Sonntag, 31. Mai 2015

Mein Mai 2015 - Potentielle Doppelgänger, Aus dem Leben eines "Pendlers",

Vorwort? 

Hm, was soll ich sagen? Irgendwie ist es auch mega komisch, wenn ich schon wieder schreibe, dass der Mai, wie im Flug vergangen ist... Allerdings gibt's diesmal viel zu berichten.
Ich wünsche viel Spaß beim lesen.


Gelesen im Mai 

Die Chefin von Gaby Köster

(Bild von Random House Audio

Klappentext 




"In Marie Sanders Leben läuft es nicht mehr. Denn die erfolgreiche Rocksängerin sitzt im Rollstuhl. Schlaganfall, zwei Tage nach ihrem zweiundvierzigsten Geburtstag. Also ideale Voraussetzungen, um eine Verbrecherbande durch halb Europa zu verfolgen. Um sich in einen selbstverliebten Bodybuilder zu verlieben. Um zwei Kinder zu retten. Um das Leben neu zu atmen."


Crush von Sandra Brown 

(Bild von blanvalet

Buchinfo

(Beschreibung von blanvalet

"Atemlose Spannung, raffinierte Abgründe und knisternde Sinnlichkeit!

Ausgerechnet die angesehene Ärztin Rennie Newton ist als Geschworene für den Freispruch des Profikillers Lozada verantwortlich. Jetzt aber steht sie selbst unter Mordverdacht. Hat Rennie tatsächlichen einen Mord in Auftrag gegeben – oder tötet Lozada aus eigenem Antrieb für die Frau, die er vergöttert? Nur ein Mensch vertraut Rennie noch: der vom Dienst suspendierte Polizist Wick Threadgrill. Wick ahnt jedoch nicht, wie viele Geheimnisse Rennie tatsächlich zu verbergen hat …"

Dying for Beauty von Todd Strasser

(Bild von carlsen)

Klappentext 

(von carlsen

"Die 18-jährige Shelby liebt ihren Vater über alles. Er unterhält ein Fotostudio in der Stadt und erstellt hin und wieder Bewerbungsmappen für angehende Models. Als Shelby eines Tages plötzlich anonyme E-Mails erhält, die ihren Vater als Betrüger und Mädchenverführer bezeichnen, bricht für sie eine Welt zusammen. Kirby Sloan weist jegliche Anschuldigungen von sich, doch dann verschwinden drei Mädchen aus der Umgebung und in seinen Archivschränken finden sich ihre Modelmappen."


Phobia von Wulf Dorn

(Bild von Heyne Verlag

Klappentext 

(von Heyne Verlag

"Angst hat ein Zuhause

Eine Dezembernacht im Londoner Stadtteil Forest Hill. Sarah Bridgewater erwacht, als sie ihren Mann überraschend früh von einer Geschäftsreise nach Hause kommen hört. Doch der Mann, den sie in der Küche antrifft, ist nicht Stephen. Er trägt jedoch den Anzug ihres Mannes, hat dessen Koffer bei sich und ist mit Stephens Auto nach Hause gekommen. Der Fremde behauptet, Stephen zu sein, und weiß Dinge, die nur Sarahs Mann wissen kann.

Für Sarah und ihren sechsjährigen Sohn Harvey beginnt der schlimmste Alptraum ihres Lebens. Denn der Unbekannte verschwindet ebenso plötzlich wieder, wie er bei ihr aufgetaucht ist, und niemand will ihr glauben. Nur ihr Jugendfreund, der Psychiater Mark Behrendt, kann ihr jetzt noch helfen. Ein psychologisches Duell mit dem Unbekannten beginnt. Und von Stephen Bridgewater fehlt weiterhin jede Spur …"


Der Engelsbaum von Lucinda Riley

(Bild von der hörverlag)

Klappentext 


"Kann sie sich DER WAHRHEIT STELLEN? – Der GRANDIOSE ROMAN von Bestseller-Autorin LUCINDA RILEY

Dreißig Jahre sind vergangen, seit Greta Marchmont das Herrenhaus verließ, in dem sie einst eine Heimat gefunden hatte. Nun kehrt sie zurück nach Marchmont Hall in die verschneiten Berge von Wales – ohne jegliche Erinnerung an ihre Vergangenheit, denn seit einem tragischen Unfall leidet Greta an Amnesie. Bei einem Spaziergang durch die winterliche Landschaft macht sie eine verstörende Entdeckung: Sie stößt auf ein Grab im Wald, und die verwitterte Inschrift verrät ihr, dass hier ein kleiner Junge begraben ist – ihr eigener Sohn! Greta ist zutiefst erschüttert und beginnt mit der Suche nach der Frau, die sie einmal war. Doch wird sie genug Mut aufbringen, um der schockierenden Wahrheit ins Gesicht zu blicken?".

Davon Rezensionsexemplare: 2 Bücher 


Situationen des Monats - Pleiten Pech und Pannen - oder - mysteriöse Vorgänge


Situation 1 - Der eigene Doppelgänger... 

0:15 Uhr in Deutschland. 
Emma sitzt vor ihrem PC und freut sich zu später - oder um genau zu sein mitten in der Nacht - ihres Lebens. 
Sie entdeckt das neue Verb "facebooken", für sich und macht ihren Kanal unsicher. 
Da springt ihr die Spalte: "Kennst du schon...?", ins Auge und das eine vorhandene Auge wird groß... 

Facebook: Kennst du Ayasha Mack? 
Emma (die weiß, wer sie ist und wer sie nicht ist): Ob ich sie KENNE? Ich bin Ayasha Mack! (Um die Tragweite des Witzes zu verstehen -> IMPRESSUM HIER ENTLANG

Doch die Seite der potentiellen Doppelgängerin bleibt schweigsam. Bilder, Freunde oder gar das Heimatland sind entweder gut geschützt, oder einfach nicht vorhanden. Aber immerhin kann behauptet werden, den eigenen Doppelgänger, oder das was davon gezeigt werden will, gefunden zu haben. 


Situation 2 - Die tägliche Episode aus dem Leben einer Langstockbesitzerin - oder - Pendelnd durch die Weltgeschichte... 

Montag Abend. Es ist kurz nach 21 Uhr. Obwohl der Mai bereits begonnen hat, ist es um diese Uhrzeit bereits dunkel. Der Blick auf die Handy Uhr sagt mir, wenn ich die richtige Straßenbahn verpasse, werde ich eine halbe Stunde damit verschwenden auf die nächste, Bahn zu warten, welche mich nach Hause bringt. Einziges Problem: Schnell von A nach B kommen, mit dem Langstock in einer gepflasterten Innenstadt inklusive Straßenbahnschienen Überquerung innerhalb von 10 Minuten. 

In meinem Kopf: "Nicht reden! Stock ausklappen und auf geht's!". 

Schnellen Schrittes pendle ich mich in die richtige Richtung. Von weitem vernehme ich eine Gruppe grölender Menschen, die aus der Richtung kommt, in die ich mich gerade bewege. Betrunken? Verdrogt? Gute Frage, aber für die eigentlich zu erzählende Situation auch irrelevant, da das Grüppchen mehr zur akustischen Untermalung dient. 
Fakt ist: Sie klingen gut drauf. 

Die Schienen sind frei, werden von mir erfolgreich überquert, ohne, dass sich die Spitze des Langstocks mit den Schienen verbrüdert. 
An der Haltestelle herrscht trotz abendlich, noch nicht ganz später Stunde, verhältnismäßig viel Betrieb. Die Bahn lässt auf sich warten, was nur positiv gedeutet werden kann. Ich atme erleichtert aus und freue mich die Bahn mit hoher Wahrscheinlichkeit noch zu erreichen. Ein Typ steht neben mir. 

Der Typ: "Hallo", in dem "Wir kennen uns"- Tonfall. 
Es ist dunkel. 
Ich starre ihn an und in meinem Gehirn beginnt es zu rattern. 

Frage: Woher könnten wir uns kennen? 

Mehrere Antworten sind möglich:

Möglichkeit 1: Klient von einer Praktikumsstelle / ehrenamtlichen Tätigkeit? 
Schlussfolgerung: Unwahrscheinlich, klingt zu jung. 
Möglichkeit 2: Kommilitone 
Schlussfolgerung: Möglich, Stimme aber zu unbekannt. Optik... bei diesen Lichtverhältnissen nicht einwandfrei beurteilbar. 

Möglichkeit 3: ehemaliger Arbeitskollege
Schlussfolgerung: sehr unwahrscheinlich, klingt zu jung. 

