Sonntag, 30. August 2015

Mein August 2015 - Meine Katze und Literatur Teil 2, meine gelesenen Bücher, was hier im August so passierte und ein lustiges Zitat zum Schluss

Der August neigt sich dem Ende zu und ich stelle fest, dass dies mein 12. Monatsrückblick ist.
Was ich im August 2014 erlebt habe -> HIER GEHT'S LANG 

Aber bleiben wir in der Gegenwart und schauen wir uns den August 2015 an...


Gelesen im August 2015 

Ich lass dich nicht los

(Bild von Goldmann

Klappentext 

(von Goldmann

" 'Ich hab dich lieb, jeden und jeden Tag.' Unzählige Male hat Carrie diesen Satz zu ihrem fünfjährigen Sohn Charlie gesagt, so auch an jenem Sommertag an der Küste von Norfolk, als ein langer Schatten auf ihr Leben fiel: Sie hatte nur für einen Moment die Augen geschlossen, und als sie sie wieder aufschlug, war Charlie fort. Auch drei Jahre später bestimmt dieses traumatische Ereignis noch Carries Leben, als sie zufällig die alleinerziehende Mutter Molly kennenlernt. Doch noch können die beiden Frauen nicht ahnen, dass an jenem Tag am Strand eine Verbindung entstanden ist, die ihrer beider Schicksal bestimmen wird ..."

Kartoffelsalat - Nicht fragen (Buch zum Film)

(Bild von, Infos von: Carlsen)

Handlung: 


"Leo Weiß (gespielt von Freshtorge) hat ein schweres Leben an seiner Schule. Er ist der Klassenälteste, aber nicht der beliebteste. Leo kämpft mit schlechten Noten und mangelnder Anerkennung. So beschließen seine Eltern ihn auf eine neue Schule zu verlegen, in der Hoffnung auf einen Neuanfang.

Dieser erweist sich aber als steinig, denn nur zwei Aussenseiter bieten ihm Anschluss, während er sich Hals über Kopf in die extrem tussige „Perle“ verliebt.

Als ein bedrohlicher Virus ausbricht, der aus den Schülern fresssüchtige Infizierte macht, ergreift Leo die Initiative und beweist sich als Held. Von nun an startet eine waghalsige Rettungsaktion, in der Leo versucht, die nicht befallenen Schüler zu retten. Und möglicherweise ist es auch nicht für die Infizierten zu spät…"


Agnes

(Bild von Fischer Verlag

Klappentext 

(von Fischer Verlag

"Im überheizten Lesesaal der Public Library in Chicago wechseln sie die ersten Blicke, bei einem Kaffee die ersten Worte. Eines Tages fordert Agnes ihn auf, ein Porträt über sie zu schreiben, sie will wissen, was er von ihr hält. Schnell zeigt sich, dass Bilder und Wirklichkeit sich nicht entsprechen – und dass die Phantasie immer mehr Macht über ihre Liebesbeziehung erhält."


Ich vermisse dich

(Bild von der hörverlag

Klappentext 

(von der hörverlag)

"Bis der Tod uns scheidet

Kat Donovan, Detective bei der New Yorker Kriminalpolizei, ist Single, seit sich einst der Mann ihres Lebens einfach aus dem Staub machte. Jetzt, 18 Jahre später, entdeckt sie ihn erstaunt auf dem Profilbild einer Dating-Website. Da wird der Mann plötzlich zum Verdächtigen in einem Mordfall – und Kats Nachforschungen führen tief in ihre eigene schmerzhafte Vergangenheit. Derweil belauert ein Mörder aus der Ferne jeden einzelnen von Kats Schritten. Denn ihre Recherchen drohen einen sorgfältig ausgeklügelten Plan zu stören. Einen Plan, der mit den Sehnsüchten und Hoffnungen einsamer Herzen spielt, bei dem es um viel Geld geht – und der schon so viele Menschenleben gekostet hat, dass es auf eines mehr nicht ankommt …"


Das finstere Tal 

(Bild von Ullstein

Klappentext 

(von Ullstein

"Ein Fremder kommt in ein einsam gelegenes Hochtal. Er sei Maler und suche Quartier. Die Bewohner sind misstrauisch, lassen sich aber von seinem Gold überzeugen. Der erste Schnee schneidet das Tal von der Außenwelt ab. Das Leben im Dorf kommt zur Ruhe, man hat sich an den Fremden gewöhnt. Doch dann gibt es den ersten Toten, bald darauf einen zweiten. Eine dramatische Geschichte von Liebe und Hass, Schuld und Vergeltung nimmt ihren Lauf."

Davon Rezensionsexemplare: "Kartoffelsalat - Nicht fragen", "Ich vermisse dich", "Ich lass dich nicht los" 

AUFGEPASST: Ich tausche: 
Ich vermisse dich (von Harlan Coben) ungekürztes Hörbuch. 
Das Orchideenhaus (von Lucinda Riley) gekürzte Lesung 
Ich lass dich nicht los (von Madeleine Reiss) Taschenbuch. 
MEHR TAUSCHBÜCHER -> Wunsch- und Tauschecke 


Situation(en) des Monats 

Neben der bisher erfolgreichen Buchmessen Vorbereitung, Outfit, Begleitperson, Unterkunft und PRESSEAUSWEIS (!) sind soweit vorbereitet, habe ich noch Folgendes erlebt: 

Ich werde alt - oder: Manche Bücher begegnen einem zweimal im Leben 

An diesem Wochenende setzte ich mich hoch motiviert an meinen PC. Der August war noch nicht ganz vorbei. Es war also durchaus realistisch noch ein weiteres Buch beenden zu können. Schnell war meine Hörbuch Wahl getroffen. Ich wollte mich James Siegels Roman "Entgleist" widmen. Die Geschichte begann spannend und konnte mich schnell fesseln. Doch schon bald fiel mir auf, dass mir die Handlung bekannt vorkam. Ich dachte mir, dass ich den Roman zu einem anderen Zeitpunkt vielleicht abgebrochen habe. Also hörte ich weiter. 
Allerdings war mein Interesse geweckt und ich suchte mir - Asche auf mein Haupt! - eine Zusammenfassung im Internet. Und siehe da: Ich hatte den Roman bereits schon mal gelesen, aber weder rezensiert noch großartig in irgendeine meiner neuen Statistiken aufgenommen. 
Mysteriös! 

Notiz an mich selbst: Ich werde alt, oder vielleicht nur unordentlich? :-) 

Anmerkung: Nein, ich habe das Buch kein zweites Mal gelesen. 


Meine Katze und die Welt der Buchblogger - Teil 2 


(Bildbeschreibung: Meine Katze liegt auf meinem Schreibtisch. Ihr Blick ist auf meinen Bildschirm gerichtet). 

Eines Abends begann ich im schönen Käsekuchenland der Blogger, DER Facebook Gruppe für kontaktfreudige Buchblogger, zu stöbern. Hier fand ich auch schon bald einen interessanten Blogbeitrag. Es ging um einen Blog Geburtstag. Da mein Blog Anfang August ja selbst einjähriges Bestehen feiern durfte, war mein Interesse natürlich sofort geweckt. 
Während ich las miaute es wieder einmal neben mir. Ich sprang auf, streichelte die Katze, hieß sie in meinem Zimmer willkommen und widmete mich wieder dem Artikel. 
Irgendwann tauchte dann ein flauschiger Kopf neben mir auf. Meine Katze steht wohl auch auf gute Blogbeiträge... 

Da sie sehr ungeduldig schien, blieb mir leider keine Zeit ein besseres Foto zu machen. 

HIER geht's zu dem Artikel, den wir beide gelesen haben. 


Was gab's zu erzählen

Rezensionen 
Freshtorges Kartoffelsalat (eine etwas andere Rezension)

Rezensionen aus der Konserve 

Mein Blog... 

Wie war's beim Konzert von...

Emma denkt 

Studieren mit Sehbehinderung 


Mein Lied im August 2015 


Ich vergesse leider immer wieder mir meine Lieder des Monats aufzuschreiben. Ich war schon kurz davor, die Kategorie diesmal einfach zu streichen, da fiel mir mein morgendlicher Ohrwurm "Sonnendeck" ein :-). 

Wenn ihr mehr deutschsprachige Musik hören wollt: Schaltet Sonntag Abends ab 20:00 Uhr hr3 ein. Ja, die hessische Version von SWR3 lässt sich auch übers Internet hören. 

Wenn der Beitrag jetzt online geht, werden mir wahrscheinlich jede Menge Lieder einfallen. 


Zitat des Monats 

Am Freitag habe ich mir "Minions" angeschaut. Wer diese gelben Dinger nicht kennt: Sie spielen eine wichtige Rolle in den Filmen "Ich - Einfach unverbesserlich" und "Ich - Einfach unverbesserlich 2". Hiervon habe ich nur den ersten Teil gesehen, fand sie aber schon damals echt süß. Aber ich schweife ab. Eines meiner Lieblingszitate aus diesem Film: 

Die Queen: 
"Was macht eine Queen beim Zahnarzt? 
Sie macht sich KRONEN." 

In diesem Sinne... 

Genug der dämlichen Wortwitze :-). 
Ich wünsche euch einen guten Start in den September, obwohl sich damit der Herbst ganz deutlich bemerkbar macht. 

