Mittwoch, 31. August 2016

Top und Flops, eine Menge Bildmaterial und natürlich meine Ohrwürmer im August 2016 - Monatsrückblick August 2016

Gelesen im August 2016


Bild von GoyaLit
Name: Rot wie das Meer
Autor: Meggie Stiefvater
Gelesen oder gehört: gehört als autorisierte Fassung
Lieblings:
Hauptcharakter: Sean, weil er über seinen Schatten springt
Nebencharakter: Die Frau des Metzgers
Schauplatz: Der Strand, obwohl dort das Pferderennen stattfindet
Bewertung: 5 von 5 Punkten
Link zur Rezension: HIER ENTLANG


Bild von Booksection
Name: Apfeldiebe
Autor: Michael Tietz
Gelesen oder gehört: gelesen als Hardcover
Lieblings:
Hauptcharakter: Alex, weil er Teamgeist beweist
Nebencharakter: Leni, und nein, nicht nur weil meine Katze so heißt :-)
Schauplatz: -
Bewertung: 2 von 5 Punkten
Link zur Rezension: HIER ENTLANG

Bild von 
Rowohlt Verlag
Name: Drei mal wir
Autor: Laura Barnett
Gelesen oder gehört: gelesen als Hardcover
Lieblings: 
Hauptcharakter: Eva, weil sie Autorin ist und schöne Eigenschaften hat
Nebencharakter: Vivian, weil ich sie mir bildhaft vorstellen konnte
Schauplatz: Der Courier, Evas Arbeitsplatz
Bewertung: 5 von 5 Punkten
Link zur Rezension: HIER ENTLANG


Bild von der hörverlag
Name: Die Wahrheit
Autor: Melanie Raabe
Gelesen oder gehört: gehört als gekürzte Fassung
Lieblings:
Hauptcharakter: Der Fremde, weil er sehr interessant wirkt und offenbar viel mitgemacht hat. Das soll aber nicht heißen, dass ich Sarah nicht mag
Schauplatz: die Elbe, wegen dem Wasser
Bewertung: 5 von 5 Punkten
Link zur Rezension: HIER ENTLANG


Gefunden im Netz

Heffas Studium: Ein Drama in 12 Semestern 
In dieser Reihe informiert die Bloggerin Heffa Fuzzel über ihr mittlerweile erfolgreich abgeschlossenes Studium. Ich mag ihren Blog und ihre Art zu schreiben sehr gerne. Bisher hatten es mir besonders ihre Konzert Berichte angetan. Nun bin ich aber über diese Reihe gestolpert und finde sie ebenfalls lesenswert.
Zum Auftakt: HIER ENTLANG 

Heffa über die Auflösung von Luxuslärm
Anfang August wurde bekannt, dass sich die Band Luxuslärm auflöste. Nicht nur ich bin sehr traurig darüber (siehe weiter unten). Auch Heffa verabschiedet sich mit diesem Beitrag von einer ihrer Lieblingsbands...
Zum Beitrag: HIER ENTLANG

Autoren kommen zu Wort: Melanie Raabe
Wer meine Rezension zu Die Falle gelesen hat, weiß, dass mich das Debüt der Autorin total begeistern konnte. Daher habe ich ihren Beitrag auf Lottas Blog geradezu verschlungen.
Zum Artikel: HIER ENTLANG

Über unsere Gewohnheiten 
emion hat mir einen interessanten Artikel zum Thema Gewohnheiten verlinkt. Hier stellen sich die Fragen: Welche Gewohnheiten haben wir? Was können wir gegen schlechte Gewohnheiten tun?
Wer jetzt denkt, das wird ein langer philosophischer Beitrag hat sich getäuscht: Hier gibt's 10 kleine Statements, von denen euch sicher das ein oder andere bekannt vorkommt.
Zum Artikel: HIER ENTLANG

Grüppchenbildung auf YouTube (BookTube) 
Ich habe mal etwas bei YouTube gestöbert und das Video von LadyOfTheBooks zum Thema "Grüppchenbildung" gefunden. Sie beleuchtet das Thema einmal aus einer anderen Perspektive. Was denkt ihr über Grüppchenbildung?
Zum Video: HIER ENTLANG

BOOKTUBE LIVE
Hier haben zwei BookTuber eine tolle Idee entwickelt: Und zwar eine Art Talkshow mit anderen BookTubern. Hier werden immer bereits bekannte BookTuber und auch Neulinge in die Sendung geladen. Diskutiert werden hier dann Themen, die die BookTube Szene betreffen.
Ich verlinke euch mal die erste Folge, die unter dem Motto "Roter Teppich" stattfand. VORSICHT: Das Video geht 2 Stunden und 32 Minuten. Ihr solltet also etwas Zeit mitbringen :-)
Zum Video: HIER ENTLANG

Killerqueens Bericht vom Zürich Open Air 
Killerqueen betreibt einen wirklich tollen Musik Blog. Hier berichtet sie regelmäßig von besuchten Konzerten. Diesmal entdeckte ich ihren Bericht zum Zürich Open Air Festival im August. Wenn man ein bisschen Festival Feeling sucht, sollte man mal vorbei schauen.
Zum Beitrag: HIER ENTLANG


Momente im August 2016

Vorfreude auf das Stammtisch Treffen am Samstag 
Meine Vorfreude auf das erste Stammtisch Treffen am kommenden Samstag ist sehr groß. Ich bin wirklich gespannt, wie es wird, werde aber noch einmal Anfang Oktober die Werbetrommel rühren.