Möglichkeit 4: Sonstiger Verwandter / Bekannter 
Schlussfolgerung: Sehr unwahrscheinlich, hätte mich gezielt mit meinem Vornamen angesprochen. 

SYSTEMFEHLER - ERROR: Keine passende Kategorie gefunden. Gehörte Stimme kann nicht zugeordnet werden. 

Hinzukommendes Problem: Eine Bahn fährt ein. Obwohl es dunkel ist, die Helligkeit somit nicht dafür sorgt, dass die beleuchtete Nummer der Straßenbahn meinerseits nicht gelesen werden kann, übersehe ich den Namen der Linie. Aber es kann mit hoher Wahrscheinlichkeit nur meine Bahn sein. 

Zu Problem 1: Da kein passendes Zuordnungsmerkmal gefunden wird, greife ich zur alt bekannten Höflichkeitsform zurück. 

Ich: "Entschuldigen Sie, können Sie mir sagen welche Linie das ist?". 
Er erstaunt: "Ähm Ayasha... ich weiß nicht, ob du's weißt... aber wir sitzen zusammen im Seminar..." beantwortet mir dann die gestellte Frage.

Die Zeit in diesem Moment darüber zu lachen, blieb mir leider nicht. Den Namen des Angesprochenen kenne ich bis heute nicht, kann aber bereits einen engeren Kreis ziehen. 


Was gab's zu erzählen? 

Rezensionen: 

Rezensionen aus der Konserve 

Emma fragt: 

Emma denkt: 

Ankündigungen: 
Schreiberling Treffen in Freiburg UPDATE: Der Termin steht mittlerweile. Hast du Interesse? Dann schick mir ne Mail an: EmmaZecka@gmx.de 

Nachbericht zum ESC 2015 
Die Tabelle, wie sie sein sollte... (Ein Bericht mit wenig Text und viel Musik)


Songs des Monats 


Andreas Bourani - Eisberg 


In einer Dokumentation über Andreas Bourani wurde berichtet, dass er mit seinem Hit "Auf uns", in die Musikgeschichte eingehen würde. Natürlich gefällt mir der WM Hit, den er eigentlich für seine Freunde geschrieben hat. Allerdings fand der Sänger für mich musikalisch schon vorher statt. Eines meiner Lieblingslieder ist "Eisberg". 


Wirtz - Du hast mein Herz gebrochen 


Mitte Mai startete die zweite Staffel von "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert". Daniel Wirtz präsentierte in diesem Rahmen seine ganz eigene rockige Version von Yvonne Catterfelds Lied: "Du hast mein Herz gebrochen". 


In diesem Sinne... 

wünsche ich euch einen guten Start in den Juni und hoffe euch hat mein kleiner Monatsrückblick gut unterhalten. 

Freitag, 29. Mai 2015

Phobia

Bild von Heyne Verlag 
Steckbrief 

Name: Phobia (auch als Hörbuch erhältlich)
Autor: Wulf Dorn
Verlag: Heyne Verlag
Geeignet für: Menschen, die gerne Thriller lesen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 4,5 von 5 Punkten



Klappentext 

(von Heyne Verlag

"Angst hat ein Zuhause

Eine Dezembernacht im Londoner Stadtteil Forest Hill. Sarah Bridgewater erwacht, als sie ihren Mann überraschend früh von einer Geschäftsreise nach Hause kommen hört. Doch der Mann, den sie in der Küche antrifft, ist nicht Stephen. Er trägt jedoch den Anzug ihres Mannes, hat dessen Koffer bei sich und ist mit Stephens Auto nach Hause gekommen. Der Fremde behauptet, Stephen zu sein, und weiß Dinge, die nur Sarahs Mann wissen kann.

Für Sarah und ihren sechsjährigen Sohn Harvey beginnt der schlimmste Alptraum ihres Lebens. Denn der Unbekannte verschwindet ebenso plötzlich wieder, wie er bei ihr aufgetaucht ist, und niemand will ihr glauben. Nur ihr Jugendfreund, der Psychiater Mark Behrendt, kann ihr jetzt noch helfen. Ein psychologisches Duell mit dem Unbekannten beginnt. Und von Stephen Bridgewater fehlt weiterhin jede Spur …"

Meine Meinung 

Pünktlich zum Welttag des Buches machte ich mir ein paar Gedanken über mein Leseverhalten. Mir wurde bewusst, dass neben Sebastian Fitzek, David Safier und Kerstin Gier nicht viele nationale Autoren in meinem Bücherregal zu finden sind. Also zog kurzerhand Wulf Dorns "Phobia", bei mir ein. (Nicht zuletzt wegen einer guten Rezension auf ankas geblubber, die dort zu finden ist). 

Das Cover des Buches stach mir sofort ins Auge. Hierauf ist ein blonder Puppenkopf zu sehen. Allerdings fehlen diesem Puppenkopf die Augen und die rechte Seite wirkt auch etwas verbrannt. Ein ziemlich mysteriöser Einband, der auf mich auch etwas gruselig wirkte. Im Nachhinein kann ich sagen, dass sich das mysteriöse Bild im Laufe der Geschichte aufklärt und diese wunderbar untermalt. 

Die Handlungsstränge der Geschichte haben mir wirklich gut gefallen. "Phobia", wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Wir begleiten nicht nur Protagonistin Sarah, die auf die Rückkehr ihres Mannes wartet und sich plötzlich in einem Albtraum wiederfindet, sondern treffen auch auf den "Täter", der ein scheinbar böses Spiel inszeniert, auf Sarahs Jugendfreund Mark, für den ebenfalls eine Welt zusammengebrochen ist. 

Sehr positiv fand ich, dass wir "Phobia" auch aus der Sicht des "Täters", erlebt haben, da ich so insgeheim eine Sympathie für den Charakter entwickelt habe und ich sein Handeln in gewisser weise nachvollziehen konnte. 
Allerdings war mir an manchen Stellen etwas zu viel Dramatik. Natürlich ist die Situation von Protagonistin Sarah kein Zuckerschlecken. Aber mir wirkte sie an manchen Stellen "zu hilflos", und mir wurde hier und da auch zu viel über ihren Zustand beschrieben. Hier hätte ich mir gewünscht, dass der Leser ihre Veränderung aktiv erleben darf. 

Allein schon der Grundkonflikt der Geschichte, wo der "echte" Stephen steckt, sorgt für genug Spannungspotential. Nach und nach wird die Geschichte des "Täters", aufgebaut. Diese macht dem Leser deutlich, dass dieser sein ganz eigenes Spiel mit unseren Protagonisten treibt. Somit stellt sich die Frage: Was hat er vor? Gibt es ein Entkommen? 

Nach "Dying for Beauty", war ich froh, wieder einen Roman mit einem bildhaften Schreibstil vor mir zu haben. Sprachliche Bilder sind hier ausreichend vorhanden. Allerdings neigt Wulf Dorn mir ein bisschen zu sehr dazu, zu viel zu beschreiben und die Protagonisten zu wenig selbst erleben zu lassen. 
Zudem hat er es wunderbar geschafft, die verschiedenen Perspektiven darzustellen. HIer haben mir besonders die Kapitel des "Täters", gefallen, da ich herausfinden wollte, wer er ist und was es mit ihm auf sich hat. 

Zusammenfassend kann ich sagen, das ich "Phobia", definitiv weiterempfehlen kann. Wulf Dorn hat mir meinen Lesemonat gerettet und mir viele spannende Stunden beschert. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen. Allerdings hatte ich eigentlich damit gerechnet, dass die Frage, ob der Fremde echt sei, mehr im Vordergrund steht und es weniger um eine Verfolgungsjagd geht. 

Sonntag, 24. Mai 2015

Die Tabelle, wie sie sein solte - So war der ESC 2015

Einem ausführlichen Vorbericht müssen auch ein paar abschließende Worte folgen.
Da Facebook vor "Deutschlands blöde Außenpolitik" und "Wir wollen keinen ESC"- Kommentaren überschwappt, dachte ich mir ich verzichte auf großartige Reden und lasse euch an meiner persönlichen linken Tabellenhälfte teilhaben. Deutschland, Europa und ich haben nämlich auch etwas unterschiedliche Geschmäcker.
Wer auf welchem Platz sitzt, bleibt euch überlassen :-).


Der ESC - Die Lieder 

Loic Nottet (Belgien) - "Rhythm inside". 


Ein ungewöhnliches Lied. Im Halbfinale wurde ich aufgrund der hellen Bühnenshow darauf aufmerksam. Zudem gefallen mir sowohl Lied als auch die Stimme des Künstlers gut. Ich hoffe sehr, dass wir noch viel von ihm hören werden.


