Mittwoch, 21. Juni 2017

Irrlichtfeuer

Bild von
Droemer Knaur
Steckbrief 

Name: Irrlichtfeuer
Autor: Julia Lange
Verlag: Droemer Knaur
Geeignet für: Menschen, die gerne Fantasy Romane lesen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 2,5 von 5 Punkten


Klappentext 

(von Droemer Knaur

"Die junge Alba träumt vom Fliegen und arbeitet heimlich an mechanischen Schwingen. Doch dazu benötigt sie das Irrlicht-Gas, ein wertvolles, hoch entzündliches Handelsgut, auf das die Herrschenden des Stadtstaats Ijsstedt ein Monopol haben. Alba ist nicht die Einzige, die versucht, illegal an das Gas zu gelangen: Große Teile der Bevölkerung Ijsstedts leben in bitterer Armut und werden von Banden regiert, die immer wieder Überfälle auf die Irrlicht-Transporte unternehmen.

Denn neben seinem Wert als Brennstoff kann das Irrlicht einem Menschen magische Fähigkeiten verleihen – wenn man die Vergiftung überlebt. Albas Traum vom Fliegen katapultiert sie schließlich mitten hinein in einen Volks-Aufstand um Macht und Magie und stellt sie vor die Frage, welchen Preis sie zu zahlen bereit ist, um ihr Ziel zu erreichen." 


Meine Meinung 

Kennt ihr das? Ihr besucht eine Buchpräsentation eines Romanes und findet nicht nur die Autorin sympathisch, sondern den Inhalt des vorgestellten Buches lesenswert? Dann besorgt ihr euch das Buch, fangt an zu lesen und hofft, dass irgendwann dieser Moment kommt, an dem ihr euch in der Geschichte auskennt? Oder das Handeln der Charaktere versteht? 
Ihr wartet und wartet aber der Moment bleibt aus. 
Zum Schluss steht ihr da und ärgert euch, dass euch das Buch nicht gepackt hat und das obwohl es keine schlechte Geschichte ist. 
Genauso ging es mir bei Irrlichtfeuer. Und das hat mich echt genervt.

Gestaltung 
Das Cover ist sehr schön dargestellt. Wir sehen eine Gestalt, die in blaues Licht getaucht wird. Das Cover wirkt mysteriös und hat mich noch neugieriger auf Irrlichtfeuer gemacht. Ich ahnte, dass es sich bei dem blauen Licht um das Irrlicht handeln musste. 
Der Klappentext stellt einen wichtigen Handlungsstrang der Geschichte dar und führt auch die Nebenstränge auf, die aber wichtige Elemente in der Geschichte bekommen. Die im Klappentext angedeutete Struktur hat mir im Buch selbst etwas gefehlt. 

Inhalt 
Irrlichtfeuer wird aus mehreren Perspektiven erzählt: 

Die Charaktere
Wir begleiten Alba, die aufgrund einer Muskelerkrankung Schwierigkeiten hat, sich fortzubewegen. Sie möchte sich frei fühlen, wird aber ständig durch ihren Körper gebremst. Sie hat nur einen Traum: Fliegen können. Und dafür hat sie auch ein passendes Konstrukt entwickelt. Wäre da nicht die Sache mit der Schwerkraft... 

Dann begegnen wir Karel und seinem Sohn Rafael. Die beiden sind Herrscher über die Rothen, einer Bande, die im Stadtteil Rothentor herrscht. Doch Vater und Sohn geraten oft aneinander. Während Karel seine Aufgaben pflichtbewusst erfüllt, hat er nur wenig Vertrauen in seinen sprunghaften Sohn, der sich gerne von Frauen ablenken lässt. Durch eine Frauengeschichte gerät nicht nur Rafael in tödliche Gefahr. 

Und natürlich gibt es auch eine Bewegung, denen die Sache mit dem Irrlicht nicht gefällt. Sie nennen sich Die Gerechtigkeit. Diese Gruppierung besteht aus Angehörigen, die Verwandte und Freunde durch einen großen Irrlichtunfall verloren haben. Doch nicht nur Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Viele verloren dabei ihr Obdach. Und die Königin? Diese denkt noch nicht mal an eine Entschädigung, geschweige denn an eine Entschuldigung. 
Anführerin von Der Gerechtigkeit ist Meret, die ihren Mann und ihre Kinder durch den Unfall verloren hat. Sie glaubt stets an das Gute in den Menschen und hofft, dass die Königin sie schon irgendwann erhören wird, wenn die friedlichen Proteste immer lauter werden. 

Und zu guter Letzt wären da noch Sora und Kass, zwei Irrlichtkinder, die das Kindesalter aber schon längst überschritten haben. Durch einen Unfall sind sie mit dem Irrlicht in Berührung gekommen. Seither arbeiten sie als eine Art Polizeitruppe für die Königin Ijsstedts. Doch glücklich sind sie mit dieser Aufgabe keinesfalls. Sie und die anderen Irrlichtkinder werden durch den Kommandanten und einen Arzt streng kontrolliert. Jegliche Fortschritte werden sofort an die obere Etage weitergegeben. An Privatleben oder gar Freiheit ist kaum zu denken. Können die beiden ihrem Gefängnis entkommen? 

Die Handlung 
Die Grundidee, die Handlung um das Irrlicht herumzuspinnen, finde ich clever gelöst. Wir lernen alle Parteien kennen, die irgendwie mit dem Irrlicht zu tun haben und verschiedene Motive verfolgen an dieses heranzukommen oder Abstand von Irrlicht zu gewinnen. 

Allerdings hatte ich große Mühe, mich in die Handlung einzufinden. Das lag zum einen an den vielen Charakteren, die eingeführt wurden. Mir war nicht klar, welcher Charakter wichtig ist und wer nur in einem Nebensatz auftritt. Das Personenverzeichnis befindet sich bei Irrlichtfeuer am Ende des Buches, sodass ich es erst nach Beenden der Geschichte entdeckt habe, weil ich nicht auf die Idee gekommen bin, dass es hier ein Personenverzeichnis gibt. Es hätte mir sehr geholfen, wenn die Liste am Anfang gestanden hätte. So wäre klar gewesen, wo ich mir einen Überblick verschaffen kann. 

Und ich muss zugeben: Die Sache mit dem Irrlicht verwirrte mich extrem. Immer wenn ich glaubte, einen Durchblick zu haben, kam wieder ein Nebensatz, der bei mir Fragezeichen verursachte. So dachte ich beispielsweise, dass das Wort Schatten als Synonym für die Irrlichtkinder eingesetzt wird. Dann bekam ich aber eine Information, die die Frage auslöste, ob Schatten gesondert von Irrlichtkindern behandelt wurden. 

Außerdem hieß es, dass die Irrlichtkinder durch einen Unfall mit Irrlicht infiziert worden wären. Dennoch war im Buch davon die Rede, dass Irrlichtkinder ihren Irrlichtvorrat regelmäßig auffüllen müssten, da sie sonst Entzugserscheinungen hätten. Da hab ich mich auch gefragt: Wieso warten sie nicht auf den Irrlichtentzug um dann normale Menschen zu werden? 
Und das Frustrierende ist, dass ich überhaupt nicht davon ausgehe, dass es keine Antworten auf die Fragen in dem Buch gibt. Ich hatte nur das Gefühl, dass mir das Wesentliche der Geschichte irgendwie verborgen bleibt. 

Spannung 
Der Klappentext ist zwar spannend gehalten, jedoch sorgten ein paar Wendungen der Geschichte und die Tatsache, dass ich nicht wirklich durchblickte, dafür, dass ich mit dem Roman nicht wirklich mitgehen konnte. Die Handlung zog eher an mir vorbei. 

Schreibstil 
Toll finde ich, dass Julia Lange ihren Schreibstil der Gesellschaftsschicht anpasst aus deren Perspektive sie gerade erzählt. Wenn wir uns in der Oberschicht befinden, wird viel Wert auf Etikette gelegt. Hingegen werden in der Unterschicht oft Kraftausdrücke verwendet. 
An manchen Stellen hätte ich mir mehr Dialoge gewünscht. Mehrere Charaktere berichteten, dass Ijsstedt aufgrund der Irrlichtlage einem Pulverfass glich. Das kam bei mir leider nicht ganz an. Wir begegneten zwar den jeweiligen Schichten, jedoch trafen diese Schichten nicht bewusst aufeinander. Hätte es hier mehr Konflikte gegeben, beispielsweise den ein oder anderen Streit zwischen den Bewohnern verschiedener Stadtteile, wäre die brenzlige Lage bei mir eher angekommen. 

Gesamteindruck 
Ich befürchte, meine Erwartungen an Irrlichtfeuer waren einfach zu hoch. Als ich hörte, dass ein Handlungsstrang von Alba, einer Frau mit einer Muskelerkrankung erzählt wurde, wurde ich neugierig. Eine körperliche Erkrankung in einer fiktiven Fantasy Welt. Wie würde das funktionieren? Wie wirkt sich die Erkrankung auf ihr Leben aus? Diese Aspekte wurden teilweise sehr gut dargestellt. 
Allerdings verliert die Erkrankung nach der Entwicklung von Albas Charakter auch ein bisschen an Bedeutung. (Ach, verdammt, dass ist echt so eine richtige "Jammer"-Rezension). 

Jedenfalls hoffe ich, dass die Fantasy Freunde unter euch, sehr wohl einen Gefallen an Irrlichtfeuer finden können. Ich bin sehr auf eure Meinung zu dem Buch gespannt. 

Samstag, 17. Juni 2017

Blind heißt nicht gleich nichts sehen

Hallo ihr lieben Leser,
ich habe schon lange keinen Artikel in der Rubrik Studieren mit Sehbehinderung veröffentlicht. Das lag mit unter daran, dass mir die Ideen für weitere Beiträge gefehlt haben. Deswegen habe ich jetzt kurzerhand beschlossen, die Rubrik allgemeiner zu halten, damit auch andere Beiträge darin Platz finden.

Wie ihr sicher mitbekommen habt, gelte ich seit Anfang des Jahres als gesetzlich blind. Und das obwohl ich noch etwas sehe. Wie das funktioniert, wie Blinde wirklich sehen und wie sich mein Sehrest seit den letzten vier Jahren verändert hat, erfahrt ihr hier, wenn ihr wollt.

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Blind nach dem Gesetz 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fasst die internationalen Kriterien für Blindheit zusammen. Diese gelten aber nur zum Teil in Deutschland.
Hier als gesetzlich blind gilt

1. Wer auf dem besseren Auge weniger als 2% sieht. 
Zum obigen Punkt muss ich wahrscheinlich nicht viel erklären.

2. Wer eine Sehbehinderung hat, die damit gleichzusetzen ist. 
Medizinisch kenne ich mich nicht aus. Ich kann also nur auf das Wissen zurückgreifen, das ich vom hören sagen mitbekommen habe. Ich vermute daher, dass hierunter komplizierte oder degenerative, verschlechternde, Augenerkrankungen fallen.
Wer Beispiele möchte: Netzhauterkrankungen. Mehr Infos? HIER KLICKEN

Quelle: BSVSB - Blinden- und Sehbehindertenverband Südbaden


Wie sehen Blinde?

