Leider war das nicht so. Wir bekamen einen der letzten Züge, die den Leipziger Hauptbahnhof noch verließen. Wir hatten das Glück in der ersten Klasse fahren zu dürfen und ich musste minimal an Flugangst 7A und Sebastian Fitzeks Erzählungen denken, dass die Business Class bei einem Unfall als erstes drauf ging.


Die LBM - Mein Fazit 

Es war wieder eine sehr schöne Leipziger Buchmesse mit spannenden Veranstaltungen und wunderbaren Erlebnissen. Ich bin froh, dass mich meine Begleitung doch noch überredet hat, in diesem Jahr hinzufahren.
Ob ich auch 2019 in Leipzig bin? Man soll niemals nie sagen. Ich hätte auch nicht damit gerechnet, dass ich die Messe in diesem Jahr unsicher machen würde.

Sonntag, 1. April 2018

Ge(h)lebt im März 2018

Gelesen im März 

Ich habe diesen Monat vier Hörbücher und ein Buch beendet. Insgesamt habe ich 59 Stunden und 51 Minuten zwischen den Seiten verbracht. Und auf 430 Seiten habe ich mich getummelt.

Im ersten Teil meines Hörmonats berichte ich euch von Flugangst 7A dem aktuellen Psychothriller von Sebastian Fitzek: Hier muss Psychiater Mats ein Flugzeug zum Absturz bringen. Sonst passiert etwas noch viel schlimmeres.
Das zweite, in der Podcast Folge erwähnte, Hörbuch ist Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken von John Green. Hier geht es um Aza Holmes, die in Gedankenspiralen gefangen ist. Als ein Kopfgeld auf eine vermisste Person ausgesetzt wird, wittert Azas beste Freundin Daisy das große Geld und beide begeben sich auf die Spur des verschwundenen Russell Pickett.

Im zweiten Teil meines Hörmonats muss ich gleich drei Hörbücher unterbringen. Ich erzähle von: Die Bücherdiebin von Markus Zusak, Dark Angels Summer - Das Versprechen von Kristie Spencer und Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes.

Kommen wir nun zum monatlichen roten Teppich:

Beste Handlung

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RandomHouse Audio
In Die Bücherdiebin geht es um Liesel Memminger, die 1939 als Pflegekind zu Familie Hubermann kommt. Obwohl sie nicht lesen und schreiben kann, entwickelt sie eine Faszination für Wörter und Geschichten und schafft es, mithilfe ihres Pflegevaters Hans Hubermann lesen und schreiben zu lernen.
Der zweite Handlungsstrang enthält die Tücken des Krieges: Wer ist Freund und wer Feind? Wie viel riskierst du, um das Leben eines anderen zu retten?
Schön finde ich hier, wie die Liebe zu den Büchern und die historischen Gegebenheiten miteinander verbunden werden.

Coolster Charakter: Es ist wirklich schwierig, sich hier auf einen Charakter festzulegen, weil mir im März einige tolle Charaktere begegnet sind. An dieser Stelle greife ich auch auf Die Bücherdiebin zurück: Rosa Hubermann, Liesels Pflegemutter, die alles und jeden nur als Saumenschen bezeichnet, aber dennoch viel für diejenigen tut, die sie liebt. Oder Max Vandenburg, der sich hinaus in die Welt wagt, um das Leben derer, die er liebt, nicht weiter zu gefährden. Ja, meine Wahl mag etwas eigenartig sein. Aber ich denke, ich habe sie ganz gut getroffen.

Bester Nebencharakter

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HörbuchHamburg
Dieser Platz geht wohl an Davis aus Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken. Er muss schon in jungen Jahren viel Verantwortung übernehmen: Seine Mutter ist schon seit einigen Jahren verstorben. Als dann noch sein Vater spurlos verschwindet, muss er alleine für sich und seinen kleinen Bruder sorgen. Finanziell müssen sich die beiden keine Sorgen machen. Doch es fehlt jemand, der schaut, wie es den beiden geht.

Bester Handlungsort: Auch an dieser Stelle bleibe ich wohl lieber bei John Green. Familie Pickett lebt nämlich in einer schönen Villa, die sogar einen eigenen Kinosaal enthält. Das Haus kommt also leider nicht gegen ein Flugzeug, eine Großstadt, ein abseits gelegenes Dorf oder München während des zweiten Weltkrieges an.

Beendete Bücher im Überblick:
Flugangst 7A von Sebastian Fitzek
Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken von John Green
Dark Angels Summer - Das Versprechen von Kristie Spencer und Tabita Lee Spencer (Rezension folgt im April)
Die Bücherdiebin von Markus Zusak (Rezension folgt im April)
Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes

Neuzugänge? HIER ENTLANG


Im Netz gefunden 

Links zur DSGVO 
Die neue Datenschutzverordnung, die im Mai eingeführt werden soll, sorgt für große Unsicherheit oder z.T. auch Panik in der Bloggerwelt. Auf was muss man achten? Muss man den eigenen Blog nun schießen? Oder engagiert man sich am besten gleich einen Anwalt?
Mikka wies in einem Artikel auf die folgenden beiden Links hin, die ich euch an dieser Stelle nicht vorhalten möchte. Vielleicht helfen sie ja dem ein oder anderen: DSGVO Leitfaden, DSGVO Leitfaden für Blogger.


