Sonntag, 8. Januar 2017

Ge(h)fragt - Angela Aiden

Über die Autorin 

Angela Aiden lebt in der Nähe von München und ist hauptberuflich als wissenschaftliche Mitarbeiterin an einer Uni tätig. Schon früh entdeckte sie das Schreiben eigener Geschichten für sich und veröffentlichte 2016 ihren Debütroman Schattenpriester - Das Opfer der Göttin als eBook bei LYX digital. Skyara hat das Buch mit Begeisterung gelesen (HIER geht es zur Rezension). Und als wäre das nicht genug hat sich die Autorin auch noch meinen Fragen gestellt. 

Angela
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Das Interview 

Hallo Angela, stell dich meinen Lesern doch mal vor. Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich bin 1987 geboren und wohne mit meinem Mann südlich von München. Seit 13 Jahren schreibe ich Romane. Am Anfang waren es vor allem Fantasyromane, dann haben sich zusammen mit meinen Lesegewohnheiten immer mehr Liebesgeschichten in meine Texte gemischt und diese sind immer heißer geworden, bis ich letztendlich im Romantic Fantasy/Paranormal Romance Genre gelandet bin.

Während ich anfangs nur zu meinem eigenen Vergnügen geschrieben habe (ich kann gar nicht ohne Schreiben ;) ), kam dann ziemlich bald auch der Wunsch, das irgendwann mal zu veröffentlichen, aber von „irgendwann mal“ bis zu einem konkreten Plan ist auch noch sehr viel Zeit vergangen und ich habe erst mal studiert und währenddessen natürlich weitergeschrieben. Seit ca. 3 ½ Jahren schreibe ich regelmäßig und arbeite meist sieben Tage die Woche an meinen Büchern.


Was hat es mit deinem Pseudonym auf sich?

Angela ist eine Abwandlung meines zweiten Vornamens. Aiden hat so direkt keinen Bezug zu mir. Ich hatte nach etwas gesucht, das zusammen mit Angela gut klingt. Mir hat aber auch die Bedeutung „kleines Feuer“ sehr gut gefallen.


Du hast dich direkt bei einem Verlag beworben. Wie hast du dich darauf vorbereitet?

Zunächst habe ich mich auf den Internetseiten der Verlage informiert, was sie denn als Einsendung wünschen. Dann habe ich ein Exposé zu meinem Roman erstellt und eine Leseprobe ausgesucht. Dazu habe ich noch ein kurzes Anschreiben aufgesetzt und meine Autorenbiografie geschrieben. Das alles habe ich dann von mehreren Leuten Korrektur lesen lassen. Da ich bereits zuvor auf einigen Buch-Conventions war, hatte ich dort bereits viele Informationen bekommen, was Verlage allgemein erwarten und hatte auch Leute aus der Branche kurz kennenlernen können.


Wie viele Bewerbungen hast du verschickt und wie lange hat es gedauert bis die ersten Zusagen eingetroffen sind?

Tatsächlich habe ich nur zwei Bewerbungen verschickt. Von der einen habe ich bis heute keine Antwort bekommen, die andere war LYX. Dass das auf Anhieb klappt, ist eher ungewöhnlich. Auch die Anfrage nach dem gesamten Manuskript kam bereits nach einem knappen Monat. Üblicherweise sind das eher 6 Monate je nach Verlag. Ich hatte aber auch das Glück, dass ich die Zuständigen bei LYX zuvor bereits auf einer Convention kurz kennenlernen konnte.


Wieso hast du dich für LYX digital entschieden?

LYX hatte lange eine Vorreiterrolle im Romantic Fantasy Genre. Ich habe auch selbst eine ganz ordentliche Sammlung an LYX-Büchern zuhause, die ich sowohl von der Aufmachung, als auch vom Inhalt sehr mag. Ich finde, dass mein Buch thematisch da sehr gut dazu passt.


Dein Debütroman „Schattenpriester – Das Opfer der Göttin“ ist im Oktober 2016 bei Lyx digital erschienen. Wie bist du auf die Romanidee gekommen?

Das ist schwierig. Ich habe ständig Ideen und notiere mir die dann immer gleich. Meistens haben sie gar nichts mit dem zu tun, was ich gerade mache. Ich glaube, die Idee zu Schattenpriester kam mir, als ich „Sakrileg“ im Fernsehen angeschaut habe.