Meine Feststellung gestern Abend: "Man könnte meinen, es ist schon 22:30 Uhr DABEI IST ES ERST 21:15." 

viele Grüße 
Emma 

Mittwoch, 26. August 2015

Ich vermisse dich

Bild von
 
der hörverlag 
Steckbrief

Name: Ich vermisse dich (auch als Buch erhältlich)
Autor: Harlan Coben
Verlag: der hörverlag
Geeignet für: Menschen, die gerne Thriller lesen
Gelesen oder gehört: gehört in ungekürzter Fassung
Sprecher: Detlef Bierstedt
Bewertung: 2 von 5 Punkten


Klappentext 

(von der hörverlag)

"Bis der Tod uns scheidet

Kat Donovan, Detective bei der New Yorker Kriminalpolizei, ist Single, seit sich einst der Mann ihres Lebens einfach aus dem Staub machte. Jetzt, 18 Jahre später, entdeckt sie ihn erstaunt auf dem Profilbild einer Dating-Website. Da wird der Mann plötzlich zum Verdächtigen in einem Mordfall – und Kats Nachforschungen führen tief in ihre eigene schmerzhafte Vergangenheit. Derweil belauert ein Mörder aus der Ferne jeden einzelnen von Kats Schritten. Denn ihre Recherchen drohen einen sorgfältig ausgeklügelten Plan zu stören. Einen Plan, der mit den Sehnsüchten und Hoffnungen einsamer Herzen spielt, bei dem es um viel Geld geht – und der schon so viele Menschenleben gekostet hat, dass es auf eines mehr nicht ankommt …"


Meine Meinung 

Der Klappentext von "Ich vermisse dich" klang vielversprechend. Ermittlerin Kat wird von ihrer Vergangenheit eingeholt. Kaum hat sie ihre große Liebe auf einer Dating-Seite entdeckt, taucht ein Junge auf, der glaubt, den Mann zu kennen... Es stellt sich die Frage, inwiefern ihre große Liebe etwas mit den aktuellen Ermittlungen zu tun hat.

Die Geschichte wird aber nicht nur von diesem Handlungsstrang getragen. Kats Vater war ebenfalls Polizist. Allerdings wurde er ermordet. Als der vermeidliche Mörder ihres Vaters im Sterben liegt, nutzt sie ihre letzte Chance ihm noch einmal gegenüberzutreten und der Sache auf den Grund zu gehen. Denn an die Ergebnisse der Ermittlungen konnte sie nie so recht glauben.

Der Handlungsstrang rund um die Dating-Website konnte mich trotz großer Schwächen gut unterhalten. Hier gab es immer wieder Passagen aus der Sicht der Betroffenen, die von Spannung getragen wurden. Allerdings nervte mich der Handlungsstrang indem sich Kat auf die Suche nach dem Mörder ihres Vaters begab.

Diese Handlungsstränge hatten überhaupt nichts miteinander zu tun. Zudem hatte ich den Eindruck, dass dieser Strang auch nicht dazu beiträgt, dass wir Hauptperson Kat besser kennen lernen. Hier gab es immer wieder Wiederholungen, die zwar deutlich machten, dass Kat mit der Vergangenheit zu kämpfen hatte, jedoch wurde mir hier zu viel wiedergekäut und zu wenig in der Geschichte voran gegangen. Mir wäre es lieber gewesen, wenn sich beide Handlungsstränge mehr aufeinander bezogen hätten.

Zudem waren mir die Charaktere zu oberflächlich dargestellt, bzw. dachten manchmal keinen Schritt weiter. Ein College Student, der mittlerweile mit beiden Beinen im Leben stehen sollte, wird von Coben oft wie ein naives Kind beschrieben und kam mir somit unrealistisch vor.

Allerdings transportierte Harlan Coben die Bedrohung, die von den Ermittlungen rund um die Dating-Website ausging, wirklich sehr gut. Ich wollte unbedingt wissen, wie dieser Handlungsstrang sein Ende fand. Ich musste aber feststellen, dass auch diese Geschichte verhältnismäßig leicht zu durchschauen war.

Obwohl Harlan Coben mich hier und da mit seinen Spannungsbogen packen konnte, habe ich mich nicht so recht mit seinem Schreibstil anfreunden können. Er hat es nicht geschafft, mir seine Charaktere wirklich nahe zu bringen. Ich hatte hier das Gefühl, dass sich der Autor an der Oberfläche bewegt. Dialoge wurden oft in die Länge gezogen und trugen dazu bei, dass ich mit dem Auge rollte und mir dachte: "Komm endlich zum Punkt."

Auch mit der Interpretation von Detlef Bierstedt tat ich mich etwas schwer. Der Sprecher leiht unter anderem George Clooney seine Stimme. In Filmen kommt diese auch sehr gut zur Geltung. Allerdings war es mir für eine Hörbuchinterpretation etwas zu eintönig. Hier und da konnte er mich zwar fesseln. Ich ertappte mich aber oft dabei, wie ich nur mit halbem Ohr zuhörte und nicht wirklich das Gefühl hatte, viel von der Geschichte zu verpassen.
Jedoch möchte ich hier aber unbedingt anmerken, dass die Wahl des Sprechers wirklich Geschmackssache ist und einige von euch wahrscheinlich begeistert in die Geschichte eintauchen können.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich "Ich vermisse dich" von Harlan Coben an sich enttäuscht hat. Ich hätte mir mehr von der Geschichte erhofft und hatte hier und da den Eindruck mich in einer Art "CSI Miami" Klischee Geschcichte wiederzufinden.


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* Dieses Hörbuch wurde mir von dem Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 23. August 2015

Wie bewerbe ich mich für ein Praktikum?

Vorwort

Hallöchen in die Runde,
ich habe hier ja schon ab und an mal erwähnt, dass auch ich mittlerweile unter den Studenten bin und den Studiengang Soziale Arbeit besuche. Da steht im März 2016 mein Praxissemester vor der Tür und ich habe im Moment massig Zeit mich dafür zu bewerben.

Das Thema Bewerbungen stößt bei vielen Leuten auf Unsicherheiten. Wie fange ich am besten an? Wo liegen meine Stärken / Schwächen? Welche Informationen gehören überhaupt in ein Bewerbungsschreiben? Welche Unterlagen muss ich dazu legen?
Fragen, die erst einmal beantwortet werden müssen. Schließlich möchte man nicht gleich zu Beginn in die ersten Fettnäpfchen treten.

Für Menschen mit Behinderung kommen hier noch ganz andere Fragen dazu: Soll ich meine Behinderung gleich im Anschreiben erwähnen? Was möchte der zukünftige Arbeitgeber wissen?

In meinem Artikel versuche ich auf die wichtigsten Fragen einzugehen und einen groben Überblick über das Thema Bewerbungen zu geben. Hierbei orientiere ich mich an dem, was uns in der Schule zu dem Thema vermittelt wurde, bzw. ich mittlerweile von Berufstätigen mitbekommen habe.
Ich versuche die Inhalte möglichst allgemein zu halten. Daher kann es gut sein, dass für spezielle Bewerbungen, individuelle Bewerbungsmappen verlangt werden. Es ist auf jeden Fall sinnvoll die Ausschreibung genau durchzulesen, bzw. sich vorher bei der zukünftigen Stelle zu informieren, welche Unterlagen verlangt werden, oder ggf. selbst die Standards der Branche zu googeln.


Welche Unterlagen gehören zu einer Bewerbung? 

Eine Bewerbung enthält folgende Unterlagen:

Deckblatt (optional) 
Hier spuckt mir das Internet widersprüchliche Informationen aus. Einige Seiten behaupten, ein Deckblatt sei für die Personalabteilung von Vorteil, da die Bewerber so schnell zugeordnet werden können. Andere erklären, dass sich je nach Bewerbung die Informationen auf dem Deckblatt auch wiederholen können.

1. Anschreiben 
Welche Informationen in ein Anschreiben gehören, findet ihr weiter unten.

2. Lebenslauf 
Der Lebenslauf ist euer persönlicher Steckbrief. Wichtig ist, dass ihr ihn übersichtlich gliedert. Ihr könnt hierfür eine Tabelle anlegen, jedoch gibt Google zu bedenken, dass tabellarische Lebensläufe nicht mehr zeitgemäß sind. Daher empfehle ich: Hebt eure Unterpunkte gut hervor.
Wichtig: Wenn ihr eurer Bewerbung kein Deckblatt beilegt, könnt ihr dem Lebenslauf euer Foto hinzufügen. Hier hat meine Internetrecherche ebenfalls ergeben, dass Fotos beispielsweise für Bewerbungen im Ausland nicht zwingend erforderlich sind.
Nun zu den Unterpunkten:

Persönliche Daten 
Name, Anschrift, Telefonnummer, Emailadresse, Geburtsdatum (wahlweise Geburtsort).

Berufstätigkeit (falls vorhanden) 
Hier führt ihr zuerst euren aktuellen Beruf auf und arbeitet euch zu bisherigen Ausbildungen vor. Außerdem erklärt ihr, was eure Aufgaben in eurem Beruf sind.
Beispiel: 
10/2010 - heute: Pädagogische Mitarbeiterin im Internat XY
                          Betreuung und Unterstützung von Schülern,                                                                        Durchführung von Hilfeplangesprächen usw.

01/2010 - 09/2010: Pädagogische Mitarbeiterin in der Kindertagesstätte Z U3
                              pflegerische und pädagogische Betreuung                                 von                                   Säuglingen, usw.