Boggie (Ungarn) - "Wars for nothing"



An sich kommt das Lied zwar ein bisschen dramatisch daher, aber mir gefällt der mehrstimmige Refrain zum Schluss :-). Und es braucht eben auch ruhige Lieder bein ESC.


Nadav Guedj (Israel) - "Golden Boy" 


Das Lied begeisterte mich beim zweiten Halbfinale. Ich rechnete fast damit, dass der Künstler zumindest auf der linken
Tabellenseite mitmisch. Warum? Das Lied lädt zum Mittanzen ein und hat die richtige Portion "Balkan Beat".


Aminata (Lettland) - "Love injected" 


Auch Lettland versuchte sich dieses Jahr an einem eher ungewöhnlichen Sound. Ich hatte die Idee, dass das Lied aufgrund der eigenartigen Melodie auffallen könnte. (Schade fand ich, das sich Aminata in ihrem schönen roten Kleid nicht wirklich bewegen konnte).


Elnur Huseynov (Aserbaidschan) - "Hour of the wolf". 


Normalerweise rolle ich mit den Augen, wenn Länder, wie Aserbaidschan beim ESC antreten. Ich habe das Gefühl, dass es oft egal ist, mit welchem Künstler oder Lied das Land antritt, es wird immer oben mitmischen. Umso mehr habe ich mich dieses Jahr gefreut, dass mich das Lied wirklich überzeugt hat. (Im Übrigen gab es beim ESC Auftritt lustige Background Tänzer :-) ).


Mans Zelmerlow (Schweden) - "Heroes" 


Dieses Jahr habe ich mich ein bisschen in die Presseberichte zum Eurovision Song Contest 2015 eingelesen. Schweden wurde hier als heißer Favorit gehandelt. Daher war ich auf diesen Auftritt sehr gespannt. Wer sich die heutigen Charts anschaut, weiß, dass Beat in Europa momentan sehr beliebt ist. Auch Schweden ging mit einer elektronisch angehauchten Nummer an den Start ABER überzeugte mich im Gegensatz zu vielen beatigen Nummern total! Außerdem finde ich diese Strichmännchen wirklich knuffig und bin sehr froh, dass wir gegen Schweden gewonnen haben! (Manchmal macht mir meine Intuition schon Angst. Zur Erklärung: Bevor der ESC begann kündigte ich bei Facebook an, dass wir gegen Schweden ruhig verlieren könnten...).


John Karayiannis (Zypern) - "One thing I should have done"



Eine ruhige Ballade mit einem tollen Künstler. Es hat mich ein bisschen an Tom Dice und "Me and my guitar", erinnert. Peter Urban informierte die Zuschauer sowohl beim Halb- als auch beim großen Finale darüber, dass John Karayiannis ein Album in London aufnehmen wird. Darauf bin ich wirklich gespannt.


Electro Velvet (Vereinigtes Königreich) - "Still in Love with you"



Bei den Semi Finals gab es immer wieder kurze Ausschnitte der "Big Five"- Lieder. Da erregte der Song schon meine Aufmerksamkeit, weil es mit viel Pepp daher kam. Als es dann zum großen Auftritt beim Finale kam, machte Peter Urban kein Geheimnis daraus, wie viel er von den Kandidaten und ihrem Lied hielt. Mir gefiel der Song trotzdem gut. Das einzige Problem von "Electro Velvet", bestand darin, dass es ein Lied war, indem es um Bewegung ging und sich die beiden Künstler - im Gegensatz zu den mitgebrachten Tänzern - leider kaum von der Stelle rührten.


Guy Sebastian (Australien) - "Tonight again"


Ja, ihr lest schon richtig. Da oben steht AUSTRALIEN. Sie waren Ehrengast beim Eurovision Geburtstag und wurden von Guy Sebastian vertreten. Er brachte einen guten Popsong mit, der sogar eine schöne Platzierung erhalten hat. Gerade das hat mich für Australien besonders gefreut. Schließlich erklärte er Künstler in einem Interview, dass er nicht Letzter werden wolle, weil das schon peinlich sei.


Il Volo (Italien) - "Grande amore"


Fast aber wirklich nur fast, wäre mir der italienische Beitrag ein bisschen zu viel "Amore" gewesen. Aber die Stimmen überzeugen halt. Und so stellte ich hin- und hergerissen fest, dass es dieses Jahr wirklich schwer werden sollte.


Sieger des Herzens... 

The Makemakes (Österreich) - "I am Yours"


Eigentlich wollte ich mir den österreichischen Vorentscheid ebenfalls anschauen, schon allein weil The BossHoss in der Jury saßen. Eine Sendung habe ich geschafft, den Rest habe ich - Asche auf mein Haupt - verpasst. Dieser Beitrag fiel mir ebenfalls bei den gezeigten "Big Five"- Ausschnitten auf, schon allein, weil mich die Truppe optisch an Lynyrd Skynyrd ("Sweet home Alabama") erinnert. Am Freitag, also passend zum Eurovision Coutdown, kam gefühlt mitten in der Nacht, eine Doku über Ann Sophie. Es wurde deutlich, dass zwischen Deutschland und Österreich sehr gute und hoffentlich stabile musikalische freundschaftliche Brücken gebaut werden. Außerdem waren mir die Makesmakes dank den Interviews echt sympathisch.
HIER geht's zur Facebook Seite.


Und ein letztes Mal...

Ann Sophie (Deutschland) - "Black Smoke"


Ann Sophie hat wirklich alles gegeben. Ob es jetzt eine politische Wahl war, darüber lässt sich streiten. Ich finde die 0 Punkte jedenfalls nicht berechtigt.
Allerdings gibt es zumindest kleine Erfolge zu feiern. Kurz bevor die Show beginnt, gewinnt ihr Seite an Facebook Fans, was trotz des traurigen Abschneidens, nicht abnimmt. Zudem schafft es auch "Black Smoke", neben Ann Sophies Album "Silver into Gold", wieder berechtigterweise in die Charts. (Nämlich dahin, wo es auch hingehört).
Ich hoffe sehr, dass wir zumindest national noch viel von der Künstlerin hören werden, wenn es schon im Großteil von Europa nicht sein soll...

Ihr seid gefragt!

Wie hat euch der Abend gefallen?
Habt ihr ihn boykottiert, oder saßt ihr bibbernd vorm TV?
Wer gehörte zu euren Favoriten?

Donnerstag, 21. Mai 2015

Dying for Beauty

Bild von carlsen
Steckbrief 

Name: Dying for Beauty
Autor: Todd Strasser
Verlag: Carlsen Verlag
Geeignet für: Menschen, die gerne Jugendbücher lesen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 3 von 5 Punkten


Klappentext 

(von carlsen

"Die 18-jährige Shelby liebt ihren Vater über alles. Er unterhält ein Fotostudio in der Stadt und erstellt hin und wieder Bewerbungsmappen für angehende Models. Als Shelby eines Tages plötzlich anonyme E-Mails erhält, die ihren Vater als Betrüger und Mädchenverführer bezeichnen, bricht für sie eine Welt zusammen. Kirby Sloan weist jegliche Anschuldigungen von sich, doch dann verschwinden drei Mädchen aus der Umgebung und in seinen Archivschränken finden sich ihre Modelmappen."


Vorab ... 

Das Buch hat meine Erwartungen nicht erfüllt, weswegen die Rezension mit einem leicht negativen Eindruck belegt sein könnte. Wer sich die Rezensionen / Kommentare auf der oben verlinkten Homepage anschaut, wird einen positiveren Eindruck von dem Buch bekommen, als es hier der Fall sein wird. Dennoch möchte ich darüber berichten, da ich nach der Lektüre etwas ernüchtert war. 


Positives 

- Schreibstil 
"Dying for Beauty" stand bei mir nach "Crush" auf dem Programm. Während ich bei Crush häufig über den Schreibstil stolperte, war dieser bei Strassers Werk eine reine Wohltat. Hier kamen gleich zu Beginn wieder schlüssige, lebendig, spritzige Dialoge zum Einsatz, die mir das Lesen sehr erleichterten.
Ich-Erzählerin Shelby berichtet über den Skandal rund um ihren Vater und die verschwundenen Mädchen. Die Tatsache, dass die Geschichte aus der Sicht der Ich-Erzählerin geschrieben ist, trug maßgeblich zur Lebendigkeit bei. Zudem hatte ich das Gefühl mich hier in einem waschechten Jugendroman wiederzufinden.


Negatives 

- Fehlende Spannung / keine sprachlichen Bilder
Die Fakten der Geschichte waren sehr schnell geklärt. "Dying for Beauty", war das erste Buch, bei dem ich gemerkt habe, wie ätzend es sein kann, wenn die sprachlichen Bilder fehlen. Bei vielen Romanen sind passende Beschreibungen einer Szene, oder die Tatsache, dass Protagonisten die Geschichte selbst entdecken, vorhanden.