Von Geburt an blind oder spät erblindet? 
Da ich selbst sehbehindert bin, besteht mein Freundes- und Bekanntenkreis u.a. auch aus blinden Freunden. Und natürlich war da eine der ersten Fragen: "Wie siehst du eigentlich?"
Hier kommen wir gleich zum ersten Problem: Menschen, die von Geburt an blind sind, können diese Frage überhaupt nicht beantworten, da ihnen der Vergleich fehlt. Sie wissen nicht wie nichts oder schwarz aussieht.

Es kommt immer wieder vor, dass das Gegenüber dieses Kriterium nicht nachvollziehen kann. Das heißt, es ist dann oft einfacher schwarz zu antworten, damit endlich Ruhe ist und man sich wieder anderen Gesprächsthemen zuwenden kann.

Es gibt aber auch Menschen, die spät erblindet sind. Das heißt sie sind im Laufe ihres Lebens blind geworden. Hier gibt es oft präzisere Antworten auf die Frage nach dem Sehen.

Die Sache mit den Prozenten 
Wie ihr oben lesen konntet, gilt man in Deutschland bereits als blind, wenn man weniger als 2% sieht. Da stellt sich die Frage: Was bedeutet das in der Praxis?

Und auch hier wird es wieder sehr subjektiv. Ich kenne Leute, die beispielsweise keine Schwarzschrift (die normale Schrift) mehr lesen können. Allerdings können sie Personen als Schemen wahrnehmen und sich auch am Lichtschein orientieren. Dieser Personenkreis kommt im Straßenverkehr ohne den Langstock (Blindenstock) nicht zurecht, versucht den übrigen Sehrest aber so gut es geht für sich zu nutzen :-)
Je nachdem wie stark die Sehbehinderung ist, kann es schwierig werden, Farben voneinander zu unterscheiden. Der Klassiker ist die blau-grün Verwechslung.

Dann gibt es aber noch die Spezialisten, wie mich, die um die 2% sehen, Schwarzschrift Bücher lesen können, aber Mühe haben sich in Räumen oder im Straßenverkehr zu orientieren. Mehr zu meinem Sehrest findet ihr weiter unten .

Die komplizierten Augenerkrankungen 
Ich habe beispielsweise Menschen kennengelernt, die als gesetzlich blind gelten und wunderbar im Alltag zurechtkommen. Sie benötigen bis auf eine Lupe fast gar keine Hilfsmittel und kommen auch mit der Schwarzschrift (der normalen Schrift) super klar. Warum sie dennoch als blind gelten? Weil sie komplizierte Augenerkrankungen haben, deren Krankheitsverlauf nicht absehbar ist oder sich der Sehrest im Laufe der Zeit verschlechtern kann.


Und wie sehe ich? 

Obwohl ich als gesetzlich blind gelte und keine seltene Augenerkrankung habe, sehe ich nicht nichts. (Was für eine komplizierte Wortkonstruktion :-) ).
Mir ist es wichtig, zu betonen, dass ich eben noch etwas sehe. Das liegt mitunter daran, dass viele Menschen denken, dass blind sein bzw. als blind gelten im Umkehrschluss nichts sehen bedeutet. Und vielleicht ist es auch ein Stück sich von einer anderen Gruppe abgrenzen wollen.

Aber kommen wir zum Eingemachten:

Die Fakten
Nach wie vor bin ich auf dem linken Auge blind, was ganz einfach daran liegt, dass das linke Auge nicht vorhanden ist und ich daher logischerweise auch nichts sehen kann. Das war schon immer so und wird sich wahrscheinlich in den nächsten Jahren nicht ändern. Außer natürlich ich komme irgendwie an das Auge von Mad Eye Moody.
Auf dem rechten Auge sehe ich mittlerweile 2-5%. Diese Prozentzahlen sind aber tagesformabhängig. Für diejenigen unter euch, die schon mal zum Sehtest für den Führerschein antanzen mussten: An guten Tagen erkenne ich die erste, größte, Zahl, die an die Wand geworfen wird. An schlechten funktioniert das leider nicht.
Daher muss unterschieden werden:

Wie sehe ich an guten Tagen?
An guten Tagen habe ich keine Mühe Bücher zu lesen und verbringe schon mal gerne den ein oder anderen Nachmittag hinter spannender Lektüre.
Es fällt mir nicht schwer, mich in mir bekannten Räumen zu orientieren. Das können z.B. das Gelände meiner Hochschule oder das Haus meiner Eltern sein.

Im Straßenverkehr bewege ich mich dennoch mit meinem Langstock. Ich kann an guten Tagen Personen zwar besser ausweiche. Dennoch gibt es immer Kandidaten, die mir durch die Lappen gehen und denen ich dann entweder vor die Füße renne oder sie mir.

Personen im Straßenverkehr kann ich an guten Tagen im Vorbeigehen oft trotzdem nicht. Ich erkenne zwar, dass da jemand steht, aber mehr auch nicht.

In Seminaren an der Hochschule ist dann meistens so, dass ich meinen linken und rechten Sitznachbarn erkennen kann. Alles was darüber hinausgeht, nehme ich nicht wahr. Ich kann zwar erkennen, dass ein Dozent vorne steht, mit der Mimik und Gestik kann ich nichts anfangen.

Daher ist es wichtig, dass mich die Leute ansprechen, wenn sie etwas von mir wollen, weil es ihnen sonst blühen kann, dass ich eiskalt an ihnen vorbei laufe. (Aber dieses Phänomen kennen die Buchmessen Besucher unter euch ja sicher auch. Und ihr seit mit zwei funktionierenden Augen ausgestattet :) ).

Und wie an schlechten Tagen?
An schlechten Tagen ist das mit dem Sehrest dann oft etwas kniffliger. Ich brauche um einiges länger um Wörter lesen zu können, wobei das wahrscheinlich mehr ein subjektives Empfinden ist. Buchstaben oder Texte vergrößern bringt hier nichts, weil ich das Gefühl habe, dass ich alles etwas vernebelt oder verschwommen wahrnehme.

An solchen Tagen habe ich auch Mühe Personen in Räumen zu erkennen. Da ist es egal, ob ich die Personen kenne oder nicht. Das heißt, ich bin mir nicht sicher, ob jetzt jemand im Raum sitzt, oder nicht.


Wie komme ich mit meinem Sehrest zurecht? 

Die Hilfsmittel Frage 
Demnächst ist das ein oder andere Video geplant, in dem ich manche meiner Hilfsmittel vorstellen möchte. So könnt ihr live miterleben, wie sie funktionieren.
Daher an dieser Stelle nur so viel: Zum lesen benutze ich Geräte, die mir die Texte vergrößern und mit denn ich den Kontrast verstellen kann. (Ich lese mit weißer Schrift auf schwarzem Hintergrund).
Eine stinknormale Lupe reicht bei mir mittlerweile nicht mehr aus. Die Lupe benutze ich nur, für die Smartphone Aktivitäten :).

Wie oben schon erwähnt, bin ich im Straßenverkehr mit meinem Elderstab (dem Langstock / Blindenstock) unterwegs. Warum? Innerhalb des letzten Jahres hatte ich das Gefühl, dass mir alle möglichen Leute vor die Füße laufen oder für mein Empfinden zu dicht an mir vorbei laufen und ich keine Möglichkeit habe, ihnen rechtzeitig auszuweichen. Mit dem Elderstab hab ich meistens freie Bahn.

Subjektives Empfinden 
Das hängt ebenfalls von meiner Tagesform ab. Je schlechter mein Sehrest ist, desto mehr muss bzw. sollte ich kommunizieren und Dinge erfragen. Zum einen, damit mein Umfeld sicherer im Umgang mit mir wird z.B. nicht denkt, ich würde es ignorieren oder ich würde gedanklich abschweifen, wenn ich nicht auf Anhieb reagiere.
Zum anderen aber auch, weil ich auf Informationen angewiesen bin, wie z.B. welche Straßenbahnlinie gerade einfährt, die Personen-Raum Frage.

Allerdings fällt es mir - je nach Moment - oft noch schwer in bestimmten Situationen zu reagieren.
So nehme ich beispielsweise erst im Nachhinein wahr, wenn ich über eine Situation nachdenke, dass mein Gegenüber womöglich gedacht hat, ich würde mich nicht für ihn interessieren.

Oder ich habe einfach keine Lust zu fragen oder zu kommunizieren wie beispielsweise bei der Straßenbahn-Geschichte. Hier habe ich eine Strategie mit der ich wortwörtlich ganz gut fahre.

Das Einzige, was mir wirklich fehlt, ist das Lesen von Büchern, das ich früher definitiv öfter gemacht habe. Hörbücher sind zwar eine absolut geniale Alternative, auf die ich nicht verzichten möchte. Dennoch ist es auch toll, die Worte einer Geschichte selbst mit den Augen aufsaugen zu können. Und natürlich ist es toll die Wahl zu haben, ein sich für ein Medium entscheiden zu können.

Es ist aber nicht so, dass ich Dingen hinterher trauere, die ich noch nie machen konnte, wie beispielsweise Fahrrad fahren. Zudem glaube ich auch, dass ich eine wahnsinnig verpeilte Autofahrerin wäre. Seid also froh, dass ich die Straßen so schnell nicht unsicher machen werde :-).


Noch Fragen...? 

Ich glaube, dieser Beitrag ist jetzt doch etwas anders geworden, als eigentlich beabsichtigt.
Wenn ihr noch offene Fragen habt, haut sie in die Kommentare!

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In dieser Rubrik bereits erschienen:  

Bewerben für die Ausbildung / das Studium - HIER KLICKEN
Wo und wie beantrage ich Hilfsmittel - HIER KLICKEN
Wie bewerbe ich mich für ein Praktikum? - HIER KLICKEN
Wie beschaffe ich mir Fachliteratur? - HIER KLICKEN
Was muss ich für Prüfungen beachten? - HIER KLICKEN
Umgang mit der Sehbehinderung eigene Erfahrungen - HIER KLICKEN
Wie arbeite ich mit einer Gesetzessammlung? HIER KLICKEN
Wichtige Tastaturbefehle (Shortcuts) im Überblick HIER KLICKEN

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Dienstag, 13. Juni 2017

Into the Water

Bild von
RandomHouse Audio
Steckbrief 

Name: Into the water (auch als Buch erhältlich)
Autor: Paula Hawkins
Verlag: RandomHouse Audio
Geeignet für: Hawkins-, und Thriller Fans,
Gelesen oder gehört: gehört als gekürzte Lesung
Sprecher: Britta Steffenhagen, Marie Bierstedt, Simon Jäger
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Klappentext 

(von RandomHouse Audio)

"Der neue Spannungsroman von Paula Hawkins nach dem internationalen Nr.-1-Bestseller Girl on the Train.

„Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …” In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen …"


Meine Meinung 

Paula Hawkins Debütroman Girl on the train konnte mich leider nicht wirklich überzeugen. Ich habe das Buch in gedruckter Form gelesen und kam leider nicht wirklich mit Hawkins Schreibstil klar. Dennoch frage ich mich, ob mir die Geschichte, interpretiert als Hörbuch, vielleicht besser gefallen hätte. Als mir dann in Leipzig erzählt wurde, dass Paula Hawkins demnächst einen neuen Roman rausbringt und zudem die Sprecherwahl schon feststünde, war es um mich geschehen.

Gestaltung
Into the water ist ja eine gekürzte Lesung. Allerdings hatte ich hier nicht das Gefühl, irgendetwas von gekürzten Stellen gemerkt zu haben. Aufmerksame Hörer meinen ja, gekürzte Hörbücher erkennen zu können. Ich verliere meine Vorurteile gegenüber gekürzten Hörbüchern immer mehr und habe das Gefühl, dass die Verlage in diesem Bereich dazu gelernt bzw. sich weiterentwickelt haben.

Kommen wir aber nun zu der Sprecherwahl: Marie Bierstedt ist die Tochter des Schauspielers und Synchronsprechers Detlef Bierstedt. Ich wollte unbedingt ein Hörbuch von ihr hören und war froh, dass ich mit Into the water endlich die Gelegenheit dazu hatte.
Britta Steffenhagen ist nicht nur als Hörbuchsprecherin, sondern arbeitet auch als Synchronsprecherin. So leiht sie hier Charakteren in den Animationsfilmen Drachenzähmen leicht gemacht und Zomania sowie einem Charakter in ein paar Folgen Supernatural ihre Stimme. Vom Namen her, kam mir sie mir sehr bekannt vor, obwohl ich wieder einmal nicht sagen könnte, woher ich sie kenne.
Und zu Simon Jäger muss ich wohl nicht mehr viel sagen. So wie Rufus Beck die Hörbuchstimme von Harry Potter ist, verknüpft man Simon Jäger sofort mit den Thrillern von Sebastian Fitzek. Schön fand ich hier, dass ich ihn als Sprecher bereits kannte. Also selbst, wenn die anderen beiden Sprecherinnen schlecht sein sollten, wusste ich, dass seine Parts das Ganze rausreißen würden.

Nun ist es leider bei Hörbüchern mit mehreren Sprechern so, dass ich nicht viel über die einzelnen Sprecher sagen kann, weil ich gerade bei unbekannten Sprechern, ja nicht genau weiß, wer welche Parts gelesen hat.
Die Lesung von Into the water hat mir aber unglaublich gut gefallen. Die Stimmen haben toll miteinander harmoniert. Ich konnte mich kaum von Into the water trennen. Das passiert nur, wenn Geschichte und Sprecher wie die Faust aufs Auge zueinander passen. Kurzum: Eine sehr schöne Produktion!

Inhalt 
In Into the water begegnen wir verschiedenen Handlungssträngen. Die Geschichte steigt mit einem sehr starken Prolog ein, in dem wir hautnah miterleben, wie jemand ermordet wird. Wer genau, möchte ich an dieser Stelle nicht vorwegnehmen. Hier wird dem Leser schnell klar: Wir bewegen uns auf gefährlichem Terrain!

Dann führt uns Paula Hawkins in die Geschichte ein und stellt uns eine Reihe von Charakteren vor. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich eine Weile gebraucht habe, um den Überblick zu bekommen. In Beckford gibt es eine Tote: Nel Abbott. Angeblich Suizid. Doch ihre Schwester Julia ahnt, dass da etwas faul ist. Obwohl das Verhältnis zu ihrer Schwester alles andere als gut war, kehrt sie in die alte Heimat zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Lenna hat nicht nur an dem Verlust ihrer Mutter zu knabbern. Auch ihre beste Freundin Katie nahm sich scheinbar völlig grundlos das Leben.

Into the water wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Zum einen aus Lennas Sicht, die uns an einem typischen Teenager Leben teilhaben lässt. Dann lernen wir auch Nels Schwester Julia besser kennen, die keine positiven Gefühle mit ihrer Schwester verbindet. Wie das bei einem waschechten Thriller so ist, gibt es auch diesmal zwei Ermittler, aus deren Sicht ebenfalls ein paar Parts erzählt werden.

Das Tolle war, dass diese verschiedenen Handlungsstränge die Geschichte abwechslungsreich gemacht haben. Zum Schluss hat Paula Hawkins alles zusammengefügt und es war völlig logisch wie die Verbindung der einzelnen Stränge war.

Spannung 
Während ich am Anfang noch orientierungslos durch die Geschichte tappte und mehr fasziniert von den Sprechern und dem Schreibstil war, fand ich irgendwann den roten Faden und konnte mich kaum noch von der Handlung trennen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Paula Hawkins baut die Handlung gekonnt auf und lässt zum Schluss auch keine Frage offen. Wobei... Gerade der letzte Satz hat bei mir noch ein paar Fragezeichen aufgewirbelt. Andererseits dachte ich aber auch: Genial!

Schreibstil 
Während ich bei Girl on the train nicht wirklich mit dem Schreibstil klar kam, retteten mich bei Into the water die unterschiedlichen Perspektiven aus denen die Geschichte erzählt wird. Ich hatte auch den Eindruck, dass Paula Hawkins so zeigen konnte, was wirklich in ihr steckte. Sie schrieb aus der Sicht der jugendlichen Lenna, konnte Julias Hass auf ihre Schwester Nel durch deren direkte Anrede glaubhaft darstellen und schlüpfte nebenbei noch in Ermittler Rollen oder in die Rolle einer alten Dame, die noch wichtige Dinge ans Tageslicht befördern könnte. Wenn ihr denn endlich mal jemand zuhören würde.

Gesamteindruck 
Ich bin von Into the water positiv überrascht. Nie hätte ich damit gerechnet, dass mich der Inhalt so packen konnte. Hier kommen wieder eine tolle Hörbuchproduktion verknüpft mit einer guten Buchvorlage zusammen.
Ich hoffe, dass Into the water in vielen Bücherregalen ein flauschiges Zuhause findet.


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* Dieses Hörbuch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Samstag, 10. Juni 2017

Ge(h)schaut - Meine Jugendserien

Hallo ihr Lieben,
diesmal stelle ich euch meine Top Jugendserien vor. Ich bin sehr gespannt, ob ihr die ein oder andere Serie vielleicht sogar kennt.


Die Serien - Worum geht's? 

Drake & Josh 
Drake und Josh könnten nicht unterschiedlicher sein. Drake ist der Mädchenschwarm der Schule, Hobbymusiker und ein totaler Chaot.
Josh hingegen ist gewissenhaft, schüchtern und nicht gerade beliebt. Hinzu kommt auch, dass er übergewichtig ist.
Und da meint es das Schicksal nicht gut mit den beiden Jungs. Denn ihre Eltern gründen kurzerhand eine Patchworkfamilie und machen die unterschiedlichen Charaktere somit zu Stiefbrüdern.

Neds ultimativer Schulwahnsinn 
Ned und seine Freunde Moze und Cookie sind beste Freunde und Schüler, die versuchen den alltäglichen Schulwahnsinn möglichst unbeschadet zu überstehen. Das ist gar nicht so einfach denn ihre Gegner sind: Fieslinge, gemeine Lehrer, ungerechte Stundenpläne oder einfach nur das schlechte Essen in der Kantine.
Ned beschließt ein Buch anzulegen und seinen Mitschülern Tipps zu geben. "Tipps, damit ihr den ultimativen Schulwahnsinn überlebt." (Ned Bigby)

Zoey 101 
Die Pacific Coast Academy (kurz PCA) war eine reine Jungenschule. Doch nun sind erstmals auch Mädchen an dem Internat zugelassen. Zoey lässt sich das natürlich nicht zweimal sagen und besucht das Internat, gemeinsam mit ihrem Bruder Dustin, der die Schule bereits kennt. Und so beginnt auch hier der scheinbar normale, teils auch ziemlich verrückte Schulalltag.


Der Inhalt - Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Gemeinsamkeiten 
Drake & Josh, sowie Zoey 101 wurden von Dan Schneider, einem Filmproduzent und Drehbuchautor entwickelt. Dan Schneider war auch noch für ein paar anderer Serien verantwortlich, die auf Nickelodeon ausgestrahlt wurden.
Zudem handelt es sich bei allen drei Formaten um Comedyserien. Das erkennt ihr unter anderem daran, dass hier und da lachendes Publikum eingebaut wird, man die lachenden Menschen aber nie sieht.

Zoey 101 und Drake & Josh finden auch im selben Serienuniversum statt. Das heißt, dass es hier und da Überschneidungen gibt. So wird Drake Bell beispielsweise ein Special Guest bei einem Schulfest der PCA.

Die Serien wurden alle ungefähr zur selben Zeit produziert. So wurden Drake & Josh sowie Neds ultimativer Schulwahnsinn von 2004-2007 bei Nickelodeon ausgestrahlt. Zoey 101 gesellte sich erst ein Jahr später dazu.
Allerdings habe ich die Serien erst im Sommer 2006 entdeckt.

Unterschiede
Momentan fallen mir hier keine wesentlichen Unterschiede ein. Wenn sich das noch ändern sollte, werde ich sie hier ergänzen. Wenn nicht, bleibt dieser nette Absatz hier stehen.


Die Charaktere - Der Vergleich 

Wie das bei Comedyserien so üblich ist, werden die meisten Charaktere in allen drei Formaten überspitzt dargestellt. Hier möchte ich besonders die Darstellung der Lehrer in Neds ultimativer Schulwahsinn hervorheben:

Gordy der Hausmeister: Er ist die ganze Zeit damit beschäftigt ist, ein entlaufenes Wiesel zu fangen. Für die üblichen Hausmeister Tätigkeiten bleibt keine Zeit. Die überlässt er der Nachtschicht. Den Schülern steht er aber mit Rat und Tat zur Seite.
Mr. Sweeney: Er unterrichtet Biologie, Physik und Chemie. Den Schülern gegenüber ist er meist bösartig, hat aber auch hin- und wieder eine nette Seite, die auf die Schüler aber genauso unheimlich wirkt. Außerdem hat er eine verrückte Art, die mir nach zehn Jahren immer noch gut in Erinnerung geblieben ist :-).
Mr Chopsaw: Ein Lehrer, der Werken unterrichtet. Der Runnig Gag ist hier, dass ihm während des Unterrichts mehr oder weniger schlimme Unfälle passieren, die er als leichte Kratzer ab tut.
iTeacher: Eine Lehrerin, die über den PC mit ihren Schülern kommuniziert, weil sie Angst hat, dass ihr die Schüler etwas antun könnten.

Auch in den anderen Serien zeichnen sich die Charaktere durch bestimmte Eigenarten aus. So hat Zoey eine intelligente Freundin, die interessante Dinge erfindet. Allerdings hat diese Freundin eine Schwäche: Sie ist verrückt nach Babybrei. Zoeys Bruder Dustin ist ein wahres Energiebündel und hält die Clique in der ein oder anderen Folge ziemlich auf Trab.