Studium, Schule 
Auch hier gilt: Ihr fangt mit dem aktuellen Abschluss an und arbeitet euch zu vergangenem vor.
Beispiel:
2013 bis voraussichtlich Jahr XY - Studium an Hochschule Z, Studiengang
2001 - 2010 Abitur an Gymnasium Z

Praktika / ehrenamtliche Tätigkeiten: 
bisher absolvierte Praktika oder ehrenamtliche Tätigkeiten auflisten. Ich führe hier nur die Praktika auf, für die ich auch einen schriftlichen Nachweis habe, also beispielsweise eine Beurteilung, oder eine Bestätigung des absolvierten Praktikums.
Beispiel:
08/2013 - heute: ehrenamtliche Mitarbeiterin bei der Tafel Z
06/2013 - 08/2013: ehrenamtliche Bürgerhelferin bei Verein XY

Besondere Kenntnisse: 
Hier zählt ihr Fremdsprachen, oder PC Kenntnisse auf.
Beispiel:
Englisch (gut), türkisch (sehr gut), Microsoft Word (gut), Microsoft Excel (Grundlagen)

Hobbies:
Hierzu muss ich hoffentlich nicht viel sagen. Es ist nur wichtig, dass ihr sie verständlich aufführt und nicht schreibt: "Musik" sondern erklärt was ihr macht z.B. "Musik in einer Band spielen"

Ort, Datum, Unterschrift 
Kennzeichnung von jedem Lebenslauf.

3. Zeugnisse (ACHTUNG: Es werden nicht immer alle Zeugnisse verlangt!)

Zeugnis des letzten Schulabschlusses z.B. Realschule / Abiturzeugnis, Zeugnisse bzw. Beurteilungen bisheriger Praktika, Nachweise über ein absolviertes FSJ / BFD, oder eine ehrenamtliche Tätigkeit

Hier empfiehlt es sich bei eurer Einrichtung anzurufen und nachzufragen, welche Zeugnisse verlangt werden.


Der Aufbau eines Anschreibens 

Zur Formatierung: 

Oben rechts: Eure Adresse, ggf. Telefonnummer, Emailadresse
Eselsbrücke: Im Grunde wie bei einem offiziellen Brief, den ihr bekommt. Da stehen die Kontaktdaten der Einrichtung auch rechts oben.

(Je nachdem ein paar Zeilen Abstand, hier gehe ich nach der Optik und schaue mir in der Seitenansicht an, ob mir das zu nah aufeinander ist).

Darunter auf der linken Seite: Die Adresse der Einrichtung und - falls vorhanden - den Ansprechpartner)

(1-2 Zeilen Abstand)

Darunter auf der rechten Seite: Das aktuelle Datum

Je nachdem, wie viel Text zusammenkommt, setze ich das Anschreiben auch 1 1/2 zeilig. Das ist aber kein Muss (!!!).

In der Hochschule wurde uns erklärt, dass Anschreiben in der Regel eine Seite lang sind. Für Menschen mit einer Behinderung ist das aber kaum umsetzbar. Meine Anschreiben haben meist 1 1/2 Seiten.

Das Anschreiben gliedert sich in folgende Teile:

Überschrift: 
Für was bewerbt ihr euch? Eventuell den Bewerbungszeitraum.

Allgemeiner Teil: 
Wer seid ihr?
Was macht ihr momentan? (z.B. Schule, Ausbildung, Studium)
Für was möchtet ihr euch bewerben?
In welchem Zeitraum soll das Praktikum stattfinden?

Motivationsteil: 
Warum bewerbt ihr euch ausgerechnet bei dieser Einrichtung?
Was erhofft ihr euch von dem Praktikum?
Was möchtet ihr gerne lernen / erleben?
Bringt ihr bereits Vorkenntnisse mit? (Bezogen auf Soziale Arbeit: Vorpraktika, oder die Arbeit mit einem bestimmten Klientel).

Erklärung der Behinderung: 

Warum: Es ist super wichtig, dass ihr euren Adressat über eure Behinderung aufklärt, damit es bei einem potentiellen Bewerbungsgespräch keine bösen Überraschungen gibt. Es geht nicht darum, dem Arbeitgeber einen medizinischen Bericht zu liefern und in eine neue Fachsprache einzuweihen, sondern mehr von eurem "ist"- Zustand zu berichten.

Beispiel anhand der Sehbehinderung: 
Wie gut seht ihr? (Gleichbleibender oder tagesformabhängiger Sehrest? Wie viel könnt ihr sehen? Nicht in % sondern in Metern :-)
Was bedeutet das im Alltag? (Hier nur 1-2 Sätze wie z.B. Orientierungschwierigkeiten, oder mehr Zeit bei Erledigung bestimmter Aufgaben)

Für das Bewerbungsgespräch: 

Wenn ihr zum Bewerbungsgespräch geladen seid und euer Arbeitgeber das Thema nicht von sich aus erfragt, schneidet es selbst an! Fragt, ob es noch irgendwelche Unklarheiten gibt und informiert dann z.B. über die Hilfsmittel, die ihr im Alltag und in dem Fall auch bei der Arbeit, nutzt.

Eigene Erfahrung: 

Ich habe selbst ein Vorstellungsgespräch gehabt, bei dem ich das Thema Behinderung angeschnitten habe. Mein Eindruck war, dass die Mitarbeiter erleichtert waren. Oft besteht hier Unsicherheiten, ob Fragen gestellt werden dürfen, oder man hier Tabuthemen anschneidet.
Deswegen kann ich euch nur mit auf den Weg geben, offen mit der Behinderung umzugehen.


In diesem Sinne... 

hoffe ich, dass ich dem ein oder anderen von euch weiterhelfen konnte.

Allerdings möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass sich die Standards ständig ändern.

Falls es weitere Fragen gibt: Her damit, und ich werde schauen, was sich damit machen lässt :-)

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In dieser Rubrik bereits erschienen: 

Bewerben für die Ausbildung / das Studium - HIER KLICKEN
Wo und wie beantrage ich Hilfsmittel - HIER KLICKEN
Wie beschaffe ich mir Fachliteratur - HIER KLICKEN
Was muss ich für Prüfungen beachten? - HIER KLICKEN
Umgang mit der Sehbehinderung eigene Erfahrungen - HIER KLICKEN


Wie arbeite ich mit einer Gesetzessammlung? - HIER KLICKEN


Donnerstag, 20. August 2015

Stimmen

Steckbrief 

Name: Stimmen (auch als Buch erhältlich)
Autor: Ursula Poznanski
Verlag: Argon Verlag
Geeignet für: Poznanski Fans, oder Menschen, die gerne Thriller lesen
Gelesen oder gehört: gehört in gekürzter Fassung
Sprecher: Andrea Sawatzki
Bewertung: 4 von 5 Punkten

(Bild von Argon Verlag

Klappentext 

(von Argon Verlag

"Ein junger Arzt wird tot im Behandlungsraum einer Psychiatrie gefunden. Auf seiner Brust sind kunstvoll bunte Plastikmesser drapiert, und in seinem Hals steckt eine Stahlschiene. Doch schnell stellt sich heraus, dass der Mann bereits tot war, bevor er von dem Metall durchbohrt wurde. Den Kommissaren Beatrice Kaspary und Florin Wenninger bleibt nichts anderes übrig: Sie müssen alle Personen auf der Station befragen. Doch die Ärzte sind nicht sehr redselig und die Patienten schwer gestört. Besonders Jasmin Matheis, die kein Wort spricht, seit man sie gefunden hat. In dieser bedrückenden Atmosphäre eskalieren die Gefühle, nicht nur die der Patienten, sondern auch die zwischen Florin und Beatrice. Dann stirbt eine Patientin …" 

Meine Meinung 

Neulich habe ich Ursula Poznanskis dritten Fall des Ermittlerduos Florin Wenninger und Beatrice Kaspary im Buchladen entdeckt. Die Geschichte hat mich sofort angesprochen und ich war sehr gespannt, wie sich die Ermittler diesem Fall annähern.

Schön finde ich an "Stimmen", das sowohl auf den Kriminalfall als auch auf die Lebenssituation von Protagonistin Beatrice Kaspary eingegangen wird. Ihre Familie spielt wieder eine größere Rolle. Wieder einmal muss sie sich für ihr "so sein" rechtfertigen und sich die Frage stellen, was sie wirklich will.

Der Haupthandlungsstrang der Geschichte, die Frage, wer den jungen ambitionierten Arzt ermordet hat, war wirklich interessant. Allerdings habe ich etwas mehr von der Geschichte erwartet. Hier und da war sie mir etwas oberflächlich gehalten. Ich hätte mir gern mehr Tiefe gewünscht. Das Schicksal der schwierigen, stummen Patientin Jasmin Matheis war sehr gut herausgearbeitet. Schön zu lesen war auch, wie Beatrice Kaspary ganz ohne Worte langsam einen Draht zu der Frau findet.

Was den Spannungsbogen der Geschichte betrifft, wurde ich keinesfalls enttäuscht. Ich konnte mich kaum von dem Buch trennen und war froh in ein neues Abenteuer der Ermittler eintauchen zu können.
Es wurden hier viele Motive angedeutet. Bei der Auflösung stellte ich aber fest, dass der Leser beinahe keine Möglichkeit hatte, den Mörder zu finden. Hier war mir die Erklärung etwas zu weit hergeholt. Natürlich ergaben die verschiedenen Schlussfolgerungen Sinn, wenn man die ganze Geschichte kennt, jedoch wären mir persönlich schönere Auflösungen eingefallen. (Wahrscheinlich bin ich nur etwas enttäuscht, dass meine schöne Theorie überhaupt nicht funktioniert hat :-) ).