Planung für die Buchmesse
Wie bei den meisten von euch, habe ich mich im August ebenfalls mit der Buchmessen Planung beschäftigt. Im Gegensatz zu anderen Messebesuchen habe ich diesmal einen Tag mehr auf der Messe. Wie und wo ich zu finden bin, erfahrt ihr rechtzeitig in einem separaten Beitrag.

Auflösung von Luxuslärm
Auch ich finde es sehr traurig, dass sich Luxuslärm auflösen. Ich habe die Band dank der Soap Alles was zählt entdeckt, und gerade ihr Album "So laut ich kann" eine Zeit lang buchstäblich rauf und runter gehört. (Ich glaube, dass war meine Schreibmusik zum ersten Roman :-) ).
Jedenfalls bin ich sehr glücklich, dass ich die Band im November ein letztes Mal live erleben darf. Natürlich wird es einen ausführlichen Bericht zum Konzert geben.

Praktikum beendet 
Anfang August ging auch mein Praktikum zu Ende. Es ist immer wieder spannend, wie schnell ein halbes Jahr doch vergehen kann.

Foto A. Mack
Der Aus- und der interne Umzug 
Wer mich auf Twitter verfolgt hat vor etwa zwei Wochen dieses Bild zu sehen bekommen. Beinahe hätte ich vergessen euch hier darüber aufzuklären, was es damit auf sich hat :-).
Mein Bruder ist ausgezogen um die Welt zu entdecken. (Oder so ähnlich). Jedenfalls war es ein komisches Gefühl diesmal die Rollen zu tauschen. Schließlich habe ich ja dank meiner vorübergehenden schulisch bedingten Auswanderung nach Hessen, dafür gesorgt, dass er sechs Jahre mehr oder weniger allein daheim gewohnt hat.
Wie ihr auf dem Bild unschwer erkennen könnt, gibt es jetzt ein leerstehendes Zimmer in unserem Haus, dass ich sobald wie möglich beziehen werde.

Foto A. Mack
Überbleibsel
Am Tag des Auszuges fiel mir auf, dass ich darüber eine wirkliche Fotostrecke hätte machen können.
Ich präsentiere euch hier meinen Higlight Fund: Wer von euch ist ebenfalls mit diesem Kindersekt aufgewachsen?
Leider war die Flasche etwas älter, sodass wir uns nicht mehr getraut haben, sie zu probieren.

Foto A. Mack
Maskottchen? 
Es gibt Monate, in denen ich fast ausschließlich Katzenbilder mache. Ich habe meiner Katze auch schon vorgeschlagen mein Maskottchen zu werden. Wir befinden uns noch in den Verhandlungen :-).
Jedenfalls wollte ich euch dieses Bild nicht vorenthalten.
(Sie liegt tief und fest schlafend neben meinem Laptop auf dem Schreibtisch).



Was gab's zu erzählen? 

Rezensionen aus der Konserve
Winter der Welt
Der Schneewittchenclub 
Straßenblues
Was mit Kate geschah
Hab keine Angst 


Bereits im Juli gelesen
Der Scherbensammler 

Bloggeburtstag 
Zwei Jahre Ge(h)Schichten

GE(H)SCHAUT 
Alles was zählt und Gute Zeiten, schlechte Zeiten im Vergleich

Ankündigung 
Bücherstammtisch im September


Jahresschreibmarathon Fazit August

Geschriebene Wörter: 2.249 Wörter
Monatsziel: 15.500
Fehlende Wörter bis zum Ende: 31.827 Wörter
Erkenntnis des Monats: 
Oje... Wenn ich mir meine Statistik so anschaue, ist es echt nicht schön. Obwohl ich im August gar nicht mal so untätig war. Ich habe ein neues Kapitel einer Harry Potter Fanfiction geschrieben HIER KLICKEN. Außerdem hatte ich ein inspirierendes Gespräch mit emion über ds Romanprojekt. Da ich jetzt eine grobe Vorstellung davon habe, wie es weitergeht, haue ich heute wahrscheinlich nochmal ordentlich in die Tasten. Ich würde auch mal behaupten, dass mittlerweile 80% der Rohfassung fertiggestellt sind.


Gehört im August 2016




Luxuslärm - Leb deine Träume 
Ein wirklich schönes Motto.