Bei "Dying for Beauty", wurde nicht erlebt, sondern erzählt. Die Geschichte spielte sich hauptsächlich in Dialogen ab. Die Charaktere trafen aufeinander und erzählten sich von den neuen Erkenntnissen. Der Leser wurde nicht wirklich zum Mitdenken angeregt. Die Geschichte las sich eher wie eine Art "Soap", in der es darum geht, sich berieseln zu lassen.

Zudem wiederholten sich Dialoge sehr oft. In einem Nebensatz wurde dann darauf eingegangen, was zuvor beschrieben wurde. So übersprang ich irgendwann einige Seiten und blätterte mich zum "Showdown" durch.

- Flache Charaktere 
Todd Strasser hat mich hier sehr negativ überrascht. Eigentlich bin ich von ihm tiefgründige und spannende Geschichten gewöhnt, wie beispielsweise "Boot Camp", "Asphalt Tribe", oder "Ich knall euch alle ab".
Hier hingegen wurden die Charaktere eher flach gehalten und in die typischen Klischees, wie z.B. die Naive, den Schönling, hineingedrückt. Hauptcharakter Shelby geht hier und da mal auf ihre Gefühlswelt ein, jedoch hält sich das im Vergleich zu anderen Jugendromanen sehr in Grenzen.


Fazit 

"Dying for Beauty", hätte ich als Jugendlicher vielleicht als nette "Zwischendurch"- Lektüre eingestuft. Heute bin ich aber einfach nur ernüchtert und wirklich enttäuscht was den Autor betrifft, weil ich von ihm eigentlich Geschichten mit mehr Tiefgang gewohnt bin und mich daher sehr auf den Roman gefreut habe. 

Sonntag, 17. Mai 2015

Ge(h)schaut - Vorbericht zum ESC 2015 oder: Wer nicht will, der hat schon

Das ESC Fieber schlägt wieder zu... 

Eingefleischte ESC-Fans wissen, worum es bei der Musikveranstaltung geht. Hier fasse ich nochmal die wichtigsten Fakten zusammen:

Der Eurovision Song Contest (kurz: ESC) ist ein Musikwettbewerb indem der beste Komponist / Songwriter gekürt werden soll. Jedoch stehen die Interpreten der Lieder meist im Mittelpunkt der Veranstaltung.


Fakten zum ESC 

Die ersten Teilnehmer setzen sich aus den so genannten "Big-Five" zusammen. Diese Länder (Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien) gehören zu den größten Geldgebern des ESC. Die anderen Finalisten werden in zwei Halbfinalshows gewählt.


Ausstrahlungen: 

1. Halbfinale
Wann: 19.05. um 21:00 Uhr
Wo: auf den Digitalsendern der ARD (EinsPlus, Einsfestival), Phönix, oder im Netz auf eurovison.


2. Halbfinale - 
Wann: 21.05. um 21:00 Uhr
Wo: auf den Digitalsendern der ARD (EinsPlus, Einsfestival), Phönix, oder im Netz auf eurovision.

Die Teilnehmerliste gibt's -> HIER


Der deutsche Vorentscheid... 

geht wohl in die ESC-Geschichte ein. Diesem Ereignis konnten wahrscheinlich nicht einmal die ESC-Gegner entgehen.

Als ich die Teilnehmerliste zu lesen bekam, dachte ich mir, dass es dieses Jahr richtig schwierig werden würde. Es waren viele gute Künstler u.a. Newcomerin Alexa Feser, Laing (bekanntlich "Morgens immer müde"), Castingshow Gewinner Andreas Kümmert nominiert.

Kurz vor der großen Show sollte ja noch ein "Wildcard"- Besitzer, der also die Möglichkeit hat am offiziellen Vorentscheid teilzunehmen, gekürt werden.
Die Medien schossen sich schnell auf Andreas Kümmert ein, der überall als der "Voice of Germany"- Sieger betitelt wird, aber selbst nichts mehr von der Castingshow wissen will. Sein Lied "Heart of Stone", fand ich zwar ganz unterhaltsam, jedoch gibt es andere Lieder aus seinem aktuellen Album "Here I am", die mir deutlich besser gefallen. Aber auch ich war sicher, dass er das Rennen für sich entscheiden sollte, wenn kein konkurrenzfähiger Wildcard Gewinner an die "Vorentscheids Tür", klopfen würde.

Und so kam es, dass Ann Sophie Besitzerin der Wildcard wurde. Sie ist jung, frisch und sollte den Haufen im März ganz schön aufmischen. Ihren Song "Jump the Gun", mit dem sie sich zur Show qualifizierte, gefiel mir aber auch eher mittelmäßig, hatte aber zumindest schon mal Ohrwurmcharakter.

Dann passierte das, was wahrscheinlich noch nie in der (inter)nationalen ESC-Geschichte passiert ist. Sieger Andreas Kümmert KÜMMERTE sich wohl doch nicht so sehr um seine ESC-Teilnahme und verzichtete auf den internationalen Wettbewerb, obwohl ihn 80% der Zuschauer gerne in Wien gesehen hätten. Im Internet wird er als Held gefeiert, ich sehe dazu keinen Grund: Entweder ich will zu einem Wettbewerb, nehme daran teil und lasse mich überraschen, wie weit ich komme, oder ich interessiere mich nicht dafür und widme nich anderen Projekten.
Andreas Kümmert ist nun (un)absichtlich medial wieder präsent, obwohl er die Presse keinesfalls einlädt, sondern gerne auf sie verzichten würde. Selbst nach seiner Absage hält das mediale Interesse an. Doch um Ann Sophie bleibt es bis kurz vor knapp eher still...


Ann Sophie präsentiert "Black Smoke" in Wien



"Black Smoke" gesungen von Ann Sophie, komponiert von Michael Harword, Ella McMahon und Tonino Speciale.

Ann Sophie scheint nun doppelt gestraft. Sie muss nicht nur damit leben, dass 20% der Zuschauer für ihre Teilnahme in Wien gestimmt haben, sondern hat den Sieg quasi geschenkt bekommen, was zum einen natürlich Segen, aber auch Leid sein kann. Schließlich gibt es etliche ESC-Fans, die sich für eine Neuwahl ausgesprochen haben.

Ann Sophie Dürmeyer, ehemalige New Yorkerin, lebt nun wieder in Hamburg. Eigentlich war ein Praktikum in einem Klinikum schon sicher, dann kam der ESC dazwischen. Ihr Management ist die Brainpool GmbH.
Im Ausland produzierte sie bereits ein Album. Zudem entstand dort auch die Single "Get over yourself", welche auf ihrem aktuellen Album "Silver into Gold", enthalten ist.
Übrigens hat die Künstlerin auch ein Kinderbuch geschrieben und möchte dies bald veröffentlichen.

Zur offiziellen Website -> HIER ENTLANG
Ann Sophie auf -> FACEBOOK
Ann Sophie bei -> BRAINPOOL 
"Silver into Gold" bei -> AMAZON

Artikel über Ann Sophie:
Ann Sophie - Die deutsche ESC Hoffnung 


Warum ich zu den Ann Sophie Fans gehöre

Schon beim Clubkonzert war sie mit Abstand die beste Künstlerin. Mich überzeugte sie zwar nicht mit ihrem eigenen Song. Allerdings strahlte sie auf der Bühne eine positive Energie aus. Ich habe, ähnlich, wie bei ESC-Finalistin Lena 2010, das Gefühl, dass sie mit dem Publikum spielt und für die Musik lebt. Zudem haben beide Spaß auf der Bühne und die scheinbare Angst zeigt sich höchstens in Form von Aufregung vor dem Auftritt :-).

Ann Sophies Musikstil, der sich nicht an den gerade aktuellen Beats orientiert, hat es mir besonders angetan. Sie zieht ihren Stil von Pop / Jazz / Soul durch und bleibt sich somit treu. Ihre Lieder haben Ohrwurmqualität und laufen bei mir rauf und runter.


Im internationalen Vergleich 

In dieser Hinsicht gibt es das berühmt berüchtigte Schwarz-Weiß Denken. Fakt ist, dass ihre Single und das dazugehörige Album in Deutschland eher untergehen.

Auf eurovision.de wird sie als Liebling der internationalen Presse beschrieben. Außerdem teilt Ann Sophie mit ihren Facebook-Fans Bilder von den bisherigen Promo-Terminen und den anderen Künstlern. Ich habe jedenfalls den Eindruck, dass die Künstlerin eine tolle Zeit mit dem Eurovision Team hat. Auch ihre Facebook Seite gefällt zunehmend immer mehr Leuten.