Pendelnd durch die Weltgeschichte 

Die Augenärzte und ich - oder: Wer ist denn hier eigentlich blind?
Die Ärztin leuchtet mir in das rechte Auge und meint: „Es sieht gereizt aus. Das ist wahrscheinlich das Auge, mit dem du liest.“
Ich: „Ja, und Sie haben mich schon wieder gedutzt.“
Sie *peinliches Lachen*: „Gut, dass Sie mich dran erinnern. Das liegt wahrscheinlich daran, dass Sie so klein sind. Ich hatte gerade eben zwei 13-jährige Kinder...“
Ich: ...
Sie: „Ich musste gerade daran denken als ich Sie nach Mainz in die Augenklinik geschickt habe. Wie lange ist das jetzt her?“
Ich: „Das war 2015. Aber da war ich auch schon volljährig!“
Draußen an der Straßenbahnhaltestelle fällt mir auf: "Moment! Sie dachte ERNSTHAFT ich könnte mit dem linken Auge lesen!"


Hinter den Kulissen 

Ich bin bei Instagram 
Ich weiß immer noch nicht genau, was ich davon halten soll. Jedenfalls habe ich mich Ende März dazu entschlossen, das Netzwerk mal auszuprobieren. Da sich mit einem Sehrest von 2% aber nicht unfassbar epische Bilder machen lassen, können wir alle wohl gespannt sein, wohin die Reise geht. Meinen Account findet ihr HIER.
Wer aber inhaltlich wertvollere Infos von mir bekommen möchte, dem empfehle ich meinen Twitter Account.

600ster Beitrag 
Buchlinge, ich kann es kaum glauben. Dieser Beitrag hier ist tatsächlich mein 600ster Beitrag. Packen wir also die Partyhüte aus und lassen wir es krachen.
Ge(h)Schichten ist mein dritter Blog und ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich bis zum 600sten Beitrag durchhalte und den Spaß dabei nicht verliere.


Was gab's zu erzählen?

Da die neue Aufmachung dieser Rubrik im letzten Monatsrückblick so gut ankam, behalte ich es in diesem Monat bei. Zuerst verlinke ich euch die Beiträge, welche am häufigsten angeklickt wurden. Dann verweise ich auf meine Herzensbeiträge:

Top 3:
Was wir dachten, was wir taten von Lea-Lina Oppermann
Hilfe anbieten, aber wie?
Wo ich in Leipzig zu finden bin (bzw. jetzt ja war :) ) 

Beim letzten Beitrag habe ich etwas geschummelt, da ich die eigentliche Nummer 3 schon im letzten Monatsrückblick verlinkt habe.

Herzensbeiträge:
Aufmerksam machen möchte ich auf zwei Neuerscheinungen des Hörverlags, die ich euch HIER genauer vorstellen werde.


Buchzitate

"Es war nicht meine Entscheidung, ob der Gedanke kam oder nicht, sondern die, ob ich mich von ihm mitnehmen ließ, oder nicht."
Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken von John Green

"Ich habe das Gefühl, du magst mich nur auf Distanz. Ich brauche das Gefühl, auch aus nächster Nähe gemocht zu werden."
Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken von John Green

"Ich konnte den Drachen niemals besiegen, weil der Drache auch ich war."
Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken von John Green

"Übrigens mag ich die Vorstellung die sich die Menschen vom Tod als Sensenmann machen. Mir gefällt die Sense. Ich finde sie amüsant."
Die Bücherdiebin von Markus Zusak

"Der Mann ist ein Genie, entschied Max."
Die Bücherdiebin von Markus Zusak

"Die Sache war ernst. Sie nannte Liesel nicht einmal Saumensch."
Die Bücherdiebin von Markus Zusak

"Wer braucht schon Blasebälge, dachte Liesel, wenn man eine solche Lunge hat."
Die Bücherdiebin von Markus Zusak

"Liebe ist eine Entscheidung."
Flugangst 7A von Sebastian Fitzek S. 375

"Ich habe nichts gegen Veganer."
Flugangst 7A von Sebastian Fitzek S. 383

"Ganz im Gegenteil, ich liebe meine Eltern. Sie verstehen mich nur einfach nicht."
Mein Sommer auf dem Mond von Adriana Popescu, S. 67


In diesem Sinne... 

wünsche ich euch einen guten Start in den April und hoffe, ihr werdet heute nicht allzu schlimm auf den Arm genommen :)