Ursula Poznanski beweist in "Stimmen" wie viel sie von einem Menschen wahrnimmt. Gerade die Beziehung zwischen Beatrice Kaspary und Jasmin Matheis, die ganz ohne Worte funktioniert, beschreibt Poznanski auf eine sehr feine Art.

Andrea Sawatzki untermalt diese Geschichte auch diesmal mit ihrer eigenen Interpretation und nimmt den Leser wieder mit in die Welt der Beatrice Kaspary. Auch hier fühlte ich mich wieder gut unterhalten und schön durch die Geschichte geführt.

"Stimmen" hat mich zwar ganz gut unterhalten, jedoch habe ich rückblickend etwas mehr von der Geschichte erwartet, obwohl der Roman keinesfalls schlecht ist.
Ich bin gespannt, welchen Fall die beiden Ermittler als nächstes lösen müssen. 

Samstag, 15. August 2015

Hummeldumm

Bild von fischerverlage
Steckbrief
Name: Hummeldumm (auch als Hörbuch erhältlich)
Autor: Tommy Jaud
Verlag: Fischer Taschenbuchverlag
Geeignet für: Menschen, die lustige Bücher mogen/suchen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 4 von 5 Punkten


Klappentext

(Klappentext von "Hummeldumm" von Tommy Jaud, erschienen im Fischer Taschenbuchverlag)


"9 Trottel mit albernen Sonnenhüten.
271 gar nicht mal so wilde Tiere.
3877 Kilometer Schotterpiste im Minibus.
Und weit und breit kein Handynetz.

Beziehungen sind wichtiger als Wohnungen. Erdmännchen halten nicht alles aus. Man sollte als Mann niemals versuchen, sein 'Revier' nach Art der Hunde zu markieren. Schlimmer kann es nicht werden. Lachen ist die beste Medizin. Dafür ist 'Hummeldumm' perfekt". (WDR 1Live)

Seine Figuren sind krisengeschüttelte Antiehelden und oft so liebevoll gezeichnet, dass man sie knuddeln möchte. Und Jauds federleichte Schreibkunst macht einfach gute Laune. (Mirjam Schmelz, Bunte)

"Die Story, Markenzeichen Tommy Jauds, ist schon wie bei 'Vollidiot', 'Resturlaub', und 'Millionär' fantastisch aber an der richtigen Stelle auch schon wieder so menschlich anrührend und ehrlich, vor allem aber so komisch, dass wir 'Hummeldumm', nur ungern wieder aus der Hand legen. (Ruhr Nachrichten)

'Hummeldumm' beweist erneut, Situationskomik so auf den Punkt gebracht, das beherrscht in der deutschen Comedy-Literatur nur Tommy Jaud. (Alex Dengler, denglers-buchkritik)." 



Meine Meinung

Auf der Suche nach einem lustigen Buch wurde mir im allzu bekannten "Käsekuchenland der Blogger" diese nette Lektüre empfohlen. Glücklicherweise bekam ich "Hummeldumm" auch recht bald geschenkt.

In dem Buch geht es um das Pärchen Matze und Sina. Er soll sich um den Kauf der neuen gemeinsamen Wohnung kümmern, sie bucht den Urlaub.
Er vergisst die Reservierungsgebühr zu überweisen, sie bucht eine Gruppenreise nach Namibia.
Ohne passenden Reiseadapter und mit einem Haufen bunt gemischter Leute, machen sich die beiden auf den Weg und lernen innerhalb von zwei Wochen nicht nur sich besser kennen.

Dieses Buch ist absolut genial. Normalerweise ist es ja so, dass man Beziehungsgeschichten aus der Sicht der Frau miterlebt. Es gibt einen Konflikt, das Pärchen streitet sich. In den klischeehaften Geschichten wird die Frau meist ratlos zurückgelassen. Hier ist es im Grunde genauso, nur, dass der Leser endlich mal die Geschichte aus der Sicht des Mannes erlebt, und erahnen kann, wie es ihm geht.

Die Handlungsstränge fand ich gut miteinander verknüpft. Die Geschichte war nicht zu einfach aufgebaut, hat aber durch die Gruppenkonstellation, es treffen verschiedene Generationen aufeinander, genug Spannung hergegeben. Den Konflikt rund um den Reiseadapter ging mir teilweise aber etwas zu lang.

Die Charaktere in dem Buch sind wunderbar ausgeschmückt. Dadurch, dass Jaud den Dialekt und die Eigenarten der Personen gut beschrieben hat, konnte ich mir die Charaktere lebhaft vorstellen. Ganz besonders angetan, hatte es mir der Guide Bahee, ne.

Zusammenfassend lässt sich sagen, wer auf der Suche nach einem lustigen Buch ist, sollte sich "Hummeldumm" auf gar keinen Fall entgehen lassen. Die Geschichte nimmt einen auf eine tolle Reise mit. Ich war schon etwas traurig, als das Buch dann zu Ende war. (Die normal sichtigen unter euch können sich auch an dem Daumenkino erfreuen. Für mich waren die Bewegungen leider zu schnell).

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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht.

Stadt der Diebe


Bild von lettersalad
Steckbrief

Name: Stadt der Diebe (auch als Hörbuch erhältlich)
Autor: David Benioff
Verlag: Heyne Verlag
Geeignet für: Menschen, die gerne Tragikkomödien, oder Abenteuerromane lesen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Klappentext

(Inhalt von Literaturschock)

"Lew, 17 Jahre alt, wird verhaftet, als er die Leiche eines deutschen Soldaten nach etwas Essbarem durchsucht. Im Gefängnis lernt er Kolja kennen. Entgegen ihrer Vermutung, werden die beiden Häftlinge nicht am Morgen nach der Inhaftierung exekutiert, sondern erhalten vom Geheimdienstchef der Stadt einen ungewöhnlichen Auftrag. Innerhalb einer knappen Woche, sollen die beiden zwölf Eier für die Hochzeitstorte seiner Tochter auftreiben. Hierbei gibt es nur ein Problem: in Leningrad herrscht erbarmungsloser Hunger. Es ist das Leningrad des Jahres 1942 und die beiden machen sich auf, um mit dem Lösen einer unmöglichen scheinenden Aufgabe ihr Leben zu retten." .


Meine Meinung

Auf der Suche nach geeigneten Büchern bin ich auf "Stadt der Diebe" gestoßen. Dieses Buch stach mir schon aufgrund des Covers ins Auge. (Auf der Vorderseite ist in großen Buchstaben der Titel abgebildet. Darunter sieht man zwei Männer, die an einem Wintertag auf Eisenbahnschienen spazieren gehen). Der Klappentext, den ich leider nicht 1:1 wie auf dem Buch geschrieben, im Internet gefunden habe, hat mich aus dem Grund neugierig gemacht, weil das Buch tiefgründig klang. Ich hatte den Eindruck endlich mal wieder ein interessantes Buch gefunden zu haben.

Schon nach den ersten Zeilen wusste ich, dass ich keinen Fehlkauf gemacht habe. Hier wird ein beliebtes Stilmittel angewandt. Es werden nämlich zwei Erzähler eingeführt. Der Autor David macht sich auf den Weg zu seinen Großeltern, die den zweiten Weltkrieg überlebt haben. Er unterhält sich mit seinem Großvater Lew und macht aus dessen Lebensgeschichte ein Buch. Soviel zum Vorwort. (Für alle, die sich jetzt fragen, ob das Buch autobiografisch ist: Ihr findet in diesem Interview von Deutschlandradio die Antwort darauf).

Ich mag es, wenn Geschichten schon so "verstrickt" losgehen, man aber trotzdem noch den Überblick behält. Interessant für mich, war mitzuerleben, wie sich die Freundschaft zwischen Kolja und Lew entwickelt, die sich vor der Nacht im Gefängnis überhaupt nicht kannten. Beide hatten zwar den gemeinsamen Auftrag die Eier zu beschaffen, hatten anfangs scheinbar sonst nichts gemeinsam. Trotzdem haben sie an keiner Stelle beschlossen, den anderen im Stich zu lassen. Glaubt mir, von Kannibalen gejagt, bis zu Kämpfen in der Höhle des Löwen, aus der sie beinahe unbeschadet herauskamen, Gelegenheiten davonzulaufen, gab es genug.

Schon nach kurzer Zeit habe ich mit den beiden mitgefiebert, mich gefreut, geärgert und den Autor für das Ende beinahe verflucht.

Dieses Buch ist durch die männlichen Hauptpersonen, die, wie junge Männer das wohl häufig tun, oft über Sex und Frauen reden, eines der ersten Bücher, dass ich ganz klar auch Jungs empfehlen könnte, da sie hier nicht groß auf die "Mädchenwelt" einsteigen müssen. Auch gibt es in dem Buch einige Kampfszenen, die auch nicht gerade langweilig sind.

Wer ein Buch mit einer spannenden Geschichte und guten Dialogen sucht, sollte das Buch unbedingt auf seine Wunschliste schreiben. (Zum Glück ist ja bald Weihnachten).

Update: Wenn mich heute, viele Jahre, nachdem ich das Buch gelesen habe, jemand nach meinen Lieblingsbüchern fragt, bekommt "Stadt der Diebe" definitiv einen Platz in der oberen "Tabellenhälfte" :-). Ich finde die Geschichte wunderbar beschrieben und weiß gar nicht, mit welchen Worten ich diesen Roman noch weiter ausschmücken kann.