Und bei Drake & Josh? Oje, wo fange ich da bloß an? :-)


Das Schauspiel Esamble 

Hier gibt es einige talentierte Schauspieler, die in den Serien Nebencharaktere spielten und es danach zur eigenen Serie gebracht haben.
Die bekanntesten Schauspieler sind wohl Drake Bell, der auch im wahren Leben Musiker ist und schon das ein oder andere Album veröffentlicht hat, sowie Jamie Lee Spears, die Schwester von Britney Spears, die in Zoey 101 die Hauptrolle übernahm.
In allen drei Serien sind sämtliche Schauspieler richtig gut gecastet und auch die Synchronstimmen sind sehr angenehm. Egal ob es sich hier um eine Haupt- oder eine Nebenrolle handelte.

Nun komme ich also zu meinen Lieblingsdarstellern...

Drake & Josh 
Josh Peck: Er spielt den übergewichtigen Josh Nicholis, der sehr darauf bedacht ist, das Richtige zu tun und nicht gegen Regeln zu verstoßen. Allerdings hilft er seinem Bruder Drake regelmäßig aus der Patsche. Josh Peck hat eine wahnsinnig gute Mimik. Er ist noch in anderen Serien zu sehen. Hier allerdings überwiegend in Episodenrollen. Zudem ist er auch als Synchronsprecher tätig und leiht Eddie in den Ice Age Teilen seine Stimme.

Miranda Cosgrove: Miranda Cosgrove spielt in der Serie Drakes kleine Schwester Megan, die weder ihren Bruder noch den neu gewonnenen Stiefbruder mag. Sie macht sich einen Spaß daraus ihre Brüder mit Streichen zur Weißglut zu treiben. Für Miranda Cosgrove war Drake & Josh der Durchbruch. Sie bekam danach eine eigene Serie mit dem Titel iCarly, in der sie eine eigene Webshow kreiert.

Neds ultimativer Schulwahnsinn
Daniel Curtis Lee: Er spielt in der Serie Neds besten Freund Cookie, einen PC Freak. Zudem ist er für einige lustige Situationen verantwortlich. Daniel Curtis Lee hat ebenfalls eine starke Mimik und konnte mich mit seiner verpeilten Art für sich gewinnen. Leider ist er momentan in keinen Projekten zu sehen.

Zoey 101 
Paul Butcher: Er spielt Dustin, Zoeys jüngeren Bruder. Er ist ein wahres Energiebündel und hat die Rolle des quirligen Jungen wunderbar ausgefüllt.


Und Du?

Kennst Du eine der Serien?
Wie hat sie Dir bzw. haben sie Dir gefallen?
Welche Serien hast Du in Deiner Pubertät geschaut?

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Quellen
Wikipedia - Dan Schneider
Wikipedia - Drake & Josh
Wikipedia - Neds ultimativer Schulwahnsinn
Wikipedia - Zoey 101

Mittwoch, 7. Juni 2017

Emma fällt aus! Freiburger Bücherstammtisch in Gefahr? - Der Bericht aus dem Juni

Foto: A. Mack


Der Countdown 

Während ich am Morgen noch die Bücher für das Stammtisch Treffen heraussuchte, musste ich sehr bald feststellen, dass meine Bücherstammtisch Teilnahme im Juni wohl auf der Kippe stehen sollte. Schwindel machte sich breit und ein Kreislaufproblem lud sich - ohne meine Erlaubnis - bei mir ein und beschloss mir den Nachmittag über Gesellschaft zu leisten.
Na, toll! Da ist einmal im Monat Freiburger Bücherstammtisch und ich fall aus. Besonders ärgerlich war es auch, weil wir diesmal ein neues Gesicht begrüßen durften und wir im Gegensatz zum Mai Treffen trotz Pfingstwochenende eine große Runde waren. Ihr könnt euch also vorstellen, wie sehr ich mich geärgert habe...


Die Crowd übernimmt das Kommando 

Und wieder einmal zeigt sich: Was wäre ich ohne meine Crowd? Schnell übergab ich das Kommando an Isona und emion. Als die Gruppe dann beisammen war, rief ich nochmal kurz an, um sicherzugehen, dass die wichtigsten Punkte besprochen wurden.
Dann waren die Crowd-Mitglieder an der Reihe, die mich hoffentlich während meiner Abwesenheit gut vertreten haben.


Top und Flop Buchcover 

Wie der Titel schon sagt, sollten hier die besten und unpassendsten Buchcover gekürt werden. Ich wollte eigentlich mit folgenden Exemplaren ins Rennen gehen:

Bild von Ullstein 
In An dem Tag, als Lotto-Klara in mein Taxi stieg, geschrieben von Florian Herb, geht es um den Taxifahrer Alvaro, dessen außergewöhnlichster Fahrgast die ruhige und beinah schüchterne Klara ist. Sie ist auf der Flucht. Und zwar vor ihrer Familie. Die haben es nämlich auf den Lottogewinn der Dame abgesehen... 
Das Cover passt leider überhaupt nicht zu der Geschichte. Es vermittelt eher den Eindruck, dass es hier um ein Kinderbuch gehen könnte. Dennoch lässt sich erahnen, dass es wohl auch humorvoll ist. Lustig ist das Buch allemal. Die Geschichte bietet aber auch mehr als Oberflächlichkeiten und lässt uns daran teilhaben, wie Alvaro und Klara zu sich selbst finden.

Bild von Argon Verlag

Silber - Das erste Buch der Träume war das erste Buchcover seit langem, dass mich im Buchladen faszinieren konnte. Das liegt wahrscheinlich nur an dem Auge :-) In Kerstin Giers Trilogie geht es um Protagonistin Liv, die nicht nur eine blühende Fantasie hat, sondern auch verrückte Dinge träumt. Ganz besonders ein Traum geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Dieser Traum ist erst der Anfang einer abenteuerlichen Geschichte... 

Und der Bücherstammtisch? Mein WhatsApp Konto platzte vor Bildern. Nicht etwa voller mitgebrachter Buchcover. Isona und emion hatten kurzerhand ein Buchcover Quiz organisiert. Und ich wunderte mich schon, wie sie es geschafft hatten, die Bilder innerhalb kurzer Zeit so zu bearbeiten, dass Titel und Autor fehlten. 
Zum Schluss bekam ich noch eine verdattere Sprachnachricht von emion in der sie fragte: "Was? Das ist ein Kochbuch? Da ist doch gar kein Essen drauf..." 
Mein Eindruck aus der Ferne: Eine abenteuerliche Reise durch die bunte Welt der Buchcover. 


Top und Flop Bösewichte 

Ich habe mich riesig über die Kategorie gefreut, da ich schon seit mindestens drei Stammtischtreffen ein bestimmtes Buch mitbringen wollte. Ja, der Ärger war groß. Aber der Titel wird sicher noch in ein anderes Treffen passen. Nur die Wahl des nervigen Bösewichts fiel mir nicht so leicht. Aber kommen wir nun zu meinen Finalisten: 

Bild von 
der hörverlag 

Schon häufiger habe ich euch von der Shaodowmarch Reihe erzählt. Die Reihe aus der Feder von Tad Williams bietet einen Haufen düsterer Gestalten. Am meisten genervt haben mich hier aber die Tollys. Die Familie ist mit den Zwillingen Barrick und Briony verwandt, welche rechtmäßig über Südmark herrschen. Doch durch einen Putschversuch machen sie den Zwillingen den Thron streitig. Und da die Reihe insgesamt vier Bände bietet, warten noch die ein oder anderen Intrigen der bösen Verwandtschaft. 



Bild von Piper

Wer etwas über Bösewichte lernen möchte, muss unbedingt Sommerfalle von Debra Chapoton lesen. Unser Bösewicht entführt Protagonistin Rebecca, die es irgendwie schafft, sich aus ihrem Gefängnis zu befreien. Doch an dieser Stelle beginnt die Jagd erst richtig. 
Das Verhalten des Bösewichts möchte ich keinesfalls gutheißen. Dennoch werden viele Kapitel aus seiner Sicht erzählt und der Leser bekommt ein Gefühl dafür, was ihn zu dem Mensch machte, der er letztendlich ist. Schön fand ich, dass er trotz des Antagonisten Daseins nicht durchaus böse dargestellt wurde. 

Und die Bücherstammtisch Truppe? Hier wurde das Böse unterschieden. Zum einen gab es die grundlos bösen Charaktere. Sie waren einfach nur böse und der Leser hatte keinen Plan warum. Schnell war sich die Gruppe einig, dass diese Charaktere unrealistisch waren. Als Beispiel hierfür musste niemand Geringeres als Dolores Umbridge aus Harry Potter herhalten. Stephen King soll übrigens mal gesagt haben, dass Umbridge nach Hannibal Lecter, der beste Bösewicht - oder besser Bösewichtin? - ist.
Dann gab es noch diese Bösewichte bei denen man nachvollziehen kann, warum sie böse geworden sind. Musterbeispiel hierfür ist natürlich Voldemort, ebenfalls aus der Harry Potter Reihe.
Zu guter letzt gibt es auch diese Charaktere bei denen man sich nie ganz sicher sein kann, auf welcher Seite sie wirklich stehen.

Außerdem wurden an bösen Charakteren Claire Zachanassian aus Der Besuch der alten Dame und die Tante eines gewissen Akkarin aus Die Gilde der schwarzen Magier erwähnt. Zitat aus dem Bücherstammtisch Chat: "Die ist so krass. Die isst sogar zerbrochene Flaschen."
Nachgelegt wurde dann noch: "Und sie wollte, dass ihr Neffe was tut anstatt zu chillen. Ganz klar, das pure Böse."
Ihr lest: Es ging hoch her. 


Neugierig? 

Bücherstammtisch in Freiburg? Das will ich auch! 
Dann tritt doch am besten unserer Facebook Gruppe oder dem Mailverteiler (EmmaZecka@gmx.de) bei um auf dem Laufenden zu bleiben. Über beide Optionen werden dieselben Infos verschickt. 

Heute endet übrigens die Umfrage über das erste Buch, das wir gemeinsam lesen möchten. Du willst noch schnell mitmischen? Dann auf in die Facebook Gruppe! 

Samstag, 3. Juni 2017

Infernale

Bild von cbj audio
Steckbrief

Name: Infernale (auch als Buch erhältlich)
Autor: Sophie Jordan
Verlag: cbj audio
Geeignet für: Fans von Dystopien oder Friederike Walke
Gelesen oder gehört: gehört als gekürzte Lesung
Sprecher: Friederike Walke
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Klappentext 

(von cbj audio

"Kannst du dich deiner Bestimmung entziehen?

Als Davy positiv auf das Mördergen Homicidal Tendency Syndrome (HTS) getestet wird, bricht ihre Welt zusammen. Sie muss die Schule wechseln, ihre Beziehung zerbricht und ihre Freunde fürchten sich vor ihr. Aber sie kann nicht glauben, dass sie imstande sein soll zu töten. Doch Verrat und Verstoß zwingen Davy zum Äußersten. Wird sie tatsächlich zu einer Mörderin?"