Bei t-online gibt es hingegen düstere Prognosen. Angeblich spiele Deutschland im internationalen Vergleich keine nennenswerte Rolle, weswegen Ann Sophie nicht verlieren könne, da man auch nicht viel von ihr erwarte.

Selbst in den Kommentaren auf ihrer Facebook Seite scheiden sich die Geister. Angebliche Eurovision Journalisten behaupten zum einen, dass "Black Smoke" unter den ganzen Balladen positiv auffallen könne, andere hingegen sehen Deutschland abgeschlagen auf den hinteren Plätzen.


Fazit 

International steht aus meiner Sicht nicht sehr viel auf dem Spiel. Deutschlands Teilnahme beim ESC ist jedes Jahr gesichert. Allerdings bedeutet eine Niederlage beim ESC nichts Gutes für Ann Sophies Karriere in Deutschland. Der Terminkalender auf ihrer Homepage ist bis zum 23.05 ausgefüllt. Ob es neue Termine gibt? Davon wird wohl auch das ESC-Finale abhängen.

Jedenfalls hoffe ich sehr, dass sie in Deutschland die Chance bekommt aus dem Schatten der "Zweitplatzierten", zu treten und sich einen eigenen Namen machen darf.

Ihr seid gefragt!

Sind ESC-Fans unter euch?
Was verbindet ihr mit der Veranstaltung?
Was haltet ihr von der diesjährigen Finalistin?

Samstag, 16. Mai 2015

Schreiberling Treffen in Freiburg

Ein herzliches Hallo in die Runde :-),
gestern Abend packte mich die Inspiration.
Der ein oder andere mag das Schreibnacht Forum vielleicht kennen.
Ich selbst bin da mittlerweile nicht mehr wirklich aktiv, weil ich mal wieder feststellen musste, dass Foren einfach nicht so mein Ding sind.

Doch neulich bekam ich mit, dass es mittlerweile einige Schreiberlinge aus meiner Gegend gibt. Also machte ich mich gestern kurzerhand daran meinen Terminkalender zu wälzen, ein Doodle zu erstellen, und somit erste Weichen für ein potentielles Treffen zu stellen.


Daten und Fakten

Wo: In Freiburg (genauer Ort wird noch bekannt gegeben)
Wann: eine gute Frage HIER geht's zur Umfrage. (Einfach mit Namen und potentiellen Zeitraum eintragen).
Wer macht mit: Alle Schreiberlinge, die sich gerne mit anderen über das Thema austauschen möchten.

Erstmal geht es darum ein geeignetes Datum zu finden. Wie genau sich das Treffen gestaltet muss ehrlich gesagt noch geplant werden.

viele Grüße und ein schönes Restwochenende
eure Emma

Donnerstag, 14. Mai 2015

Sag mir was du siehst

Bild von amazon
Steckbrief

Name: Sag mir was du siehst
Autor: Zoran Drvenkar
Verlag: Carlsen Verlag
Geeignet für: von 13 - 17 Jahre, oder für Menschen, die gerne fantasievolle, mysteriöse Geschichten lesenGelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 2 von 5 Punkten


Klappentext

(Klappentext von "Sag mir was du siehst" von Zoran Drvenkar, erschienen im Carlsen Verlag)


"Alissa und ihre Freundin Evelin stellen am Weihnachtsabend - wie immer - Kerzen auf das Grab von Alissas Vater. Auch in dieser Nacht scheint alles wie immer, nur der viele Schnee macht es ihnen schwer, die Grabplatte zu finden. Auf der Suche nach ihr bricht Alissa durch die Schneedecke und stürzt in eine unterirdische Gruft. Während Evelin Hilfe holt, entdeckt Alissa in einem der Gewölbe einen Kindersarg. Sie spürt, dass sie wieder gehen sollte, doch dann öffnet sie den Sarg ." 


Zum Buch / Meine Meinung

(ACHTUNG! Hier wird viel vom Buch verraten! Oder um es in (D)englisch zu sagen: SPOILER!).

Kennt ihr diese Sorte Bücher, deren Geschichte so außergewöhnlich ist, dass sie euch einerseits Angst macht, ihr andererseits aber wissen wollt, wie sie weitergeht? Bei mir gab es nur zwei Bücher, in denen dieses Phänomen aufgetreten ist. Bei "Im Koma" von Joy Fielding und "Sag mir was du siehst".
Meine Freundin hat mir das Buch ausgeliehen, weil sie mit jemandem darüber reden wollte. Sie hat mir grob erzählt, um was es geht und ich hab ihr erklärt, dass ich mir, aufgrund der Fantasygeschichte, nicht sicher bin, wie lange ich es durchhalte..

Am Anfang der Geschichte hatte ich das Gefühl, dass Alissa den Tod ihres Vaters noch nicht richtig verkraftet hat. An dieser Stelle kommt die "Magie" ins Spiel. Sie isst eine merkwürdige Pflanze, die daraufhin ihr ganzes Leben verändert. Alissa merkt, dass merkwürdige Dinge vor sich gehen, die sie sich nicht erklären kann. Sie ist nicht mehr sie selbst und auch ihr Exfreund hat auf einmal merkwürdige Verhaltensmuster.

Richtig gelungen waren die verschiedenen Perspektiven aus denen der Roman erzählt wurde. Von der Hauptperson Alissa, über ihren Stiefvater bis zu ihrem Exfreund. Fast jedem Charakter, dem sie begegnet, bzw. der eine wichtige Rolle im Laufe der Geschichte spielt, ist ein Kapitel gewidmet. Außerdem fand ich die Dialoge bzw. Gedanken der Personen an manchen Stellen echt genial und teilweise auch witzig.
Interessant finde ich, dass der Leser, fast über das ganze Buch hinweg, im Unklaren gelassen wird, was die Pflanze ist, die Alissa da gegessen hat.

Schlecht finde ich aber, wie der Hauptteil zusammengebastelt wurde. Urplötzlich, nachdem die Verhältnisse klar sind, Alissa weiß, dass sie Tote sehen kann, wird wieder Alissas Vater ins Spiel gebracht. Dieses Argument schien mir an der Stelle zu schwach und weit hergeholt.

Auch das Ende, dass ihre beste Freundin stirbt, finde ich nicht richtig. Bei vielen Büchern ist es so, dass der Protagonist ein Problem hat bzw. sich im Laufe der Geschichte ein Problem entwickelt, er aber lernt mit dem Problem umzugehen bzw. damit abzuschließen.
Hier wird Alissa aber mit dem Problem, dem Tod und wie sie ihn verarbeiten soll, wieder allein gelassen. Sowohl Alissa, als auch der Leser, sind wieder am Anfang der Geschichte und werden mit der Frage, dem Tod und wie man ihn verarbeitet, allein 
gelassen.

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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht

Sonntag, 10. Mai 2015

Ge(h)fragt - Britta Wisnewski vom Traumstunden Verlag

Allgemeine Infos 

Inhaberin: Britta Wisnewski
Standort: Essen 
Der Traumstunden Verlag im -> Web 
Der Traumstunden Verlag bei -> Facebook


Das Interview

Liebe Britta, Dir gehört der Traumstunden Verlag.Wie kam es zu dessen Gründung?

Der Traumstunden Verlag Essen entstand als Traumstunden Verlag Neunkirchen am 01.03.2010, weil der Verlag, auf den ich vorher als Autorin gehofft und gesetzt hatte, von einem Tag auf den anderen zumachte. Damals landeten knapp 100 Autoren auf der Straße und da ich selbst genau zu dieser Zeit eine neue berufliche Herausforderung suchte, machte ich mich auf in die Selbstständigkeit des Verlegerhandwerks.


Was macht den Verlag, Deiner Meinung nach aus?

Ich bin bestrebt, innerhalb des Verlags eine freundschaftliche, familiäre Atmosphäre zu schaffen und zu behalten! Mir sind weniger Autoren, die sich untereinander verstehen und auch miteinander auskommen lieber, als Größe um jeden Preis. Daher habe ich auch einige mehrfachveröffentlichte in meinen Reihen. Allerdings bin ich in der Vergangenheit auch schon von diesem Weg abgewichen und habe diese Abweichung bitter bereut! „Learning bei doing“ steht also nicht nur bei meinen Autoren sondern auch bei mir jeden Tag auf der Tagesordnung und auch nach jetzt inzwischen bald 5 Jahren lerne ich noch jeden Tag etwas dazu


Wie gestaltet sich Dein Verlegerinnen Alltag?