Also lest dieses Buch und lasst euch verzaubern!

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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht.

Agnes

Steckbrief 

Name: Agnes
Autor: Peter Stamm
Verlag: Fischer Verlag
Geeignet für: Menschen, die gerne Klassiker lesen, oder Geschichten mögen, in denen das Wesentliche zwischen den Zeilen passiert
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 2,5 von 5 Punkten

(Bild von Fischer Verlag

Klappentext 

(von Fischer Verlag

"Im überheizten Lesesaal der Public Library in Chicago wechseln sie die ersten Blicke, bei einem Kaffee die ersten Worte. Eines Tages fordert Agnes ihn auf, ein Porträt über sie zu schreiben, sie will wissen, was er von ihr hält. Schnell zeigt sich, dass Bilder und Wirklichkeit sich nicht entsprechen – und dass die Phantasie immer mehr Macht über ihre Liebesbeziehung erhält." 

Meine Meinung 

"Agnes" war eines der Pflichtlektüren für das diesjährige Deutsch Abitur. Nachdem mein Bruder seine Schulzeit erfolgreich hinter sich gebracht hatte, wollte er seine Deutschbücher möglichst schnell loswerden. Einige konnte ich mir erfolgreich unter den Nagel reißen. "Agnes" war eines davon. 

Das Cover ist schlicht gehalten, was mir sehr gut gefällt. Die Frau, welche nur Unterwäsche trägt, ist verschwommen zu sehen und ist mir somit auf den ersten Blick überhaupt nicht aufgefallen. Die Frau wirft bei mir schon einige Fragen auf: Warum trägt sie nur Unterwäsche? Handelt es sich bei "Agnes" um eine Art "Feuchtgebiete" auf hohem Niveau? An sich hat die Frauengestalt nicht viel mit der Geschichte zu tun, da diese definitiv nicht auf der körperlichen Ebene stehen bleibt. 

Inhaltlich habe ich schnell gemerkt, warum es sich hier um eine Sternchenlektüre handelt. Peter Stamm macht uns gleich im ersten Satz klar, dass es hier kein Happy End geben wird. Wir lernen den Protagonisten kennen, dessen Namen den ganzen Roman über irgendwie geheim bleibt. (Oder ich habe ihn gekonnt überlesen :-) ). Schnell wird klar, dass er kein Mann der großen Worte ist. Hier entdeckte ich die erste Parallele zu "Homo Faber". Auch dort ist der Protagonist eher wortkarg und macht viel im Stillen mit sich aus. 

Dadurch das Peter Stamm das Ende gleich im ersten Satz erzählt, war mein Interesse für die Geschichte dennoch geweckt und mich interessierte, was dazu führte, dass die Geschichte auf diese Art ein Ende fand. Spannung war also vorhanden. 
Was die Verstrickung der Handlungsstränge betrifft, bin ich mir aber noch etwas uneinig. 

Zum einen regte mich die Geschichte auf, weil ich das Gefühl hatte, dass beide Protagonisten überhaupt nicht auf einen Nenner kommen. Der Ich-Erzähler steckt in seiner ganz eigenen Welt und bastelt sich seine "Traum Agnes" zusammen, ohne auf die Agnes zu reagieren, mit der er eine Beziehung führt. Agnes scheint unseren Ich-Erzähler besser zu kennen, als er sich selbst. Doch hilft es ihr auch nicht wirklich weiter. 
Ich hätte beide am liebsten angeschrien, oder in einen Raum eingesperrt, damit sie endlich mal über das Unausgesprochene reden. Andererseits war auch gut zu erkennen, wie sich der Roman entwickelt. Was anfangs wortkarg beginnt, wird zunehmend detaillierter. Ich musste aufmerksam lesen, um nichts wichtiges zu verpassen. 

Da sich bei "Agnes" das Wesentliche im Unausgesprochenen präsentiert, stellt der Roman die perfekte Deutschlektüre dar, weil man beinahe jedes Wort umdrehen und vor- und rückwärts interpretieren könnte. (Ich glaube, das sehr viele Schüler diesen Roman verflucht haben). Einerseits überlegte ich mir, dass es mir zu Schulzeiten vielleicht gefallen hätte, andererseits war ich genervt, weil ich den Eindruck hatte, dass es Stamm geradezu darauf anlegte, seinen Roman zu interpretieren. 
Es gibt vergleichsweise tiefgründige Bücher, die einem die Wahl lassen. Wenn man zwischen den Zeilen liest, kann man mehr von der Geschichte erfassen. Falls man keine Lust darauf hat, wird einem trotzdem schöne Literatur geboten. Interpretiert man bei "Agnes" hingegen nicht, muss man sich durchaus fragen, welchen Sinn die Geschichte hat: Und schwupps beginnt man doch darüber nachzudenken. Also hat man keine wirkliche Wahl. 

Peter Stamm hat einen sehr interessanten Schreibstil. Zu Beginn seiner Geschichte sind seine Sätze höchstens eine Zeile lang. Je weiter die Geschichte voran geht, desto detaillierter wird der Schreibstil. Gegen Ende wird unser Protagonist wieder wortkarg. Der Schreibstil spiegelte die Stimmung des Ich-Erzählers sehr gut wieder. 
"Agnes" ließ sich relativ flüssig lesen, was bei mir aber auch daran lag, dass ich nicht gezwungen war, auf jedes Wort zu achten. 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich von "Agnes" eigentlich etwas enttäuscht bin. Ich hatte mir zum einen etwas mehr Tiefe gewünscht. Mein Eindruck war allerdings, dass man sich die Tiefe schon "herbeiinterpretieren" musste und es ganz davon abhing, aus welcher Perspektive man die Geschichte betrachten wollte. Gerade das Ende wirft einige Fragen auf und lässt mich unzufrieden zurück. 
"Agnes" lässt sich zwar vom Schreibstil her vergleichsweise leicht lesen, jedoch muss der Inhalt gut verdaut werden. Die Lektüre kann ich also nicht jedem empfehlen. 

Donnerstag, 13. August 2015

Blinde Vögel

Bild von Argon Verlag
Steckbrief 

Name: Blinde Vögel (auch als Buch erhältlich)
Autor: Ursula Poznanski
Verlag: Argon Verlag
Geeignet für: Thriller und Ursula Poznanski Fans
Gelesen oder gehört: gehört in autorisierter Fassung
Sprecher: Andrea Sawatzki
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Klappentext 

(von Argon Verlag

"Zwei Leichen bei einem Salzburger Campingplatz – ein Mann und eine Frau, beide Mitte zwanzig. Auf den ersten Blick sieht es nach Mord und Selbstmord aus, doch die beiden scheinen zu Lebzeiten keinen Kontakt miteinander gehabt zu haben. Die einzige Gemeinsamkeit ist eigentlich zu belanglos, um sie ernst zu nehmen: Die Toten haben in einer Lyrik-Gruppe auf Facebook stimmungsvolle Gedichte und Fotos ausgetauscht. Ganz harmlos? Beatrice Kaspary folgt ihrem Ermittlerinstinkt und schleust sich als U-Boot in die Gruppe ein. Bald ahnt sie, dass hier Botschaften ausgetauscht werden, die nur wenige Teilnehmer verstehen, düstere Botschaften voller Todesahnung. Und dann stirbt eine Frau aus der Lyrik-Gruppe..."


Meine Meinung 

Der Auftakt von Ursula Poznanskis Thriller Reihe um das Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger hat mir ja nicht wirklich gut gefallen. Da war ich von "Blinde Vögel" positiv überrascht. Schon nach den ersten Minuten musste ich schmunzeln und freute mich auf die Geschichte.

Inhaltlich fand ich mich sehr schnell in die Geschichte ein und stellte fest, dass mich diese von Anfang bis zum Schluss fesselte. Natürlich gehöre auch ich zur Facebook Generation und bin in einigen Gruppen mehr oder weniger aktiv. Ich hatte daher das Gefühl mitreden zu können.

Die Handlungsstränge waren hier sehr gut miteinander verbunden. Was anfangs mit Facebook beginnt, wechselt schnell zu literarischen Themen. Allerdings finden wir uns am Ende der Geschichte bei einem ganz anderen Thema wieder. Gerade diese unmerklichen Wechsel der Schauplätze haben mich wirklich gefesselt. Da ich mich besser in die Geschichte einfinden konnte, hatte ich auch keine Mühe den Überblick über die potentiellen Verdächtigen zu behalten. Der Kreis war überschaubar, jedoch war erst kurz vor Schluss klar, wer die Fäden in der Hand hält.

In "Blinde Vögel" habe ich auch die beiden Hauptcharaktere Beatrice und Florin besser kennen gelernt. Während es im vorherigen Band viel um Beatrice verwirrende Familiensituation geht, liegt hier der Focus auf Florin. Zwar wird die Geschichte hauptsächlich aus der Sicht von Beatrice erzählt, jedoch berichtet sie, wie sie Florins Stimmungen wahrnimmt. Schnell stellt sich die Frage, wie nah sich beide Kollegen sein wollen.

Beatrice Familie tritt in diesem Band nur als Randerscheinung auf. Das fand ich etwas schade, da ich gerne mehr über ihre Kinder gelesen bzw. gehört hätte. Wobei ich hier auch anmerken muss, dass es sich um eine autorisierte Fassung handelt und ich daher nicht sagen kann, ob die Familie in der gedruckten Version auch zu kurz kommt.