Meine Meinung 

Auf den letzten Metern des Monats Mai habe ich den ersten Band diese wunderbaren dystopischen Reihe beendet. Die Geschichte hat mich gefesselt und bringt zudem einiges an Diskussionsstoff mit. Aber beginnen wir wie immer von vorne... 

Gestaltung 
Gelesen wird die Dystopie von Friederike Walke. Die Sprecherin konnte sich nicht nur in verschiedene Charaktere hineinversetzen, sondern hat die bedrückende Stimmung von Infernale in mein Zimmer gebracht. Ich hab es kaum ausgehalten, zu hören, welche Ungerechtigkeit der Protagonistin Davy widerfährt. 
Von ihrer Art zu lesen, hat mich Friederike Walke sehr an Maria Koschny erinnert. Als ich mein erstes Hörbuch von Maria Koschny gehört habe, überkam mich eine ähnliche Stimmung. Charaktere gefangen in einer ausweglosen und ungerechten Situation. Diese Stimmung in Worte zu fassen und die richtige Betonung zu finden, schaffen nicht viele Sprecher. FRiederike Walke und Maria Koschny hingegen bringen ganz viel Potential mit. 

Inhalt 
Davy, ein ganz normales Mädchen, wird positiv auf das HTS Gen, das Mördergen, getestet. Ihre Welt bricht zusammen. Freunde wenden sich von ihr ab, ihre Familie ist hilflos. Ihre Zukunft? Dahin! Sie muss die Schule wechseln und wird ab sofort isoliert von normalen Schülern gemeinsam mit anderen Trägern unterrichtet. Doch viel Zeit sich an die neue Situation zu gewöhnen bleibt nicht... 

Der Plot von Infernale ist einfach gehalten. Dennoch hat er mich sehr bewegt, weil das Prinzip auf viele Geschichten angewendet werden kann. Was passiert, wenn eine Gesellschaft Menschen aussortiert und sie in eine Randgruppe steckt? Welche Auswirkungen hat das? Der Inhalt ist aktueller denn je. 

Infernale hat mich an die Judenverfolgung erinnert. In Infernale werden normale Menschen nur aufgrund eines positiven Gentests in eine Schublade gesteckt und als gewalttätig und potentielle Mörder abgestempelt. Egal, ob sie überhaupt gewaltbereit sind. Ihr gesamtes Verhalten wird von der Gesellschaft in eine negative Richtung gedeutet.
Darüber wie Juden während des zweiten Weltkriegs behandelt wurden, muss ich ja nicht mehr viel erzählen. Da habt ihr - hoffentlich - im Geschichtsunterricht schon viel darüber gehört. Während die HTS-Träger in Infernale nur ausgegrenzt, beleidigt und in Lager abgeschoben wurden, sind Juden im "echten" LEben ermordet worden. Und ich hatte den Eindruck, dass es auch bei Infernale nicht mehr weit davon entfernt ist, bis die ersten HTS-Träger sterben. Die Stimmung war aufgeheizt. Und das war mehr als deutlich spürbar.

Während Davy noch zu Beginn der Geschichte argumentiert, dass sie sich trotz den Gens nicht geändert hat, muss sie sehr schnell feststellen, dass es ihr Umfeld nicht großartig interessiert. Sie wollen sie nicht mehr dabei haben. Argumente hin oder her. Und so bleiben ihr nur noch die anderen Träger. Menschen, die ebenfalls positiv getestet wurden und sich ihr Schicksal nicht aussuchen konnten. 

Spannung 
Sophie Jordan spinnt das Netz aus Handlungssträngen gekonnt. Während sich Davy zu Beginn der Geschichte noch mit dem Verlust ihres "alten" Lebens auseinandersetzen muss, taucht sie Stück für Stück in den Träger Alltag ein. Sophie Jordan lässt uns schonungslos daran teilhaben, was die Gesellschaft von Trägern hält und wie sie gedenkt, diese zu behandeln. Als es dann zum Höhepunkt der Geschichte kommt, befürchtete ich schon, dass ein Cliffhänger auf mich wartet. Glücklicherweise wird die Situation aufgelöst. Dennoch bleibt genug Spannung für den zweiten Band zurück. 

Schreibstil 
Sophie Jordan hat einen fesselnden Schreibstil. Sie schreibt die Geschichte aus der Sicht von Ich-Erzählerin Davy, die ihre Welt sehr reflektiert betrachtet und Situationen schnell erfassen kann. Gerade das sorgt beim Leser dafür, dass wir hautnah an ihrem Leben teilhaben. 
Außerdem gibt es in Infernale tolle Dialoge, welche die Stimmung der Dystopie treffend untermalen. 

Gesamteindruck 
Infernale hat mich positiv überrascht. Der ein oder andere angedeutete Handlungsstrang war für mich zwar vorhersehbar, dennoch konnte ich mich kaum von der Geschichte trennen. Teilweise saß ich fassungslos vor meinem Hörbuch und fragte mich, was passieren muss, damit Menschen einem Gentest mehr Bedeutung schenken, als der Person, die ihnen gegenübersitzt. Fassungslosigkeit ging in Sprachlosigkeit über. Ich litt hier und da mit Davy und den anderen Trägern und fragte mich zunehmend, wie sie dieser Welt nur entkommen konnten. 

Während der zweite Band von Infernale bereits in Buchform erschienen ist, gibt es leider die traurige Nachricht, das vorerst kein Hörbuch geplant ist, was ich persönlich sehr schade finde. Die Produktion ist definitiv eins a und ich hoffe, dass Infernale viele Hörer begeistern wird. 

Freitag, 2. Juni 2017

Lesemarathon Fazit Mai 2017

Foto: A. Mack
Hallo ihr Buchlinge,
wieder einmal ist ein Monat vorbei und es wird Zeit für einen Rückblick auf unsere Lesemarathon Statistik. Wie ihr in meinem MOnatsrückblick schon erkennen konntet, war mein Lesemonat nicht ganz so berauschend. Skyara und Isona hingegen gehen ab wie die Schnitzel!
Aber erstmal von vorne...

Lesemarathon - Was ist das? Inklusive Teilnehmerliste --> HIER KLICKEN
Wer jetzt erst von der Idee erfährt: Der Einstieg ist jederzeit möglich.


Isonas Fazit des Lesemarathons

Stand: 31.05.17

Gelesene Seiten: 398 + 464 + 528 + 448 + 480 + 432 + 308 = 3058

Gelesene Zeit: Das bleibt geheim :P (Ich glaube, ich verweigere mich strikt dem eigentlichen Sinn des Lesemarathons)

Coolster Charakter des Monats: Isaac Vainio. DER Nerd schlechthin! Verdammt, warum ist er bloß nur ein Buchcharakter und ich kein Libriomant.

Und natürlich Ronan aus der Raven Circle Reihe. Er ist einfach so cool. Bäm! Ne, BÄM! :D

Schönster Handlungsort: Hm, die unsichtbare Bibliothek aus »Die unsichtbare Bibliothek«. Oder die London-Parallelwelt aus dem gleichnamigen Buch :)

Bester Plot: Ronans Geschichte in den Raven Circle Bänden. Aber: SPOILER! ;)

Der beste Satz des Monats:

»Es war eine Sache, auf mich zu schießen, aber meine Bücher zu zerstören ...« (Jim C. Hines: Die Buchmagier, Seite 85 f.)

Deine Eindrücke:
Während der April so vor sich hindümpelte, hab ich im Mai richtig losgelegt (6 meiner gelesenen Bücher habe ich im Mai verschlungen).


Insgesamt gelesen im April und Mai:
»Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry« von Rachel Joyce
»Wen der Rabe ruft« von Maggie Stiefvater
»Wer die Lilie träumt« von Maggie Stiefvater
»Was die Spiegel wissen« von Maggie Stiefvater
»Wo das Dunkel schläft« von Maggie Stiefvater
»Die unsichtbare Bibliothek« von Genevieve Cogman

Und noch nicht beendet: »Die Buchmagier« von Jim C. Hines


Emmas Fazit des Lesemarathons 

Stand: 31.05.17

Gelesene Seiten / gehörte Tracks: 117 Seiten, 107 Tracks
Gelesene Zeit: 14 h 54 min

Coolster Charakter des Monats: Ich kann mich nicht entscheiden. Und zwar vergebe ich den Titel in diesem Monat an zwei Charaktere aus Infernale. Nämlich an Sean und den Bruder der Protagonistin Davy.
Sean glaubt, er ist ein Niemand. Dennoch setzt er sich für Andere ein und hilft wo er nur kann. Obwohl ihm das selbst nicht ganz so bewusst ist.
Davys Bruder lässt sich nicht davon beeindrucken, dass seine Schwester positiv auf das Mördergen getestet wurde (mehr Infos siehe bester Plot). Er behandelt sie wie einen normalen Menschen und wendet sich nicht von ihr ab.

Schönster Handlungsort: Oh Mann! Auch in diesem Monat waren die Handlungsorte meiner Bücher nicht wirklich berauschend. In Das Buch der Spiegel war ein zentraler Handlungsort das Haus, in dem Professor Weider ermordet wurde. Da möchte ich definitiv nicht hin, zumal ich en Professor auch nicht wirklich mochte.
Dann gibt es ja noch die fiktive Welt von Irrlichtfeuer. Die Geschichte scheint in einer gefährlichen Gegend zu spielen. Daher zieht es mich auch hier nicht wirklich hin.
Und in Infernale? Hier gibt es entweder die Welt der Normalen, die sich von irgendwelchen Tests blenden lassen und andere verurteilen oder die Lager in denen Menschen, die positiv auf das Mördergen getestet wurden, untergebracht werden. Also auch kein wirklich schöner Ort.

Bester Plot: Ganz eindeutig die Handlung von Infernale. Hierbei handelt es sich um eine Dystopie. Protagonistin Davy wird positiv auf das Mördergen HTS getestet. Ihre Welt bricht zusammen. Sie muss die Schule wechseln und wird fortan gemeinsam mit anderen Trägern unterrichtet, ihr Freundeskreis und ihre Eltern wenden sich von ihr ab. Hinzu kommt auch, dass nun eine über Davys Leben entscheiden darf, was die ganze Sache nicht gerade besser macht.
Warum mir der Plot so gut gefällt? Die Geschichte lässt sich auf viele Szenerien übertragen. Hier wird wunderbar beschrieben, was mit Randgruppen passieren kann. Außerdem hat mich das Buch wirklich sehr stark an den Holocaust erinnert. Aber dazu gibt's vielleicht mehr Infos in der Rezension.


Der beste Satz des Monats (natürlich mit Quellangabe)

"Leute in seinem Alter konnte man nicht mehr ändern. Man konnte sich nur in Geduld üben." aus Irrlichtfeuer von Julia Lange S. 159

Infernale bietet ebenfalls eine Hand voll richtig guter Zitate. Leider war ich so gebannt von der Geschichte und habe deswegen keine Zitate mitgeschrieben.

