Samstag, 15. August 2015

Stadt der Diebe


Bild von Heyne Verlag
Steckbrief

Name: Stadt der Diebe (auch als Hörbuch erhältlich)
Autor: David Benioff
Verlag: Heyne Verlag
Geeignet für: Menschen, die gerne Tragikkomödien, oder Abenteuerromane lesen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Klappentext

(von Heyne Verlag)

"Mit Stadt der Diebe gelang David Benioff ein modernes erzählerisches Meisterwerk, das Kritiker wie Leserschaft gleichermaßen in seinen Bann zog. Es ist ein fesselnder Abenteuerroman und zugleich die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei jungen Männern, die eine schier unlösbare Aufgabe zu erfüllen haben: Im belagerten, ausgehungerten Leningrad sollen sie ein Dutzend Eier auftreiben."


Meine Meinung

Auf der Suche nach geeigneten Büchern bin ich auf "Stadt der Diebe" gestoßen. Dieses Buch stach mir schon aufgrund des Covers ins Auge. (Auf der Vorderseite ist in großen Buchstaben der Titel abgebildet. Darunter sieht man zwei Männer, die an einem Wintertag auf Eisenbahnschienen spazieren gehen). Der Klappentext, den ich leider nicht 1:1 wie auf dem Buch geschrieben, im Internet gefunden habe, hat mich aus dem Grund neugierig gemacht, weil das Buch tiefgründig klang. Ich hatte den Eindruck endlich mal wieder ein interessantes Buch gefunden zu haben.

Schon nach den ersten Zeilen wusste ich, dass ich keinen Fehlkauf gemacht habe. Hier wird ein beliebtes Stilmittel angewandt. Es werden nämlich zwei Erzähler eingeführt. Der Autor David macht sich auf den Weg zu seinen Großeltern, die den zweiten Weltkrieg überlebt haben. Er unterhält sich mit seinem Großvater Lew und macht aus dessen Lebensgeschichte ein Buch. Soviel zum Vorwort. (Für alle, die sich jetzt fragen, ob das Buch autobiografisch ist: Ihr findet in diesem Interview von Deutschlandradio die Antwort darauf).

Ich mag es, wenn Geschichten schon so "verstrickt" losgehen, man aber trotzdem noch den Überblick behält. Interessant für mich, war mitzuerleben, wie sich die Freundschaft zwischen Kolja und Lew entwickelt, die sich vor der Nacht im Gefängnis überhaupt nicht kannten. Beide hatten zwar den gemeinsamen Auftrag die Eier zu beschaffen, hatten anfangs scheinbar sonst nichts gemeinsam. Trotzdem haben sie an keiner Stelle beschlossen, den anderen im Stich zu lassen. Glaubt mir, von Kannibalen gejagt, bis zu Kämpfen in der Höhle des Löwen, aus der sie beinahe unbeschadet herauskamen, Gelegenheiten davonzulaufen, gab es genug.

Schon nach kurzer Zeit habe ich mit den beiden mitgefiebert, mich gefreut, geärgert und den Autor für das Ende beinahe verflucht.

Dieses Buch ist durch die männlichen Hauptpersonen, die, wie junge Männer das wohl häufig tun, oft über Sex und Frauen reden, eines der ersten Bücher, dass ich ganz klar auch Jungs empfehlen könnte, da sie hier nicht groß auf die "Mädchenwelt" einsteigen müssen. Auch gibt es in dem Buch einige Kampfszenen, die auch nicht gerade langweilig sind.

Wer ein Buch mit einer spannenden Geschichte und guten Dialogen sucht, sollte das Buch unbedingt auf seine Wunschliste schreiben. (Zum Glück ist ja bald Weihnachten).

Update: Wenn mich heute, viele Jahre, nachdem ich das Buch gelesen habe, jemand nach meinen Lieblingsbüchern fragt, bekommt "Stadt der Diebe" definitiv einen Platz in der oberen "Tabellenhälfte" :-). Ich finde die Geschichte wunderbar beschrieben und weiß gar nicht, mit welchen Worten ich diesen Roman noch weiter ausschmücken kann.

Also lest dieses Buch und lasst euch verzaubern!

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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht.

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