Das Schöne an meinem Alltag ist, dass es keinen Alltag gibt! Der größte Teil meines Tuns (wenn man jetzt mal ein Buchjahr betrachtet) ist Werbung und die ist mega spannend und abwechslungsreich. Lektorate und Manuskriptsichtungen gehören ebenso dazu, Buchsatz und halt die Veröffentlichungsvorbereitenden Aufgaben, Meldung der Bücher, Korrespondenz mit Kunden und Grossisten – und natürlich der Kontakt zu meinen Autoren. Jeder Tag ist spannend und neu und abwechslungsreich!


Welche Aufgaben kommen auf Dich zu?

Wenn Du damit das kommende bzw. laufende Jahr meinst, dann muss ich sagen, ich muss meine Marketingstrategie ein weiteres Mal ändern. Der Buchmarkt wird nicht nur gefühlt täglich härter und hält einiges an Spannungen bereit! Wir werden noch mehr als sonst um unsere Präsenz beim Kunden ringen müssen, denn, was die Selfpublisher schon lange begriffen haben, kommt bei uns Verlagen immer noch nicht wirklich an: Verlage finden beim Kunden nicht statt! Die Kunden wollen Autoren, weil sie sich mit denen identifizieren können! Der Verlag ist für sie wie eine Maschine und kein Kunde kauft ein Buch von einem bestimmten Verlag oder schaut bei Verlagen nach Neuerscheinungen! Das bedeutet, wir müssen noch mehr dazu übergehen, unsere Autoren zu Sympathieträgern der Kunden zu machen! Und DAS beginnt vor allem in DEREN Köpfen!


Führst Du den Verlag alleine?

Ja ich führe den Verlag alleine. Allerdings kann ich bei der Erledigung der Arbeiten auf ein starkes Team aus Freunden und verbundenen Unternehmen zugreifen, die mich unterstützen!


Hand aufs Herz: Wie lange hat es gedauert, bis Du von den Einnahmen des Verlages leben konntest?

Kann ich das? ;)


Wie viele Manuskripte kommen pro Monat so auf den Tisch und wie viele können verlegt werden?

Da ich derzeit alle Anfragen schon im Vorfeld ablehne kann ich nicht sagen, dass ich wirklich Manuskriptanfragen habe! Ich bin dazu übergegangen, meine Autoren selbst zu „rekrutieren“ und fahre recht gut damit!


Was müssen Autoren bei ihrer Manuskripteinsendung beachten?
 
Bei mir oder generell? Bei mir, dass sie sie gar nicht erst einsenden (jedenfalls im Moment) Und generell: Niemals ein unangefragtes Manuskript versenden! Vorab IMMER eine kurze Mail an den Verlag schicken und nachfragen, ob und was gefordert ist! Es ist Zeit und Ressourcenverschwendung, hunderte Seiten bedrucktes Papier am besten per Post an einen Verlag zu schicken, das dieser vielleicht gar nicht haben möchte und ggf. ungelesen vernichtet!


Was hältst Du von Literaturagenten? Welche Erfahrungen hast Du als Verlegerin mit ihnen gemacht? 

Da ich bisher noch nicht mit Agenturen arbeite oder gearbeitet habe, kann ich dazu nichts sagen! Autorenseitig habe ich allerdings schon mehrfach mitbekommen, dass sie durchaus in der Lage sind, der Karriere eines Autors förderlich zu sein!


In der Buchbranche nehmen eBooks gerade zu. Was hältst Du von diesem Trend? Bietest Du auch digitale Bücher an, oder bleibst Du dem gedrucktem Exemplar treu? 

Ich bin inzwischen sehr dankbar für den Wandel! Wenn Du, wie ich, den Verlag von zuhause aus führst, bist du froh um jedes Buch, das nicht bei Dir am Lager liegt! Und eBooks sind in dieser Hinsicht extrem pflegeleicht! Sicher bleibe ich auch dem gedruckten Werk treu aber was die Arbeit angeht, sind mir eBooks inzwischen weit lieber! Man hat im besten Fall nur einmal wirklich Arbeit mit ihnen und Autor und Verlag verdienen Jahre daran ohne sich noch einmal darum kümmern zu müssen! Und selbst wenn am Buch Änderungen vorgenommen werden (müssen) geht das bei einem eBook leichter und vor allem kostengünstiger als bei einem gedruckten Exemplar. Von daher sind mir eBooks durchaus sympathisch!


Im März war die Leipziger Buchmesse: Warst du dort auch mit einem eigenen STand vertreten?

Ich werde auch dieses Jahr höchstens an regionalen Messen und Buchausstellungen teilnehmen. Vielleicht ist es ein Fehler, aber ich habe mich nun mal dazu entschieden, diesen Weg zu gehen und den großen Messen solange den Rücken gekehrt zu halten, bis ich glaube, „erwachsen“ genug dafür zu sein.


Wie schaffst Du es Dich als Verlegerin gegen die große Konkurrenz, wie z.B. Bertelsmann, oder dem Lübbe Verlag zu behaupten? 

Wie ich bereits sagte: Verlage finden beim Kunden nicht statt! Von daher ist es müssig, sich gegen solche Mitbewerber behaupten zu wollen! Das Wichtigste für uns ist die Kundenbindung des Endkunden an den Autor! Die gilt es zu erreichen, dann ist alles gut und das automatische „Empfehlungsmarketing“ die „Mund zu Mund Propaganda“ kann ihren Anfang nehmen. Leider sind nicht alle Autoren dazu bereit oder in der Lage, so nah auf ihre Kunden zu zu gehen … aber das ist wieder ein anderes Thema.


Welche Tipps kannst Du anderen Kleinverlegern mit auf den Weg geben?
Keine Angst zu haben. Jeder Tag ist neu, jeder Tag ist Lernen! Und man lernt nie aus!


Und zum Schluss bedanke ich mich herzlich, dass Du Dir die Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten.

Gerne! Und Danke für Dein Interesse!


Das nächste Mal... 

werde ich befragt.
Und zwar von EUCH.
Schickt mir EURE Fragen an: EmmaZecka@gmx.de
und ich beantworte sie im kommenden Beitrag.

Mittwoch, 6. Mai 2015

Crush

Bild von blanvalet 
Steckbrief 

Name: Crush (auch als Hörbuch erhältlich)
Autor: Sandra Brown
Verlag: blanvalet
Geeignet für: Menschen, die gerne Thriller lesen, bzw. Sandra-Brown Fans
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 2 von 5 Punkten



Buchinfo

(Beschreibung von blanvalet

"Atemlose Spannung, raffinierte Abgründe und knisternde Sinnlichkeit!

Ausgerechnet die angesehene Ärztin Rennie Newton ist als Geschworene für den Freispruch des Profikillers Lozada verantwortlich. Jetzt aber steht sie selbst unter Mordverdacht. Hat Rennie tatsächlichen einen Mord in Auftrag gegeben – oder tötet Lozada aus eigenem Antrieb für die Frau, die er vergöttert? Nur ein Mensch vertraut Rennie noch: der vom Dienst suspendierte Polizist Wick Threadgrill. Wick ahnt jedoch nicht, wie viele Geheimnisse Rennie tatsächlich zu verbergen hat …"


Meine Meinung 

"Crush" habe ich für ein anderes Buch eingetauscht. Der Klappentext klang auch nach einem spannenden, subtilen Thriller. Gleich zu Beginn möchte ich anmerken, dass mich die Geschichte leider überhaupt nicht überzeugen konnte.

Der Klappentext fasst den Inhalt des Buches gut zusammen. Schon nach den ersten Seiten ist die Rahmenhandlung geklärt. Und danach passiert inhaltlich sehr lange nichts. Sandra Brown füllt viele Seiten mit ausschweifenden Beschreibungen aus. Sie erzählt die Geschichte zwar aus mehreren Perspektiven, diese haben aber nicht zur Spannung beigetragen, sondern eher dazu geführt, dass ich ungeduldiger und aggressiver wurde. Warum?

Ich versuche es anhand des folgenden sprachlichen Bildes zu beschreiben: Bei guten Thrillern merkt man nicht, wenn der Autor mit einem Stück Sahnetorte um einen herumschleicht. Man ahnt, dass es vielleicht bald ein Stückchen geben wird, freut sich darauf ahnt, aber nicht, um welchen Kuchen es sich handelt.
Hier hingegen wedelte Sandra Brown mit dem Stück Sahnetorte förmlich vor meinem Gesicht herum und rief: "Greif zu!". Doch immer, wenn ich es mir nehmen wollte, lächelte sie und sagte: "Nö, noch nicht!".
Das sorgte bei mir irgendwann dafür, dass ich mir dachte: "Na, die Torte kann ich mir auch selber machen."