Deine Eindrücke: 
Im Mai fiel es mir etwas schwerer, mich dem Lesemarathon zu widmen. Das lag zum einen daran, dass mich Das Buch der Spiegel nicht wirklich packen konnte und ich deswegen nicht ganz so motiviert war, in der Geschichte weiterzukommen.
Mich nervt es zudem, dass ich so lange brauche um Bücher zu lesen. Deswegen hab ich mir vorgenommen - wahrscheinlich lacht ihr mich jetzt aus :-) - pro Monat mindestens 50 Seiten zu lesen. Das ist nicht viel aber für mich hoffentlich schaffbar.

Außerdem geht es bei mir langsam wieder in Richtung Klausuren. Und mir ist klar, wenn ich jetzt hinter Büchern verschwinde, werde ich ganz bestimmt nicht lernen :)
Ich vermute,  dass der Juni daher auch sehr bescheiden wird.


Skyaras Lesemonat von Mai 

Gelesene Seitenzahl: 23 + 378 + 208 + 164 + 259 + 65 = 1.097 Seiten
Gelesene Zeit: ca. 38 Stunden

Yeeeesssss! Ich war diesen Monat ja mal so was von lesefreudig!!!! Ich habe einen Rekord aufgestellt! Ich denke so viel wie diesen Monat, habe ich tatsächlich noch nie gelesen!

Mein bester Satz des Monats: „Ich glaube der Kater hier hat morgen einen gewaltigen Kater.“ Aus Secret Elements – Im Auge des Orkans, Kapitel 14.

Ich hab‘s ja schon mal gesagt, dass es mir dieser russische Kater namens Ivan irgendwie angetan hat. Aber es ist einfach zu lustig, wenn man Russen davon sprechen hört, wie trinkfest sie doch sind, sobald man ihnen aber was anderes als „klaren“ Stoff hinstellt, sind sie in null Komma nix beduselt, das sie’s im Regelfall, nicht gewohnt sind … Somit ist auch wieder mal ganz klar, welches meine liebste Figur ist!;-D

Was den schönsten Handlungsort angeht: Ich bin immer noch fasziniert vom Smaragdwald aus der Secret Elements Reihe! Wälder sind einfach was Wunderschönes und dieser ist noch dazu magisch!

Die Geschichte um Jay und Lee aus Secret Elements und die Geschichte um Lysanna und Aerthas aus den beiden Elesztrah Bänden („Feuer und Eis“ sowie „Asche und Schnee“) haben es mir beide irgendwie angetan. Ich kann mich für keinen der beiden entscheiden. Zwischen Jay und Lee liegt diese Spannung in der Luft, bei der man einfach weiß, dass die beiden zusammengehören. Bei Lysanna und Aerthas sind es unglaublich verzwickte Lebensumstände und Schicksale die einen immer wieder Bangen lassen!

Das Buch „Saramo und die Sieben Feuer – Eine Geschichte von Macht und Zweifel, Liebe und Kampf“ konnte ich nun endlich abschließen. Auch wenn ich froh bin, endlich fertig geworden zu sein, habe ich dieses Buch dennoch mit einem positiven Gefühl beenden können!

Insgesamt habe ich fertig gelesen: 
Saramo und die Sieben Feuer – Eine Geschichte von Macht und Zweifel, Liebe und Kampf von Raphalea Yamada, 
Elesztrah 2 „Asche und Schnee“ von Fanny Bechert, 
Secret Elements – Im Auge des Orkans von Johanna Danninger, Gilde der Jäger – „Magische Verführung“ und „Engelskuss“ von Nalini Singh

Momentan am Lesen: 
Gilde der Jäger – „Engelszorn“ von Nalini Singh
In meiner Vorschau: „Starters“ und „Enders“ von Lissa Price mit jeweiligen Zusatzporträts.


Mittwoch, 31. Mai 2017

GE(H)LEBT Mai 2017

Gelesen im Mai

Lesetechnisch ging im Mai wirklich überhaupt nicht viel. Gerade mal ein Hörbuch habe ich beendet. Nämlich Das Buch der Spiegel Und das hat mir ehrlich gesagt auch nicht ganz so gut gefallen. Warum? Das könnt ihr entweder in der Podcast Folge nachhören oder in der Rezension lesen.
Dann habe ich mit Infernale begonnen und bin erstaunlich gut in die Geschichte rein gekommen, was wahrscheinlich auch an der Sprecherin Friederike Walke liegt.
Zudem habe ich Irrlichtfeuer weitergelesen und verstehe langsam aber sicher, wie die Handlungsstränge miteinander verwoben sind. Deswegen bin ich wieder etwas motivierter an der Geschichte dran zu bleiben.





Beendet:
Das Buch der Spiegel

Ich lese:
Irrlichtfeuer von Julia Lange
Infernale von Sophie Jordan

Neu eingezogen:
Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch von Michael Ende gelesen von Christoph Maria Herbst Die Tribute von Panem (alle Bände) von Suzanne Collins gelesen von Maria Koschny


Gefunden im Netz 

Google Analytics einfach erklärt
Sandy von Tintenmeer bringt Licht ins Dunkle und erklärt uns die wichtigsten Funktionen von Google Analytics. Ich nutze das Programm seit Dezember und kannte ein paar der vorgestellten Funktionen noch gar nicht.
Daher: Ein sehr lesenswerter Artikel!
Zum Artikel --> HIER ENTLANG

Jess ESC Erlebnis
Jess von Freakin-Minds hat dieses Jahr ebenfalls den ESC verfolgt. Wie sie den Abend erlebt hat, könnt ihr in ihrem Blogbeitrag nachlesen.
Zum Artikel - HIER ENTLANG


Neues vom Freiburger Bücherstammtisch

Es ist ein Ende für das Raumproblem in Sicht 
Einige von euch haben es wahrscheinlich schon mitbekommen: Wir sind mittlerweile eine stabile Gruppe, die aber noch keinen festen Raum hat. Deswegen habe ich im April mal eine Mail an eine potentielle Stelle verschickt und im Mai kam eine Antwort, ich solle im Juni mal vorbeikommen, damit Details geklärt werden können. Ich bin wahnsinnig erleichtert und freue mich auch total, wenn das an dem Ort klappt. An welchem Ort wir uns treffen werden, verkünde ich erst, wenn alles hieb- und stichfest ist.
Außerdem habe ich die kleine Hoffnung, dass sich ein paar anonyme Bücherstammtisch Mitglieder trauen, vorbeizukommen, wenn die Raumfrage dann endlich vom Tisch ist.

Berichte von den Bücherstammtisch Treffen 
Bisher habe ich mich ja immer ein bisschen vor den Berichten zum Freiburger Bücherstammtisch gedrückt. Das lag einfach daran, dass ich unsere Treffen schlecht in Worte fassen konnte und nicht immer dasselbe schreiben wollte. Nun ist aber Schluss: Diesen Monat ist der erste offizielle Bücherstammtisch Bericht online gegangen. Zwar noch nicht perfekt, aber ich übe :-)


Was passiert hinter den Kulissen? 

Konserven aufgebraucht - Leere? 
Es ist schon ein komisches Gefühl zu wissen, dass jetzt alle Rezensionen, die ich jemals auf einem Blog veröffentlicht habe - wenn sie nicht zwischenzeitlich heimlich bei einem digitalen Umzug ausgemistet wurden - nun endlich veröffentlicht sind.
Allerdings heißt das auch, dass es die nächsten Wochen wahrscheinlich etwas ruhiger werden wird. Es gibt dann vorerst keine zwei Posts innerhalb einer Woche, sondern vielleicht nur einen oder auch mal eine Woche komplette Stille. Ich hoffe jedenfalls, dass ich eine Routine hinbekomme - ein paar Beiträge sind bereits geplant - und ihr trotzdem gern hier vorbeischaut.
Aus diesem Grund habe ich auch die kleine Rubrik-Umfrage wieder ins Leben gerufen, um einfach einen groben Überblick zu haben, welche Beiträge euch überhaupt interessieren.

Lesemarathon jetzt immer am zweiten Tag des neuen Monats 
Die Crowd und ich sind der Meinung, dass es für uns alle um einiges entspannter ist, wenn wir die Lesemarathon Beiträge nicht direkt nach dem Monatsrückblick veröffentlichen, sondern ein Tag Pause zwischen den Beiträgen ist.


Und sonst so? 

Langsam aber sicher geht es wieder in Richtung Prüfungszeit und ich verbringe mehr Zeit hinter Fachbüchern oder in Gesetzestexten als in Romanen. Aber im Juli wird sich das hoffentlich wieder etwas ändern. Zumindest bis es dann mit der Bachelorarbeit losgeht.
Und was gibt es bei euch Neues?


Was gab's zu erzählen? 

Rezensionen aus der Konserve 
Nichts - Was wichtig ist 
Der Seelenbrecher
Der Nachtwandler
Konferenz der Tiere

Lesemarathon 2017 
Das Fazit für April

Literatur / Kultur hautnah 
Die LBM17 - Ein Mehrteiler - Teil 3 
Max Giesinger live beim Freiburger Festival

Der Freiburger Bücherstammtisch 
im Mai

GE(H)SCHAUT 
Der ESC 2017

TAG
Und raus bist du TAG 


Gehört im Mai 

Der Mai stand wieder im Zeichen des ESC. Allerdings macht es jetzt wenig Sinn, die bereits verlinkten Lieder nochmal zu teilen. eswegen verweise ich einfach ganz auffälig auf meinen ESC Bericht.
Im Mai habe ich zwar meine Playlist auf Vordermann gebracht. Dennoch habe ich das GEfühl, dass ich immer dasselbe höre. Wie ist das bei euch?
Dennoch, damit dieser Beitrag nicht ganz so stumm wird, möchte ich hier eines meiner Lieblingslieder einbauen.




In diesem Sinne... 

wünsche ich euch natürlich einen guten Start in den Juni.

Freitag, 26. Mai 2017

Und raus bist du TAG

Hallo ihr Buchlinge da draußen,
wie bereits schon mehrfach in den Social Media Kanälen angekündigt, gibt es jetzt endlich eine neue Podcast Folge. Diesmal habe ich mir ein Crowd Mitglied mit an Bord geholt. Und zwar habe ich emion überredet, gemeinsam mit mir den "Und raus bist du!"-TAG zu beantworten.
Ich hoffe, es wird lustig und unterhaltsam und nicht allzu peinlich für uns... :-)
Wir freuen uns auf eure Rückmeldung!