In deinem Roman beschreibst du, dass jeder Priester eine Waffe aussuchen darf. Warum entscheidet sich Levion ausgerechnet für das Katana Schwert?

Kriegerpriester tragen fast immer eine Art Schwert, da dieses ja auch Zeichen ihres Standes ist und es wird auch speziell geweiht. In der Regel wählen sie es danach aus, womit sie besonders gut zurechtkommen. Deshalb kämpft Ragol beispielsweise mit zwei gebogenen Klingen. Bei Levion kommt noch hinzu, dass er das Katana von seinem Ausbilder geschenkt bekommen hat, den er sehr achtet. Es hat also einen großen persönlichen Wert für ihn.


LYX digital gehört zur Bastei Lübbe Verlagsgruppe. Gibt es die Möglichkeit, deinen Roman auch als Printbuch in den Händen zu halten?

Bisher leider nicht. Ob er irgendwann noch in Print kommen wird, kann ich momentan noch nicht sagen.


Du lebst in der Nähe von München, einer Großstadt, in der einige Autoren beheimatet sind. Bist du hier mit anderen Autoren vernetzt?

Ja, es ist immer hilfreich sich zu vernetzen, da man sich so gegenseitig helfen kann. Abgesehen davon macht es oft auch wirklich viel Spaß und daraus entstehen manchmal auch Freundschaften.


Auf deiner Homepage kann man den Fortschritt deiner weiteren Werke beobachten und stellt fest, dass du ein aktuelles Projekt fast bis zur Hälfte beendet hast. Kannst du schon etwas darüber verraten?

Mein aktuelles Projekt ist der 2. Teil zu Schattenpriester. Daran arbeite ich gerade sehr intensiv. Ein Rohentwurf steht bereits, aber bis zur Veröffentlichung wird es noch etwas dauern. Mit den Prozentzahlen auf meiner Homepage möchte ich den Lesern zeigen, wie der aktuelle Fortschritt aussieht, sie sind aber natürlich nur grobe Schätzwerte, da es bei einem solch umfangreichen Werk immer sein kann, dass Bereiche schneller gehen und andere wiederum länger brauchen. Die Zahlen beziehen sich auch auf den gesamten Veröffentlichungsprozess nicht auf geschriebene Seiten.


Wird es wieder bei LYX digital erscheinen?

Das weiß ich noch nicht. Das wird sich noch zeigen.


Hauptberuflich arbeitest du als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einer Universität. Wie war es für dich, einen Roman, und somit keinen wissenschaftlichen Text, zu schreiben?

Da ich bereits Romane geschrieben habe, lange bevor wissenschaftliche Texte hinzugekommen sind, war das für mich ganz normal. Es macht mir total viel Spaß mit Kreativität und Fantasie eine Geschichte zu entwickeln und diese dann zu Papier zu bringen. Wenn ich den Rohentwurf eines Romans schreibe, denke ich nicht über die Worte nach, da sehe ich einen Film vor Augen und die Worte „fließen“ quasi aus mir heraus. An Formulierungen arbeite ich erst viel später.

Bei wissenschaftlichen Texten hat man deutlich weniger Freiheiten. Da überlege ich von Anfang an bei jedem Wort, ob das wirklich so zutrifft, ob es nicht eine treffendere Ausdrucksweise gibt und welche Quelle das belegt.


Was kannst du Jungautoren mit auf den Weg geben?

Schreiben, schreiben, schreiben und sich nicht entmutigen lassen, wenn etwas mal nicht klappt. Man lernt Schreiben nur, indem man es macht. Ich habe selbst jahrelang geschrieben und in dieser Zeit sind mehrere Romane entstanden, die ich so nie veröffentlichen werde. Aber diese Phase war trotzdem wichtig, weil ich gelernt habe, worauf es ankommt bei einem Roman. Das Schreiben eines ganzen Buchs macht zwar sehr viel Spaß, erfordert aber auch viel Durchhaltevermögen. Am Ende dann das finale Werk in den Händen zu halten, belohnt einen aber für alle Mühen.


An dieser Stelle bedanke ich mich herzlich bei dir, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten. Ich hoffe, wir werden noch sehr viel von dir lesen J.

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