Der Spannungsbogen wird hier sehr gut aufgebaut. Wir begleiten Beatrice, die immer mehr in die Facebook Lyrik Gruppe einsteigt und lernt, wie dort kommuniziert wird. Gut herausgearbeitet finde ich, dass mehr zwischen den Zeilen, als mit direkten Worten berichtet wird. Das Prinzip, dass man Teil einer virtuellen Clique sein muss, um die geschriebene Sprache zu verstehen, ist hier gelungen übersetzt worden.

Ursula Poznanski präsentiert in "Blinde Vögel" einen genialen Schreibstil. Sie muss hier nicht nur sprachliche Bilder, oder gute Dialoge transportieren. Wichtig ist hier auch, sich in verschiedene Charaktere hineinzuversetzen und deren geschriebene Sprache glaubhaft darzustellen, ohne zum Schluss festzustellen, dass jeder Charakter gleich klingt. Immer wieder ertappte ich mich dabei, wie ich bestätigend nickte und feststellte: "Ja, genauso läuft es ab, im sozialen Netzwerk." Poznanski hat diese Art der Kommunikation wunderbar umgesetzt. Müsste ich es mit einem sprachlichen Bild vergleichen, würde ich behaupten, dass es ähnlich ist, wie bei einem Liedtext. Die Band, die das ausspricht, was jeder denkt, sodass sich die Zuhörer in den Liedern wiederfinden. Genauso ging es mir bei den Facebook Dialogen in "Blinde Vögel".

Andrea Sawatzki hat den Roman durch ihre schlichte Art die Geschichte zu interpretieren sehr gut untermalt. Somit wurde die ereignisreiche Handlung gut ergänzt. Ich hätte mir hier keine besser Besetzung vorstellen können und freue mich sehr auf den Folgeband, der ebenfalls von der Schauspielerin gelesen wird.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich in "Blinde Vögel" viel leichter in die Geschichte gefunden habe. Dies lag zum einen wohl daran, dass mich der Inhalt mehr interessierte, zum anderen aber auch, dass sich die Geschichte und die Umsetzung als Hörbuch hier wieder sehr gut ergänzt haben und keines der beiden Punkte dominierte.

Während ich in "Fünf" nicht wirklich etwas mit den Hauptcharakteren anfangen konnte, hatte ich hier den Eindruck, sie ein bisschen besser erfassen zu können. Zudem gefiel mir wieder, wie viel zwischen den Zeilen abläuft.

Sonntag, 9. August 2015

Ge(h)dacht - Inklusion: Fluch oder Segen?

Vorwort...

Inklusion ist in aller Munde. Immer wieder gibt es meist positive Berichte in den Medien über aktuelle Projekte, integrierte Schüler und ein zufriedenes Umfeld. Jeder wird - mehr oder weniger - dazu gezwungen, sich mit dem Thema zu befassen. Schließlich geht es uns ja alle etwas an. Und jemanden ausschließen, nur weil er anders ist? Nein, das ist diskriminierend. Das möchte niemand... Doch wo fängt Inklusion an, und wo hört sie auf?

Worum es in meinem Artikel geht: Ich beziehe mich hier auf die Frage, ob oder wie Inklusion in Schulen gestaltet werden sollte. Da ich selbst keine Regelschule besucht habe, greife ich hier auf Berichte aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis zurück, der aus Menschen besteht, die eine leichte oder hochgradige Sehbehinderung haben, oder Freunden, die vollständig erblindet sind.


Sehbehinderung / Blindheit - Was ist das? 

Nach dem Gesetz werden Sehbehinderte und Blinde folgendermaßen definiert:

(leichte) Sehbehinderung: Als sehbehindert gilt man, wenn man auf dem besser sehenden Auge selbst mit Hilfsmitteln (Kontaktlinsen / Brille) nicht mehr als 30% sieht.

hochgradige Sehbehinderung: Als hochgradig sehbehindert gilt man, wenn man auf dem besser sehenden Auge mit Hilfsmitteln (Kontaktlinsen / Brille) nicht mehr als 5% sieht.

gesetzlich Blind: Man gilt als gesetzlich blind, wenn man auf dem besser sehenden Auge mit Hilfsmitteln (Kontaktlinsen / Brille) nicht mehr als 2% sieht.

(Quelle: BSVSH)

--- AUFGEPASST --- 

Um das ganze Prozedere jetzt noch etwas komplizierter zu machen, möchte ich darauf hinweisen, dass die ein oder andere Definition im Volksmund anders läuft.

Dort bezeichnen sich Menschen, die laut dem Gesetz eine leichte SEhbehinderung haben, auch schon als "hochgradig sehbehindert", da diese Bereiche oft fließend ineinander übergehen.

Zudem ist es wichtig zu beachten, dass man zwar als gesetzlich blind gelten kann, das aber nicht bedeutet, dass man "gar nichts" sieht. Hier können Betroffene - je nach Augenerkrankung - Farben, Umrisse, oder Tageslicht erkennen.


Inklusion - Fluch oder Segen? 

Der Grundgedanke der Inklusion ist eine wirklich tolle Sache. Ziel ist es, Gruppen, die aus der Norm herausfallen in die Gesellschaft miteinzubeziehen. Im Gegensatz zur Integration geht es aber nicht darum, diese Randgruppen in bisher bestehende Systeme zu integrieren, sondern die aktuellen Systeme den Randgruppen anzupassen.

Um das auf das Modell der Schule zu übertragen: Behinderte sollen also nicht nur in Regelschulklassen "gestopft" werden nur um sie dann sich selbst zu überlassen.
Es werden jede Menge unterstützende Maßnahmen geboten.

Im Falle eines sehbehinderten oder blinden Schülers wäre das: Je nach Bedarf eine Assistenz im Unterricht, die Dinge diktiert, die an die Tafel geschrieben werden, bei Fächern wie Sport, Mathe, oder Kunst unterstützt. Außerdem gibt es einen regelmäßigen Kontakt zu einem Integrationslehrer, der dem sehbehinderten / blinden Schüler Arbeitstechniken beibringt. Im Falle eines blinden Schülers wäre das beispielsweise die Punktschrift (auch Blindenschrift genannt).
Oftmals kommen diese Lehrer zu Beginn auch in die Klassen, bringen so genannte Simulationsbrillen mit, die verschiedene Augenkrankheiten "darstellen" sollen. Dann werden einfache Dinge ausprobiert, wie beispielsweise lesen, schreiben oder etwas zu essen. Oft stellt sich das als schwieriger heraus, als zu Beginn gedacht.

Klingt doch an sich super, oder? Das Schwierige bei solchen Modellen ist, dass es in der Praxis oft anders aussieht. Meiner Meinung nach müssen folgende Aspekte gegeben sein, damit eine Inklusion möglichst einwandfrei läuft.


Aspekte der Inklusion 

Früher Einstieg: 
Wer Kinder kennt, erahnt vielleicht, was ich mit dieser Überschrift meine. Kinder sind direkt. Sie fragen das, was sie interessiert und lassen sich nicht durch äußere Gegebenheiten verunsichern. Natürlich können Kinder auch grausam sein, keine Frage. Ich denke aber, wenn behinderte und nicht behinderte Kinder miteinander aufwachsen spielt die Behinderung irgendwann keine Rolle mehr, weil sie ein Teil des Alltags wird.

Assistenz in der Schule: 
Hier sind meine Vorstellung wahrscheinlich viel zu ideologisch. Assistenzkräfte sind oft jährlich wechselnde FSJler, die den Schülern im Unterricht unterstützen. Allerdings ist gerade die Assistenzkraft eine wichtige Stütze um den Schüler in seiner Selbstständigkeit zu fördern. Jedoch ist der Schulalltag oft stressig. Raumwechsel stehen an, es muss schnell gehen. Es bleibt also nicht immer die Zeit, auf einen Schüler einzugehen.

Beispiel: Eine vollblinde Freundin von mir, wurde mehrere Jahre inklusiv beschult. Sie hatte wöchentliche Kontakte mit ihrem Integrationslehrer, der ihr u.a. den Umgang mit dem PC und den damit verbundenen Hilfsmitteln, wie beispielsweise einer Sprachausgabe, oder der oben erwähnten Punktschrift beibrachte. In der Schule wurde sie von einer Assistenzkraft begleitet, die für sie den Laptop aufbaute, anmachte, oder ihn bei Transfers - also von Raum A nach Raum B gehen - trug. Ab der 9. Klasse wechselte die Freundin auf ein Gymnasium für Blinde und Sehbehinderte und musste nun erst einmal lernen, wie man einen Laptop aufklappte, oder ihn anschaltete, um damit arbeiten zu können. 

Soziale Integration: 
Wir alle kennen diesen Punkt aus unserer eigenen Schulzeit. Jeder sucht sich Menschen, die einen interessieren. Es werden Grüppchen gebildet, die sich aber genauso schnell wieder auflösen können. Oft wird der erste Kontakt über Mimik oder Gestik hergestellt. Man winkt sich zu, blickt sich an und schwupps sind Gesprächspartner gefunden.

Bei sehbehinderten oder blinden Schüler geht es schon los, dass sie weder Blickkontakt aufnehmen, noch Gestiken erkennen können. Also müssen beide Gruppierungen gezielt aufeinander zu gehen und ein Gespräch beginnen, was oft gar nicht so einfach ist, wie gedacht. Die Aspekte, die bei nichtbehinderten oft nonverbal abgeklärt werden, bleiben oft unausgesprochen im Raum stehen.