Die Fragen: 

1. Du hast nur noch einen Platz im Buchstabier-Wettbewerb-Team frei: Wer wird dein Team vervollständigen?
2. Diese beiden Charaktere versuchen, dich zu töten: Welchen tötest du zuerst, damit du beim zweiten eine bessere Chance hast?
3. Du bist der Bachelor / die Bachelorette: Die folgenden Charaktere sind die Finalisten. Wer bekommt von dir die letzte Rose?
4. Du wurdest für die Hungerspiele ausgewählt. Welcher der beiden Charaktere würde sich freiwillig melden, um für dich zu kämpfen?
5. Du bist mit diesen beiden Personen auf einer einsamen Insel gelandet. Wen würdet ihr opfern, damit ihr ihn essen könnt?
6. Du wirst der neue Comic-Held von DC oder Marcel. Wer ist dein Sidekick?
7. Du bist der Manager eines weltweiten Super-Konzerns. Wer wird gefeuert, weil seine Kommunikations-Skills zu mangelhaft sind?
8. Du hast ein Buch beendet in dem dein Lieblingscharakter stirbt. Mit welcher Person tröstest du dich?
9. Schulzeit: Wer wäre eher ein Teil der Stars der Schule?
10. Es ist dein Geburtstag. Welcher der folgenden zwei, würde am ehesten vergessen, dir zu gratulieren?
11. Du hast einen neuen aufstrebenden Booktuber gefunden: Wer von diesen beiden wäre es?
12. Pyjama Party: Leider kannst du nur einen der beiden Charaktere einladen. Wer ist es?
13. Zack: Du bist schwanger. Wer ist der Vater?
14. Du hast gerade eine wichtige Nachricht verschickt. Welche der beiden Personen liest sie, aber antwortet nicht darauf?
15. Es ist Frühstückszeit: Wer steht in der Küche und macht dir das Frühstück?

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Da emion die Buchblogger Community noch nicht so kennt und ich absolut keine Ahnung habe, wer den TAG schon gemacht hat, dürft ihr euch einfach ALLE getagged fühlen. 
Wir freuen uns auf eure Antworten. 


Nichts - Was im Leben wichtig ist

Bild von
 Hanser Verlage

Steckbrief

Name: Nichts - Was im Leben wichtig ist (auch als Hörspiel vorhanden)
Autor: Janne Teller
Verlag: Hanser Verlag
Geeignet für: Menschen, die gerne philosophische Bücher lesen,
Gelesen oder gehört: gelesen in deutscher Sprache
Bewertung: 4 von 5 Punkten



Klappentext 


(Klappentext von Buchhandlung Rombach)


"Als der 14-jährige Pierre Anthon seine Klasse mit den Worten verlässt »Nichts bedeutet irgendetwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun«, stehen seine Mitschüler unter Schock. Denn kann es wirklich sein, dass nichts eine Bedeutung hat? Nicht die erste Liebe? Nicht das Lernen in der Schule? Nicht das Elternhaus, die Geschwister, der Glaube an Gott oder das eigene Land? Gemeinsam wollen die Schüler dem aufsässigen Pierre Anthon das Gegenteil beweisen und sammeln auf einem Berg der Bedeutung alles, was ihnen lieb und teuer ist. Doch was harmlos beginnt, wird bald zu einem Experiment, in dem es kein Halt und keine Grenzen mehr gibt - als selbst Tiere geopfert werden, ein Finger und die Unschuld eines Mädchens ..."

Wie ich zu dem Buch kam 

In letzter Zeit misten wir zu Hause unsere Bücherregale aus. Da ich die Einzige in unserer Familie bin, die Romane liest, konnte ich das ein oder andere Buch erfolgreich in meinen Besitz bringen.


Meine Meinung 

Pierres Mitschüler sind ratlos. In der Schule bekommen sie vermittelt, dass alles irgendeine Bedeutung hat. Sie glauben daran, in ihrem Leben etwas verändern zu können. Dann behauptet ihr Klassenkamerad etwas völlig anderes: So gerät das Bild der heilen Welt ins Wanken.

Der 7A geht Pierre Anthon, der Tag ein Tag aus auf seinem Pflaumenbaum sitzt und 'Weisheiten' in der Gegend herum brüllt, ziemlich auf die Nerven. Sie wollen ihm beweisen, dass es Dinge gibt, die doch etwas bedeuten.
So kommen sie auf eine Idee: Sie bauen einen Berg aus Bedeutung! Was anfangs noch auf materiellen Gegenständen beruht, entwickelt sich schnell zu einer Mutprobe.


Der Einband des Buches ist sehr einfach gehalten. Während Autor, Name des Buches und das Genre in verschiedenen Farben dargestellt werden, ist der Hintergrund in Weiß dargestellt, was dafür sorgt, dass sowohl der Klappentext, als auch die Vorderseite gut lesbar sind.

Die Handlungsstränge sind ebenfalls einfach gehalten. Allerdings hat es die Geschichte trotzdem in sich. Das Buch setzt sich mit der These, ob irgendetwas, was bedeutet, gut auseinander. Teller geht hier wunderbar auf das Thema ein und baut die Geschichte auch ziemlich gut aus. 


Für mich ist es, wie bei dem Roman "Die Welle" oder dem Film "Das Experiment" schwer vorstellbar, dass eine Sache, die so einfach beginnt, so schnell außer Kontrolle geraten kann.


Spannend ist das Buch aufgrund seiner verschiedenen Charaktere und der Ausgangssituation allemal. Jeder muss etwas zum "Berg der Bedeutung" beisteuern. Es wird schnell klar, an welcher Stelle einzelne Klassenkameraden ihren wunden Punkt haben. Faszinierend zu beobachten ist, dass alle darauf beharren, dass jeder seinen Beitrag ableisten muss. Egal, ob es sich hier um Absatzschuhe oder den rechten Finger (!) handelt.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieses Buch unbedingt im Deutschunterricht gelesen werdne sollte. Gerade, weil es viel Diskussionsstoff bietet und vom Schreibstil her, leicht zu erfassen ist. 


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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht. 

Dienstag, 23. Mai 2017

Das Buch der Spiegel

Bild von der hörverlag
Steckbrief 

Name: Das Buch der Spiegel (auch als Buch erhältlich)
Autor: E. O. Chirovici
Verlag: der hörverlag
Geeignet für: Krimifans
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürzte Fassung
Sprecher: Volker Lechtenbrink, Stephan Kampwirth, Sebastian Rudolph, Jonas Nay, Sascha Rotermund,
Bewertung: 2 von 5 Punkten


Klappentext 

(von der hörverlag

"Die Wahrheit des Einen ist die Lüge des Anderen

Als der Literaturagent Peter Katz ein Manuskript des Autors Richard Flynn erhält, ist er sofort fasziniert. Flynn schreibt über die Ermordung des berühmten Professors Joseph Wieder in Princeton – vor über zwanzig Jahren. Der Fall wurde nie aufgeklärt, und Katz vermutet, dass der mittlerweile unheilbar kranke Flynn den Mord gestehen oder den Täter enthüllen wird. Doch Flynns Text endet abrupt. Katz will den Autor kontaktieren, aber er kommt zu spät, denn Flynn ist zwischenzeitlich verstorben. Besessen davon, das Ende der Geschichte zu erfahren, versucht Katz, Laura Baines ausfindig zu machen, die als Studentin auf undurchsichtige Weise mit Wieder verbunden war. Doch je tiefer Katz in den Fall eindringt, desto mehr scheint er sich von der Lösung zu entfernen. Denn im Spiegel der Erinnerung sieht er mehr als nur eine Wahrheit ..."


Meine Meinung 

Die Handlung von Das Buch der Spiegel verspricht Spannung. Wer hat Professor Wieder ermordet? Richard Flynn, der mittlerweile verstorben ist? Laura Baines, die den Professor während ihres Studiums kennenlernte? Oder gab es vielleicht noch einen ganz anderen Verdächtigen?
Ich war gespannt auf die Geschichte, musste aber schnell feststellen, dass sie mich nicht fesseln konnte.

Gestaltung 
Da es in Das Buch der Spiegel viele Charaktere gibt, braucht es auch mehrere Sprecher um die Handlungsstränge voneinander abzugrenzen.
Einerseits gab es hier Sprecher, die eine tolle markante Stimme mit Wiedererkennungswert hatten. Ich konnte ihnen gut folgen. Allerdings stellte ich am Ende fest, dass ich höchstens drei Sprecher erkannte. Das aber fünf Interpreten an dem Hörbuch beteiligt waren, war mir irgendwie entgangen. Das soll aber nicht heißen, dass sie untergegangen sind. An der Gestaltung habe ich, im Gegensatz zur Geschichte nichts auszusetzen.

Inhalt 
Wie oben schon angekündigt, ist die Grundidee von Das Buch der Spiegel wirklich spannend: Ein Literaturagent bekommt ein Manuskript, das sich mit einem ungeklärten Mordfall beschäftigt. Der Autor ist überraschend verstorben. Wer kann also das Rätsel lösen?

Und an dieser Stelle beginnt die Geschichte zu schwächeln. Peter Katz setzt alle Hebel in Bewegung um den Mordfall noch einmal aufzurollen und frischt dabei ein paar Kontakte auf, die Licht ins Dunkle bringen sollen. Wir begeben uns mit ihnen auf eine Reise in Flynns Vergangenheit.

Leider kam ich mit den Charakteren überhaupt nicht zurecht. Natürlich lag es nahe, dass wir auch etwas von ihrer Biografie mitbekamen. Immerhin gab es für sie ja auch ein Leben außerhalb des Kriminalfalls. Doch ich ertappte mich dabei, dass mich die Liebesgeschichten oder Eheprobleme nur bedingt interessierten. Ich wollte etwas über den Mordfall erfahren. Zudem hatte ich den Eindruck, dass die Charaktere oberflächlich dargestellt wurden. Mir wäre es lieber gewesen, Chirovici hätte ein paar Charaktere gestrichen und sich dafür auf die wesentlichen Figuren konzentriert.

Der Spannungsbogen konnte mich leider überhaupt nicht packen. Während mich zu Beginn des Hörbuchs noch interessierte, wer den Professor umgebracht hatte, ertappte ich mich schon bald dabei, wie meine Neugier nachließ.

Schreibstil 
Leider kann ich auch an dieser Stelle nichts Positives vermerken. Das, was mich an Chirovicis Schreibstil am meisten störte, war die Tatsache, dass die Handlung vorgekaut wurde. Es gab zwar viele Charaktere, die an dem Mordfall arbeiteten. Allerdings ging die Handlung sehr schnell in einen erzählenden Stil über. Wenn ein Reporter beispielsweise einen potentiellen Verdächtigen traf, gab es zu Beginn noch einen Dialog der dann aber schnell in eine Erzählung aus der Sicht des Reporters wechselte. Das fand ich hin und wieder zwar ganz nett, auf Dauer konnte es mich aber nicht bei Laune halten.

Gesamteindruck 
Ich habe bei Das Buch der Spiegel eigentlich mit einem Krimi gerechnet, der vielleicht auch Fantasy Elemente beherbergte. Immerhin wurde hier ja von Spiegeln geredet. Der Krimi bzw. Thriller Faktor war auch an manchen Stellen vorhanden. Hier spürte ich, dass es bedrohlich für Richard Flynn wurde. Doch dieses Gefühl ließ aufgrund des Schreibstils schnell wieder nach, sodass die Geschichte irgendwann vor sich hin plätscherte.