Um den Bogen zur Literatur zu bekommen: Handlungsstränge wurden plump angedeutet, aber nicht weiter vertieft, sodass ich irgendwann nur noch wissen wollte, welches Ende mich bei "Crush", erwartet.

Zudem hatte ich auch Mühe mich in den Schreibstil von Brown einzufinden. Neben den teils ausschweifenden Beschreibungen, die an manchen Stellen durchaus passend waren, kamen auch haufenweise Dialoge vor, die ich mehr überflog. Hier wurden beispielsweise Themen, wie was es zu essen geben solle, oder ob das Mahl geschmeckt habe, erörtert, oder die angedeutete Handlung wiedergekäut. Nur wenige Dialoge brachten mich zum schmunzeln.

Einen großen Pluspunkt bekommt die Autorin aber aufgrund des Hauptcharakters. Protagonist Wick gehört zu einem der Hauptgründe weswegen ich den Roman nicht abgebrochen habe. Er wird größtenteils sehr authentisch dargestellt. Zudem ist seine Zerrissenheit, einerseits einen Mörder zu fangen, der mehr mit ihm zu tun hat, als man glaubt, andererseits der Wunsch die Vergangenheit endlich loslassen und in die Zukunft blicken zu können, sehr gut auf den Punkt gebracht.

Nachdem die Geschichte sehr lange überhaupt nicht voran kam, stieg der Spannungsbogen nach etwa 180-200 Seiten plötzlich an, flachte aber sehr schnell wieder ab, da hier nicht alle Charaktere gut ausgearbeitet waren. Profikiller Lozada prahlt geradezu damit, dass er alles über seine Opfer weiß. Allerdings ahnt er nicht, wo das Geheimversteck der Gejagten liegt, was aus meiner Sicht sehr unrealistisch erscheint, da er diese über das ganze Buch hinweg observiert.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich mir definitiv mehr von diesem Roman erhofft hätte. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass dies einfach zum Stil von Sandra Brown gehört.
Wer also nach dieser Rezension Interesse an "Crush", haben sollte, kann mir gerne eine Mail (EmmaZecka@gmx.de) schreiben, ich möchte dem Buch sehr gerne ein neues Zuhause geben.

Sonntag, 3. Mai 2015

Schreibmarathon Fazit April 2015



Guten Abend liebe Schreiberlinge, :-)
wie ihr meinem Monatsrückblick entnehmen könnt, ging mir der April eindeutig zu schnell rum. Außerdem gibt es statistisch keine wirklich guten Nachrichten zu melden. Aber lest selbst...


DATEN UND FAKTEN 

Ziel des Monats: 6.000
Geschriebene Wörter: 5.357
Wortschulden: 643
Plus Bereich: 3.780
Nächstes Monatsziel: 6.200


ZU LESENDE ERGEBNISSE 

Rezensionen: 
Der Seidenspinner
Tage, wie Salz und Zucker

Fanfictions: 
9. Situation der Little Britain Fanfiction -> KLICK
Zwei neue Folgen einer "Alles was zählt" Fanfiction -> KLICK

Außerdem habe ich die Hälfte des Adventskalenders geschafft. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich mich freue, wenn ich euch das gute Stück endlich präsentieren kann.


MEINE EINDRÜCKE 

Erstmal stelle ich fest: Die ersten sechs Monate des Marathons sind rum... Bisher bin ich mit der Aktion ganz zufrieden. Ich habe deutlich mehr geschrieben, als ich gedacht habe und ich bin auch immer noch dabei. Nun aber zum letzten Monat:

Die erste Woche im April fand für mich schreibtechnisch überhaupt nicht statt. Irgendwann ist mir dann aufgefallen, dass der April bereits angebrochen ist und ich bin in die Gänge gekommen und schwupps: Ich habe doch ein paar Sachen auf das virtuelle Papier gebracht.

Ich bin sehr stolz darauf, dass die Hälfte des Adventskalenders geschafft ist. Übrigens habe ich schon meine erste Testleserin gefunden! Das freut mich ganz besonders :-).

Ziele für den Mai möchte ich mir eigentlich keine setzen. Ich finde es nämlich dämlich, mir immer so viel vorzunehmen und das meiste dann nicht zu schaffen. Also bin ich mal gespannt, wohin es mich im Mai treibt.


IN DIESEM SINNE... 

hoffe ich ihr habt gut in den Mai geschrieben.


IHR SEID GEFRAGT 

Nehmt ihr am Schreibmarathon teil?
Wie läuft es bei euch?
Welche Projekte nehmt ihr euch für den kommenden Monat vor?

Biografie des Monats - Die weiße Massai

Bild von hörspiel3
Steckbrief

Name: Die weiße Massai (auch als BuchFilm erhältlich)
Autor: Corinne Hofmann
Verlag: Luebbe Audio
Geeignet für: Menschen, die sich für die afrikanische Kultur interessieren, oder gerne Biografien lesen
Gelesen oder gehört: Gehört, als Hörbuch
Sprecher: Sandra Nedeleff, Corinne Hofmann
Bewertung: 4,5 von 5 Punkten


Klappentext


(Klappentext von Buchhandlung Rombach)


"In ihrem ersten Buch »Die weiße Massai« erzählt Corinne Hofmann die Geschichte ihres vierjährigen Aufenthalts im Norden Kenias. Auf einer Urlaubsreise begegnet sie dem Samburu-Krieger Lketinga und verliebt sich in ihn. Sie entschließt sich bei ihm zu leben, verlässt ihren Lebensgefährten und zieht in den kenianischen Busch. Nach ihrer Heirat mit Lketinga wird ihre gemeinsame Tochter Napirai geboren und scheint das Glück der beiden zu krönen. Das Alltagsleben im Samburu-Land verläuft jedoch nicht ohne Probleme. Lebensbedrohende Krankheiten, Hungersnot und schließlich nicht mehr überbrückbare kulturelle Konflikte machen dem Paar schwer zu schaffen. Nach vier Jahren des Zusammenlebens, in denen die Autorin »Himmel und Hölle« erfährt, kehrt Corinne Hofmann nach Europa zurück."


Meine Meinung 

Eine ehemalige Klassenkameradin von mir interessiert sich sehr für die afrikanische Kultur. Sie hatte uns einmal den Roman "Die weiße Massai" der Auftakt zu einem Vierteiler, vorgestellt. Damals fand ich die Geschichte zwar interessant, kam aber nicht dazu, sie zu hören. Erst zwei Jahre später habe ich mir das Hörbuch doch einmal angehört.

Ich fand die Autobiografie von Corinne Hofmann, die ihr altes, sicheres Leben für die große Liebe aufgibt und in den afrikanischen Busch zieht, wirklich beeindruckend. Für Corinne bedeutet es, all das Materielle, angefangen bei Haushaltsdingen, wie Waschmaschinen, bis hin zu Telefonen, zurückzulassen und ein Leben in der Natur zu beginnen.

Es ist aber nicht alles so einfach, wie gedacht. Die Verständigung mit ihrem neuen Lebensgefährten
Lketinga gestaltet sich als schwierig,da sie die afrikanische Sprache nicht beherrscht und die beiden auch mit der englischen Sprache schnell an die kommunikativen Grenzen stoßen. Außerdem kommen große kulturelle Unterschiede hinzu: Bei den Massai haben Frauen nicht viel zu sagen. Weiße frauen werden besonders misstrauisch beäugt. Lketingas Mutter vertraut Corinne später an, dass sie Angst hatte mit Corinne käme Ärger in die Familie. Corinne ist das Leben im Busch nicht gewöhnt. Schnell verliert sie an Gewicht, oder steckt sich mit lebensgefährlichen Krankheiten an. Doch sie bleibt standhaft: Sie möchte, trotz der großen Schwierigkeiten bleiben und ihr Leben mit Lketinga verbringen. 

Nun kommen wir einmal zum Aufbau des Hörbuchs. Die Geschichte ist mit den ein oder anderen afrikanischen Melodien unterlegt. Ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte neutral gelesen wird, sodass der Leser einen objektiven Eindruck bekommt und nicht Betonungen, die einen Stil genauer ausführen, in die Irre geführt wird.