Gerade die Pubertät macht solche Sachen auch oft nochmal eine Nummer komplizierter. Hier gibt es nicht nur Unsicherheiten in der Kommunikation, sondern auch erste Vorstellungen, wie Freundschaften zu sein haben, oder wer zu einer Gruppe dazugehören darf.

Beispiel: Die oben beschriebene Freundin wurde in ihrer Stufe eher misstrauisch beäugt. Eine Zeit lang gehörte sie zu einem Grüppchen, dass sich aber sehr schnell auflöste, weil es "uncool", sei mit "der Blinden" befreundet zu sein. 

Materialbeschaffung: 
Im Gegensatz zu nicht behinderten Schülern, können sehbehinderte und blinde Schüler mit normalen Kopien von Texten oft nicht viel anfangen. Blinde Schüler können sie schlicht und ergreifend nicht lesen und brauchen diese entweder in Blindenschrift, oder - in der heute gängigen Form - digital auf dem PC, um sie sich vorlesen zu lassen. Sehbehinderte Schüler hingegen sind auf Großkopien der Texte angewiesen.
Allerdings wissen wir auch, wie viel Lehrer in einer Regelschule zu tun haben. Da braucht es nicht nur Verständnis, sondern oft auch zusätzliche Motivation, um den Mehraufwand zu bewältigen.

Beispiel: Eine Freundin, deren Sehbehinderung durch Kontaktlinsen ausgeglichen werden kann, nach dem Gesetz also nicht als sehbehindert gilt, war während ihrer Schulzeit dennoch auf Großkopien angewiesen. Hier kam nicht nur der Aspekt dazu, die Lehrer darauf aufmerksam zu machen, sondern auch zu erklären, dass sie sich, obwohl sie sich "normal" bewegt, auf die Texte angewiesen ist, da sie sonst im Unterricht nicht mitarbeiten könne. 


Positive Beispiele 

Wer nach dem obigen Text jetzt betroffen zu Boden blickt, den virtuellen Artikel am liebsten in den nächsten Mülleimer pfeffern würde, weil er mich als Verfasserin, oder die "böse" Menschheit verflucht, sollte sich unbedingt diesen Abschnitt durchlesen.

Als mir klar wurde, dass ich einen Bericht über dieses Thema schreiben möchte, dachte ich mir, dass er ziemlich einseitig wird, wenn ich nur die ganzen Negativbeispiele aufzähle, die mir zu Ohren gekommen sind. Deswegen habe ich in einer Facebook Gruppe eine Diskussion über das Thema angezettelt und um Erfahrungsberichte gebeten.

Früher Einstieg: 
Hier schilderte eine Betroffene, dass sie das Glück hatte gleich von Beginn an in einer Regelschule gelandet zu sein. Am Anfang habe es zwar viele Fragen über ihre Blindheit, irgendwann war das Thema aber ausdiskutiert und es war klar, welche Sachen sie machen konnte und wo sie Unterstützung bräuchte.

Soziale Integration: 
Die oben beschriebene Betroffene gehörte immer zu irgendeiner Gruppe. Während der Pubertät änderten sich die Cliquen, jedoch war es nie so, dass sie zu den Außenseitern ihrer Stufe gehörte.

Assistenz: 
Ebenfalls wurde sie im Unterricht von einer Assistenzkraft begleitet. Diese zog sich in den Pausen aber dezent zurück und musste sie zum Schluss in den meisten Unterrichtsfächern auch nicht mehr begleiten, da dort Sitznachbarn während eines Tafelanschriebes leise den vorne stehenden Text mit murmelten, sodass sie ihn mitschreiben konnte.

Materialbeschaffung: 
Auch hier hatte sie großes Glück, war sich aber darüber klar, das dies maßgeblich an der Motivation ihrer Lehrer lag.

Es gab auch Betroffene, deren Schulzeit alles andere als schön war. Allerdings berichten diese, dass sie nun gestärkt aus dieser Zeit hervorgehen und sich nun um ihre Sachen kümmern können.


Fazit 

Ihr seht: Es müssen bei diesem Thema beide Seiten beachtet werden. Es bringt nichts, wenn der sehbehinderte / blinde Schüler alle Materialien zur Verfügung gestellt bekommt, motivierte Lehrer hat, aber trotzdem sozial isoliert lebt.

Genauso gut kann das soziale Netz zwar gut sein, die Unterstützung seitens der Lehrer aber gering. Wenn Behinderte also eine Sonderschule besuchen, heißt das nicht gleich, dass sie nicht weniger drauf haben, als Regelschüler.

Ich denke aber auch, dass Inklusion unter den gegebenen Umständen nicht funktionieren kann, weil es zum einen an Personal, der technischen Ausstattung und hier und da dem sozialen Miteinander fehlt.

Behindertenrechtskonvention also hin- oder her: Ich finde es wichtig, dass Betroffene weiterhin die Wahl haben, welche Schulform sie besuchen möchten.


Ihr seid gefragt 

Wie steht ihr zu diesem Thema?
Geht es euch schon auf die Nerven?
Oder habt ihr selbst Erfahrungen mit Inklusion gemacht?

Samstag, 8. August 2015

Ein Jahr Ge(h)Schichten...

Bild von pixabay




Hallöchen!
Schnappt euch ein Stück Kucken, holt euch einen Kaffee und kommt mit auf eine kleine Reise.
Ge(h)Schichten feiert heute 1-jähriges Bestehen. Und es ist Zeit zurückzublicken...


Statistik von Anfang bis heute... 

7.800 Seitenaufrufe
43 Follower bei Google-Friend Connect
41 positive Daumen bei Facebook (und nein, es sind nicht ausschließlich Freunde und Bekannte dabei :-) ).

Erste Rezension: Arbeit und Struktur (von Wolfgang Herrndorf)

Die 5 meist geklickten Beiträge bis heute:
Schreibmarathon - Das Jahresprojekt 
Emma fragt - Britta Wisnewski 
Studieren mit Sehbehinderung 
Sunrise Avenue in Freiburg - Konzertbericht
Die Tabelle, wie sie sein sollte - Bericht vom ESC 2015


Wie aus "Emma Zeckas Welt der Bücher"  "Ge(h)Schichten" wurde

Ich habe fast drei Jahre einsam vor mich hin gebloggt. Gegen Ende hatte ich zwar den Eindruck, mir einen Namen gemacht zu haben, allerdings war das Schweigen in "Emma Zeckas Welt der Bücher" groß und auch meine Motivation war auf der Strecke geblieben. Zudem fragte ich mich: Was haben andere, was ich nicht habe? Warum verfolgen 100 Menschen meine Seite, wenn sie offenbar doch nicht vorbeischauen?
Kurzerhand wurde ein Gemeinschaftsprojekt ins Leben gerufen, das aber große Startschwierigkeiten hatte und schließlich still und leise sein Ende fand.

Dann fragte ich mich: Was will ich wirklich? Was interessiert mich eigentlich? Und schließlich wurde Ge(h)Schichten geboren. Am 08.08. (das Datum ist trotz der Schnapszahl wirklich unabsichtlich gewählt) wurde der erste Beitrag im virtuellen neuen Zuhause veröffentlicht.

Innerhalb der letzten vier Jahre hat sich meine Einstellung zum Bloggen komplett gewandelt.
Mittlerweile blogge ich nicht mehr für die breite Masse, sondern berichte über das, was mich bewegt und freue mich, wenn es Menschen gibt, die Freude an meinen Beiträgen finden und sie gerne lesen. Mal schauen, wohin uns die Reise führt.


DANKE!

Nun möchte ich mich bei EUCH bedanken! Nie hätte ich damit gerechnet, dass sich innerhalb eines Jahres fast 50 Leser für die Inhalte auf Ge(h)Schichten interessieren. Zudem scheinen auch die Suchmaschinen langsam Gefallen an Ge(h)Schichten zu finden.

Ich bedanke mich für EUER:
Interesse: In Form von Klicks, Likes und dem Beiträge-Teilen auf Facebook und natürlich hier auf dem Blog.
Feedback: In Form von Kommentaren sowohl auf dem Blog als auch auf der dazugehörigen Facebook Seite.


In diesem Sinne... 

hoffe ich, dass wir noch viele Jahre gemeinsam verbringen werden.
Lasst die imaginären Sektkorken knallen und genießt den Tag!

Freitag, 7. August 2015

Freshtorges Kartoffelsalat - Nicht fragen...

Anlass diesen Beitrag zu schreiben, war eine Email, die ich von einem Mitarbeiter des Carlsen Verlags erhielt. Er wollte auf das Buch zum Film "Kartoffelsalat - Nicht fragen" aufmerksam machen und bot unter anderem Rezensionsexemplare an. Schwupps hatte ich ein Buch im Briefkasten, musste aber sehr schnell feststellen, dass dieses Buch nicht in das Schema einer typischen Rezension passt. Deswegen wird ein kleiner Bericht daraus...


"Kartoffelsalat - Nicht fragen" Der Film 



Handlung: 


"Leo Weiß (gespielt von Freshtorge) hat ein schweres Leben an seiner Schule. Er ist der Klassenälteste, aber nicht der beliebteste. Leo kämpft mit schlechten Noten und mangelnder Anerkennung. So beschließen seine Eltern ihn auf eine neue Schule zu verlegen, in der Hoffnung auf einen Neuanfang.