Es kann gut sein, dass ich Das Buch der Spiegel einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort gehört habe und es mir zu einem anderen Zeitpunkt vielleicht besser gefallen hätte. Momentan fällt es mir aber schwer, das Hörbuch weiterzuempfehlen.


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* Dieses Hörbuch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Samstag, 20. Mai 2017

Max Giesinger beim Freiburger Festival 2017

Daten und Fakten 

Wer: Max Giesinger und Band
Wann: am 27.04.17 um 20:00 Uhr
Wo: im Rahmen des Freiburger Festivals auf dem Gelände der Brauerei Ganter (Wodanhalle)
Normalpreis: 31,90 €
Für uns: Mit Gratis Begleitperson :-)


Über den Künstler 

Max Giesinger kommt aus einem Dorf bei Karlsruhe und macht schon ziemlich lange Musik. Er begann als Straßenmusiker und pendelte sogar von Karlsruhe nach Freiburg, um seine Musik in andere Städte zu tragen. Deutschlandweit wurde er dann durch seine Teilnahme an der ersten Staffel von The Voice of Germany bekannt. Er kam in das Team von Xavier Naidoo und schaffte es auf den vierten Platz. Danach zog es ihn in den Norden. Er spielte jede Menge Konzerte und finanzierte sein Debütalbum via Crowdfunding. Schließlich schaffte er im letzten Jahr mit seinem Hit 80 Millionen nicht nur einen tollen EM Soundtrack, sondern auch den Sprung in die vorderen Plätze der Singlecharts.

Max Giesinger
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Die Musik:
... Laufen Lernen
... Der Junge, der rennt


Freiburger Festival 

Zum zweiten Mal präsentiert KAROevents das Freiburger Festival auf dem Gelände der Brauerei Ganter. Das Festival geht über mehrere Tage. Neben Max Giesinger stehen auch Künstler wie Stefanie Heinzmann oder Milow auf der Bühne.

Freiburger Festival
... bei Facebook

Toll finde ich hier, dass der Veranstaltungsort so zentral gelegen ist. Die Straßenbahnhaltestelle befindet sich quasi vor der Haustür der Brauerei, sodass man nur noch wenige Meter zur Konzerthalle, die eigentlich eine Lagerhalle ist, gehen muss.


Der Countdown - Dinge, die man vor einem Konzertbesuch nicht erleben will 

Donnerstag Mittag: Die Aufregung steigt. Das Album wurde vor dem Konzert nochmal schön rauf und runter gehört, damit ich zumindest ein paar Lieder mitsingen kann nicht.
Dann der Moment der Abfahrt: Ich befand mich als erste am vereinbarten Treffpunkt und hatte mit viel Glück eine Bahn früher erwischt. Hier war ich schon etwas verwundert, da mir die Verbindung eigentlich gar nicht angezeigt worden war. Ich schrieb meinen Begleitungen und fragte nach dem Stand. Dann die Antwort: "Die Linie 1 hat eine Betriebsstörung." Ich war verwirrt. Schließlich war ich eben noch mit besagter Linie gefahren. Während Begleitperson 1 kurzerhand zu Fuß lief, Begleitperson 2 auf das Fahrrad gesetzt hatte, zitterte Begleitung 3 und hoffte, dass die Bahn noch losfahren würde, was glücklicherweise auch passierte.
Betriebsstörungen zählen wirklich zu den Dingen, die man vor einem Konzertbesuch nicht erleben möchte. Vor allem, wenn man auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen ist und sich nicht mal eben schnell aufs Fahrrad schwingen oder die Strecke zu Fuß bewältigen kann.


Der Support 

Als wir dann die Halle betraten, war bereits der Support Act Julian Philipp David auf der Bühne. Ich war ziemlich überrascht, als er erzählte, dass er aus einem Dorf bei mir um die Ecke stammt. (Von meinem Dorf aus, kann man sogar zu Fuß hin laufen :-) ).
Seinen Musikstil bezeichnet er als "Songwriter-Rap" wobei ihm diese Wortschöpfung zu Beginn etwas peinlich war. Seine Stimme kam mir irgendwie ziemlich bekannt vor, obwohl ich schon lange keinen HipHop mehr höre.

Hier mal ein musikalischer Eindruck:




Max Giesinger - Die Musik 

Vorab hatte ich mir das aktuelle Album von Max Giesinger angehört und war gespannt, wie er den Abend gestaltete. Mir war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt, dass es sich bei Der Junge, der rennt nicht um sein Debüt handelte. Also fragte ich mich, ob er ausschließlich Lieder von seiner aktuellen CD spielen würde, oder ob auch ein paar Cover Versionen zum Einsatz kommen sollten.

Das Intro 
Auf dem Album begegnete mir prompt ein Lied, dass sich meiner Meinung nach wunderbar als Intro eignen würde. Gespannt wartete ich, ob ich Recht behalten sollte. Und was soll ich sagen? Nein! :-)
Die Band begann zu spielen, die Bühne wurde hell. Doch Max war nicht zu sehen und begann auch noch nicht zu singen. Ich witzelte: "Wetten, sein Mikro ist kaputt ... ?"
Dann leuchtete der Scheinwerfer in den Saal und Max wurde gefunden. Zitat einer meiner Begleitungen: "Er wird doch jetzt nicht durch die Menge laufen, oder?"
Und genau das hat er gemacht.
Zitat Begleitung: "Er ist verrückt. Jetzt läuft er rum und macht Selfies mit den Fans." Während des Singens wohlgemerkt. Und welches Lied passt besser zu diesem Setting als Der Junge, der rennt.

Ein bunter Mix 
Max Giesinger präsentierte eine gute Mischung an Musik. Natürlich waren viele Lieder von seinem aktuellen Album dabei. Allerdings durften auch ein paar Tracks von seinem Debütalbum nicht fehlen. Nicht zu vergessen, glänzte er mit verschiedenen Coverversionen wie Angels von Robbie Williams oder Earth von Michael Jackson, wobei er bei beiden Versionen tatkräftig von seinem Publikum unterstützt wurde.
Besonders gut gefiel mir eine spontane italienische Coverversion des Badnerlieds. (Wer dieses Lied bis zum Ende durchhält, kann sich in etwa vorstellen, wie amüsant eine eigens italienisch interpretierte Version davon sein muss :-) ).

Meine Favoriten
Bevor ich nun zur Setlist komme, möchte ich noch meine Favoriten präsentieren.

Der erste Song ist auch gleichzeitig das erste Lied seines aktuellen Albums. Barfuß und allein ist ein toller Song und konnte mich auf Anhieb mitreißen. Das Lied hat auch einen perfekten Ohrwurm Charakter.


Wenn sie tanzt 
In dem Lied geht es um eine Frau, die ihre Bedürfnisse der Kinder wegen erst einmal hinten anstellen muss. Sie schlägt sich mit ihrer Familie so durchs Leben, fragt sich aber auch, wie es wohl ohne Kinder gelaufen wäre. Ihren Ausgleich findet sie beim tanzen.
Wie der Titel schon erahnen lässt, lädt das Lied zum mittanzen ein, hat einen guten Rhythmus und einen tollen Refrain.



Für immer 
Dieses Lied hat er gegen Ende des Konzerts gespielt und ich hätte absolut nicht mit so einem tiefgründigen Text gerechnet. Das Tolle finde ich, dass man das Lied in viele Richtungen interpretieren kann und es - zumindest für mich - nicht zwangsläufig um Beziehungen gehen muss.



80 Millionen 
Trotz musikalischer Konzertvorbereitung war 80 Millionen das einzige Lied, das ich an diesem Abend einwandfrei mitsingen konnte :-). Ich hab den Eindruck, dass das Lied ziemlich viel über den Künstler erzählt. Begeistern können mich hier wieder mal Text, Rhythmus und natürlich der Gesang :-).


Die Stimmung

Das Publikum 
Die Wodanhalle der Brauerei Ganter war voller gut gelaunter Menschen. Das Tolle war: Obwohl ziemlich viele Zuschauer gekommen ware, gab es - zumindest bei uns hinten - kein Gedränge und Gequetsche. Besonders gut gefallen haben mir diese Momente, in denen wir als Chor fungiert haben. Das ist schon ein tolles Gefühl, wenn man in einer Menge steht und einfach alle singen und es absolut genial klingt.

Der Künstler 
Max Giesinger hat, was seine Redseligkeit betrifft, etwas Ähnlichkeit mit seinem Namensvetter Max (Mutzke). Beide neigen dazu, während des Konzerts ziemlich unterhaltsame Geschichten zu erzählen.
So erwähnte Giesinger, dass er einmal eine Frisur wie der Hauptdarsteller des Films Brüno gehabt habe und in Australien sogar Autogramme schreiben durfte. Hier feierte der Film größere Erfolge als in Deutschland.
Nicht zu vergessen, berichtete er auch von seiner zweiwöchigen Azubi Zeit als Bankkaufmann. Seine Vorgesetzte erklärte ihm, dass sie viele Azubis kommen und gehen sehen habe, aber keiner so träge sei, wie er. Während das als geschriebene Zeilen nach ziemlich harten Worten klingt, erzählte Giesinger diese ernste Episode seines Lebens mit Humor, ohne die Ausbildung an sich abzuwerten.
Zudem ist er ein sehr bodenständiger Künstler. Er erklärte, dass noch nie so viele Zuschauer bei einem Konzert in Freiburg gewesen sind und sagte auch im selben Atemzug, dass er wisse, dass das nicht selbstverständlich sei. Auch seiner Band, dem Team und seinem Support Act gegenüber begegnete er wertschätzend und gab ihnen genügend Raum. Ich habe bisher noch keinen Künstler erlebt, der innerhalb der Zugabe seinen Support Act für ein kleines musikalisches Battle auf die Bühne holt. Absolut gelungen.


Fazit

Es war ein sehr angenehmer Abend, der mir wieder einmal deutlich gemacht hat, wie toll Konzerte eigentlich sind. Angefangen beim ersten Lied, wenn man den Bass im Bauch spürt und weiß: Genau, das ist der Sound, den es braucht bis hin zum breit grinsenden Gesicht, wenn man sich freut, dass die Lieder auf der CD live einfach genauso gut - wenn nicht sogar noch besser - klingen.
Ich hoffe sehr, dass wir von Max Giesinger noch viel hören werden und er sein Versprechen, mehr Konzerte in Freiburg zu spielen, bald einholen wird.


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Setlist: Ich glaub, ich hab nicht alle Lieder gefunden. Deswegen, nehmt es mir nicht übel, wenn die Liste nicht ganz komplett ist. Und natürlich gilt SPOILERALARM

Lieder: 
Der Junge, der rennt
Barfuß und allein
Keine von keine wieder
Du kannst das
Wenn sie tanzt
Für dich für mich
Nicht anders gelernt
Alles auf Anfang
Die guten Tage strahlen
Roulette
In Balance
Coverversionen von: Angels von Robbie Williams, Earth von Michael Jackson; italienische Version des Badnerlieds;
Nicht so schnell
80 Millionen

Zugabe:
Ein kleines Battle mit dem Support Act
Vielleicht im nächsten Leben
Für immer