Die Geschichte wurde ab und an durch Zusammenfassungen von der Autorin selbst, abgekürzt. Hier fand ich es schön, dass ihr Schweizer Dialekt noch gut rauszuhören war.
Von Autoren, oder berühmten Personen, die ihre Biografien entweder alleine, oder mit journalistischer, "professioneller" Hilfe schreiben, sind spannende Geschichten und gut aufgebaute Bücher gewohnt. Corinne Hofmanns Schreibstil ist zwar spannend zu lesen, jedoch scheint er im Vergleich mit anderen Biografien eher harmlos. Allerdings kann Hofmann durch ihre authentischen Erzählungen, beginnend bei ihren Beobachtungen, wie die Samburu, 
Lketingas Stamm, mit ihr umgehen, bis hin zu den neuen Lebensumständen, wunderbar punkten. Gerade diese Erzählungen in Kombination mit dem schlichten Schreibstil sorgen dafür, dass ich das Hörbuch kaum aus der Hand legen konnte.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir der erste Band zu Corinne Hofmanns Biografie wirklich gut gefallen hat. Schön fand ich, dass der Leser nicht im Ungewissen gelassen und ein erster Abschnitt ihrer Biografie mit diesem Buch abgeschlossen wurde.

Hinweis zur Hörbuchverlinkung: Ich habe eine veralterte Version von dem Luebbe Audio Verlag gehört. Allerdings habe ich bei amazon eine wohl ungekürzte Fassung des hörverlags gefunden und dachte, dass ich somit lieber auf die neuere Version verlinke.

Weitere Bücher 

Zurück aus Afrika gelesen von Anna Thalbach (gekürzte Ausgabe)

Corinne hält es nicht mehr aus. Ihre Tochter ist zwar geboren und der Souvenirladen läuft auch ganz gut, aber ihr Ehemann wird immer eifersüchtiger. Er unterstellt Corinne Affären und verfolgt sie auf Schritt und Tritt. Für sie steht fest: Sie braucht Abstand. Und so macht sie sich eines Tages mit ihrer Tochter Napirai auf den Weg zurück in die Schweiz. Schnell muss sie feststellen, dass sich mittlerweile viele Dinge verändert haben...

In diesem Buch wird Corinnes Ankommen in der "Konsumgesellschaft" geschildert. Eine Menge Eindrücke stürzen auf sie ein und ihr wird klar, wie sehr sie das westliche Leben vermisst hat. Anna Thalbach liest die Geschichte rund um Corinnes Rückkehr und die neuen Probleme, wie beispielsweise, die Tatsache, dass sie nun alleinerziehende Mutter ist, deren Ersparnisse mittlerweile aufgebraucht sind, wirklich gut. Während das erste Buch eher objektiv gelesen wurde, versucht Thalbach hier den verschiedenen Charakteren ein Gesicht zu geben.

Schön finde ich, dass Corinne ihre afrikanische Familie trotzdem nicht vergisst. Für sie steht schnell fest, dass sie sich ein Leben in Afrika nicht mehr vorstellen kann. Den Kontakt zu ihrer Familie bricht sie aber trotzdem nicht ab. James, der jüngere Bruder ihres Ehemannes, hat eine Schule besucht und kann daher als einziger lesen und schreiben. Er hält den Briefkontakt zu Corinne und informiert diese über die aktuellen Geschehnisse.

Wiedersehen in Barsaloi gesprochen von Claudia Schmidt

Corinne hat mittlerweile ihre erste Autobiografie "Die weiße Massai" veröffentlicht. Die Dreharbeiten für die Verfilmung haben bereits begonnen. Da machte sie sich mit ihrem Verleger und einem kleinen Team auf nach Afrika. Sie möchte nicht nur dem Filmset einen Besuch abstatten, sondern endlich ihre Familie wiedersehen.

Hier erzählt Corinne von ihren Eindrücken. Barsaloi hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. Das Dorf ist größer geworden und auch die Wohnhütten haben sich verändert. Die Räumlichkeiten sind größer geworden und manche Hütten sind jetzt sogar mit kleinen separaten, einfach eingerichteten Badezimmern ausgestattet. So muss nicht mehr der "Busch" aufgesucht werden, wenn man einmal zur Toilette muss.Mittlerweile wimmelt es in Corinnes früherem Heimatdorf nur so von Läden. Damals war sie die erste, die einen Lebensmittelladen gründete.

Mittlerweile hat Corinne Hofmann noch weitere Bücher über ihre Erlebnisse mit ihrer Samburu Familie veröffentlicht. Ich konnte aber feststellen, dass mich der dritte Band nicht mehr wirklich gefesselt hat.
Ich habe mich dafür interessiert, wie es ihr in Afrika ergeht und wie sie mit der fremden Kultur klarkommt. Auch ihre Rückkehr in die Zivilisation fand ich interessant. Hier wurde jeweils von neuen Eindrücken berichtet. Jedoch haben mich die Berichte von dem Wiedersehen in Barsaloi nur begrenzt gefesselt. Ich fand es zwar interessant zu hören, wie sich das Land und die Leute verändert haben, jedoch habe ich das Buch bis heute nicht zu Ende gehört.

Allerdings möchte ich dem ein oder anderen Kulturinteressierten diese Bücherreihe trotzdem ans Herz legen.


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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht

Samstag, 2. Mai 2015

Die Chefin

Bild von
 
Random House Audio 
Steckbrief 

Name: Die Chefin (auch als Buch erhältlich)
Autor: Gaby Köster
Verlag: Random House Audio
Geeignet für: Menschen, die gerne Komödien lesen und auf Roadtrips stehen
Gelesen oder gehört: gehört in ungekürzter Fassung
Sprecher: Gaby Köster
Bewertung: 4,5 von 5 Punkten


Klappentext 


"In Marie Sanders Leben läuft es nicht mehr. Denn die erfolgreiche Rocksängerin sitzt im Rollstuhl. Schlaganfall, zwei Tage nach ihrem zweiundvierzigsten Geburtstag. Also ideale Voraussetzungen, um eine Verbrecherbande durch halb Europa zu verfolgen. Um sich in einen selbstverliebten Bodybuilder zu verlieben. Um zwei Kinder zu retten. Um das Leben neu zu atmen."

Meine Meinung 

Als ich einen schönen Tages im Bloggerportal stöberte, blieb mein Blick an Gaby Kösters "Die Chefin", kleben und ich dachte mir: Das Buch muss ich haben! Bereits Gaby Kösters Biografie "Ein Schnupfen hätte auch gereicht", hat mich sehr berührt. Umso gespannter war ich also auf eine fiktive Geschichte von ihr. Schließlich ist sie zwar als Comedy Star bekannt, jedoch wusste ich nicht welche Art von Roman mich hier erwarten würde. 
Glücklicherweise bekam ich es als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Schon zu Beginn der Geschichte musste ich schmunzeln. Denn sie wurde von Autorin Gaby Köster selbst gelesen. Ich mag ihren Dialekt unheimlich. Somit war garantiert, dass ich sprechertechnisch gut unterhalten werden sollte. 

Inhaltlich geht es um Marie Sander, die wie Gaby Köster selbst, von einem Schlaganfall aus der Bahn geworfen wurde. Doch Maries Leben ändert sich von einen Tag auf den anderen, als sie einen Einbruch beobachtet und kurz darauf selbst gejagt wird. Ein aufregender Roadtrip beginnt, auf dem die ehemalige Sängerin von einem Bodybuilder und zwei Kindern begleitet wird. 

Die Handlung ist zwar einfach verstrickt, wird aber wunderbar von Kösters Humor getragen. Sie kann zwar nicht mehr auf einer Bühne "herumtoben", macht sich hier aber das Werkzeug, ihre Sprache, wunderbar zu eigen. Gerade die Dialoge zwischen Marie und den neu gewonnenen Freunden waren sehr gelungen und haben mich das ein oder andere Mal zum schmunzeln gebracht. 

Gerade die richtige Mischung aus schlagfertigen Kommentaren seitens Marie und das Ansprechen ernsthaften Themen, wie illegale Einwanderung passten hier sehr gut zusammen und sorgten so für die nötige Abwechslung. Hier beweist die Autorin, dass sie eben nicht nur "lustig", sein kann, sondern auch von schwierigen Themen zu berichten weiß. 

Interessant fand ich, dass Kösters Protagonistin Marie, viel mit der Autorin gemeinsam hat. Beide leiden an den Folgen eines Schlaganfalls und haben sehr damit zu kämpfen. Zudem fällt auch hier der ein oder andere bittere Kommentar, der mir auch schon bei "Ein Schnupfen hätte auch gereicht", aufgefallen ist und mir das Gefühl gibt, dass sowohl Protagonistin als auch Autorin ab und an mit den Folgen hadern. 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich "Die Chefin" ziemlich gut unterhalten hat. Ich lehne mich mal soweit aus dem imaginären Fenster und bezeichne den Roman als gelungenes literarisches Debüt. 


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* Dieses Hörbuch wurde mir von dem Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.