Dieser erweist sich aber als steinig, denn nur zwei Aussenseiter bieten ihm Anschluss, während er sich Hals über Kopf in die extrem tussige „Perle“ verliebt.

Als ein bedrohlicher Virus ausbricht, der aus den Schülern fresssüchtige Infizierte macht, ergreift Leo die Initiative und beweist sich als Held. Von nun an startet eine waghalsige Rettungsaktion, in der Leo versucht, die nicht befallenen Schüler zu retten. Und möglicherweise ist es auch nicht für die Infizierten zu spät…"

YouTuber Freshtorge hatte die Idee zum Film, holte sich andere erfolgreiche Menschen aus der Szene an Bord, wie z.B. Y-Titty, Melina usw.
Hier und da ist auch der ein oder andere bekannte Schauspieler zu sehen. Unbedingt erwähnt werden sollte auch der Executive Produzent Otto Waalkes, der den Film nicht nur mitfinanzierte, sondern dem Regisseur auch mit Rat und Tat zur Seite stand. 

Mehr "Kartoffelsalat" bei... 
Die Offizielle Website zum Film -> HIER 

Zum Buch 

"Kartoffelsalat - Nicht fragen" 
Erschienen im Carlsen Verlag 
144 Seiten 
Ab 12 Jahren 

(Bild von, Infos von: Carlsen)

Gedanken zum Buch 

Eigentlich gehöre ich nicht zur YouTube Generation. Während den meisten Jugendlichen Namen wie Freshtorge, oder Y-Titty schon lange ein Begriff sind, wurde ich erstmals im Rahmen der diesjährigen ESC Berichterstattung auf Freshtorge aufmerksam, oder bekam von Freunden Videos der Gruppe Y-Titty verlinkt. 
Als ich zufällig eines Abends "TV Total" schaute, war Stefan Raabs Couch gefüllt mit Internet-Stars. So erfuhr ich von dem Projekt "Kartoffelsalat". Nebenbei erwähnt sei, dass Raab natürlich fragte, warum die Youtuber unbedingt einen Kinofilm produzieren wollten. Schließlich seien ihre Videos ja auch kostenlos im Internet zu sehen. Nach kurzer Irritation einigte man sich auf die gemeinsame Antwort, dass die Gruppe beweisen wolle, dass eben viel Arbeit dahinterstecke einen Film zu produzieren und sich die Clique ihre Videos auch nicht mal eben so aus dem Ärmel schüttelt. 

Ich schlage das Buch auf und stelle fest: Viele Bilder wenig Text. Genau das wünschen sich Jugendliche, die Bücher höchstens für den Deutschunterricht in die Hand nehmen. Diejenigen unter euch, für die 500-Seiten Romane kein Hindernis darstellen, müssen da erstmal schlucken. Kurz fragte auch ich mich, ob das Buch bei mir an der richtigen Adresse war. Allerdings stellte ich fest, dass ich es im Großen und Ganzen wirklich unterhaltsam fand und keine Mühe hatte in eine mir unbekannte Welt einzutauchen. 

Das Buch ist sehr bunt gehalten. Neben vielen Fotostrecken, schmückt es sich auch mit den Bildern beinahe aller Mitarbeiter, kurzen Biografien und einigen Steckbriefen der (potentiellen) Schauspieler, die auch in einer typischen Schriftart dargestellt waren. 

Was mir sehr gut gefallen hat: Wenn ich das Buch so durchblättere, stelle ich fest, dass das ein oder andere bekannte Gesicht an der Produktion beteiligt ist. Jedoch stehlen die "alten Hasen" im Showgeschäft der jungen Generation keinesfalls die Show. Während die Biografien der Youtuber gut ausgeschmückt sind, werden andere Texte eher schlicht gehalten, was aber auch nicht weiter schlimm ist. 

Das Begleitbuch zu "Kartoffelsalat - Nicht fragen" ist wunderbar ergänzend für Fans der Youtube-Stars. Sie erfahren wer alles an dem Projekt beteiligt war, wie es hinter den Kulissen aussah und bekommen außerdem drei waschechte Kartoffelsalat Rezepte geliefert. 

Nicht zu vergessen gibt es auch die ein oder andere Überraschung im Buch, über die ich jetzt natürlich nicht berichten werde, weil es sonst keine Überraschung mehr wäre. 


"KARTOFFELSALAT" - 
SUCHT NEUES ZUHAUSE

Du bist ein Fan der YouTuber und liebst Kartoffelsalat? 
Oder möchtest einem "Kartoffelsalat"- Fan eine große Freude bereiten? 
Dann hast du jetzt die Möglichkeit ein Exemplar des Buches zu gewinnen. 

Was du dafür tun musst? 
Schicke mir eine Mail an: EmmaZecka@gmx.de mit dem Betreff: KARTOFFELSALAT
und natürlich deiner Adresse.

Also los geht's!
Hau in die Tasten!


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* Dieses Buch wurde mir von dem Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Mittwoch, 5. August 2015

Ich lass dich nicht los

Bild von
 
Goldmann 
Steckbrief 

Name: Ich lass dich nicht los
Autor: Madeleine Reiss
Verlag: Goldmann Taschenbuch Verlag
Geeignet für: Menschen, die gerne Thriller lesen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 3 von 5 Punkten



Klappentext 

(von Goldmann

" 'Ich hab dich lieb, jeden und jeden Tag.' Unzählige Male hat Carrie diesen Satz zu ihrem fünfjährigen Sohn Charlie gesagt, so auch an jenem Sommertag an der Küste von Norfolk, als ein langer Schatten auf ihr Leben fiel: Sie hatte nur für einen Moment die Augen geschlossen, und als sie sie wieder aufschlug, war Charlie fort. Auch drei Jahre später bestimmt dieses traumatische Ereignis noch Carries Leben, als sie zufällig die alleinerziehende Mutter Molly kennenlernt. Doch noch können die beiden Frauen nicht ahnen, dass an jenem Tag am Strand eine Verbindung entstanden ist, die ihrer beider Schicksal bestimmen wird ..."


Meine Meinung 

Auf der Suche nach einem neuen spannenden Buch bin ich auf "Ich lass dich nicht los" von Madeleine Reiss gestoßen. Das Buch fiel mir aufgrund seines Covers sofort auf. Der Klappentext machte mich neugierig auf die Geschichte und ich freute mich, als ich erfuhr, das mir der Roman als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt werden konnte. 

Inhaltlich geht es, wie oben schon erklärt, einerseits um Mutter Carrie, deren Sohn Charlie spurlos verschwindet. Carrie quält sich mit Selbstvorwürfen und bleibt auch Jahre später in der Ungewissheit zurück, ob ihr Sohn lebt, oder wirklich, wie die Polizei glaubt, bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen ist. 
In dem zweiten Handlungsstrang geht es ebenfalls um eine Mutter. Für ihren Sohn Max würde Mutter Molly alles tun. Doch das Glück der beiden wird auf eine harte Probe gestellt. 

Anfangs hatte ich keine Mühe mich in beiden Handlungssträngen einzufinden. Ich konnte Carries Trauer um den verschollenen Sohn gut nachvollziehen. Auch die Nebencharaktere in Carries Kapiteln, wie beispielsweise Carries verpeilte aber liebenswerte Freundin Jen, hatten es mir angetan und mich das ein oder andere Mal zum schmunzeln gebracht. Mollys und Max Geschichte bot den spannenden Teil des Romanes. Schnell stellte sich heraus, dass eine unheilvolle Bedrohung über ihnen schwebt. Gespannt blätterte ich durch die Seiten und hielt den Atem an, als sich das Böse nähert und die beiden in Beschlag nimmt. 

Allerdings dauerte es mir zu lange bis beide Handlungsstränge aufeinander trafen. Dem Leser wurde zwar schnell klar, wo sich beide Familien schon einmal begegnet waren, jedoch ließ es auf sich warten, bis es auch den beiden Protagonistinnen klar wurde und sie sich in der Gegenwart wieder trafen. 

Während es in Mollys Handlungsstrang wirklich zur Sache geht, begleiten wir Carrie die meiste Zeit des Buches im Hin- und Her zwischen Trauer und normalem Alltagsgeschehen. Natürlich ist das Thema Trauer wichtig. Aber nach der Hälfte des Romanes begann ich die Kapitel um Carrie ehrlich gesagt nur noch zu überfliegen, weil mir hier die Steigerung der Geschichte fehlte. Anfangs war es zwar spannend Carrie in ihrem Alltag zu begleiten. Ich hatte aber den Eindruck, dass sich die Protagonistin auf der Stelle bewegt. Der Handlungsstrang um Max und Molly hingegen fesselte mich regelrecht. 

Madeleine Reiss Schreibstil kennzeichnet sich durch ein paar schöne Stilmittel. Während die Geschichte meist aus der Sicht von Carrie und Molly erzählt wird, bekommmen einige Kapitel auch die Handschrift von Ich-Erzähler Max, Mollys Sohn. Gerade die kindliche Perspektive unterstrich die Bedrohung in der er sich befand und ließ mich mit ihm bangen. 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich "Ich lass dich nicht los" nicht wirklich überzeugen konnte. Natürlich hat es typische Thriller Effekte und mich hier und da auch wirklich zum lächeln gebracht. Allerdings bewegte sich die Geschichte für mich lang auf der Stelle und ich konnte einige Handlungen der Charaktere nicht immer nachvollziehen.


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* Dieses Buch wurde mir von dem Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.