Clueso - Keinen Zentimeter 
Ich weiß, dieses Lied gibt's schon eine gefühlte Ewigkeit, aber ich habe es erst in den letzten beiden Monaten so richtig entdeckt. Ich mag den Songtext, die Melodie, ok einfach alles :-). 


Tonbandgerät - Irgendwie anders
Tonbandgerät habe ich kürzlich schon mal in einem Monatsrückblick erwähnt. Dieses Lied ist wohl mit Abstand eines meiner Lieblingslieder der Band. 



In diesem Sinne... 

wünsche ich euch einen guten Start in den September. 
Wie war euer August? 
Welche Bücher habt ihr gelesen? 
Was waren eure Highlights? 

Montag, 29. August 2016

Die Wahrheit

Bild von 
der hörverlag
Steckbrief 

Name: Die Wahrheit (auch als Buch erhältlich)
Autor: Melanie Raabe
Verlag: der hörverlag
Geeignet für: Thriller und / oder MElanie Raabe Fans
Gelesen oder gehört: gehört als gekürztes Hörbuch
Sprecher: Nina Kunzendorf, Andreas Pietschmann, Devid Striesow
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Klappentext 

(von der hörverlag

"Er ist eine Bedrohung. Keiner will ihr glauben.

Vor sieben Jahren ist der reiche Geschäftsmann Philipp Petersen während einer Südamerikareise spurlos verschwunden. Seither zieht seine Frau Sarah den gemeinsamen Sohn alleine groß. Doch dann erhält Sarah wie aus heiterem Himmel die Nachricht, dass Philipp am Leben ist. Seine Rückkehr löst ein gewaltiges Medieninteresse aus. Sarah hat zwiespältige Gefühle: Was wird werden? Gibt es noch eine gemeinsame Zukunft? Sie ist auf alles vorbereitet, nur auf das eine nicht: Der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist nicht ihr Ehemann. Es ist ein Fremder – und er droht Sarah. Wenn sie ihn jetzt bloßstelle, werde sie alles verlieren: ihren Mann, ihr Kind, ihr ganzes Leben …"


Meine Meinung 

Nachdem mir Melanie Raabes Debütroman Die Falle schon so gut gefallen hat, musste auch Die Wahrheit bei mir einziehen. Ich hatte somit auch recht große Erwartungen an das Buch und war sehr gespannt, welche Geschichte mich hier erwarten würde. 

Gestaltung 
Im Gegensatz zu Die Falle wurde Die Wahrheit als gekürztes Hörbuch produziert. Ob es der Geschichte geschadet hat? Ich denke was das Verständnis betrifft kein bisschen. Aaaber: Ich hätte natürlich gerne mehr von der Geschichte gehabt :-). 
Gelesen wurde der Großteil des Romanes von Nina Kunzendorf, die hier in die Rolle der alleinerziehenden Mutter Sarah schlüpft. Sie brachte eine tolle Dynamik mit und sorgte dafür, dass ich mich in Sarah und ihre Verzweiflung hineinversetzen konnte. Nina Kunzendorf nimmt an den richtigen Stellen an Fahrt auf, betont aber auch die ruhigen Phasen, in denen unsere Protagonistin zur Ruhe kommt. 
Auch Devid Striesow und Andreas Pietschmann, die jeweils den Charakter Philipp, Sarahs verschwundener Ehemann, bzw. dem Fremden lesen, passen sehr gut in die Geschichte. Sie schaffen es, den Hörer in die Irre zu führen und untermalen so die Frage nach der Wahrheit

Inhalt 
Protagonistin des Romanes ist Sarah, deren Ehemann vor sieben Jahren verschwunden ist. Als sie gerade beginnt über seinen Verlust hinwegzukommen, taucht er plötzlich, wie aus dem Nichts wieder auf. Doch dann muss sie feststellen, dass der Mann, welcher ihr als Philipp vorgestellt wird, nicht ihr Mann ist. Und nun bleiben die Fragen: Wo ist Philipp? Und was will dieser Mann von ihr? 

Dann gibt es aber noch die anderen Perspektiven. Wir begleiten Philipp, wie er zu der Geschäftsreise aufbricht, von der er erstmal nicht zurückkehren wird. Während Sarah geradezu von ihrem Mann und ihrer Liebe schwärmt, bringt Philipp eine andere Version mit ins Spiel. 
Und natürlich gibt es auch noch den Fremden, der den Hörer lange nicht in seine Karten schauen lässt. Er wirkt keinesfalls gewalttätig. Doch er stellt auch keine Forderungen. Wie entkommt Sarah also diesem Albtraum? 

Inhaltlich beweist Melanie Raabe hier wieder wie gut sie ihre Geschichten verstricken kann. Ähnlich wie bei Die Falle war bei mir auch hier irgendwann der Punkt erreicht, an dem ich mich fragte, welcher der Protagonisten denn jetzt die Wahrheit sagte. 

Spannung 
Der Roman konnte mich fesseln. Mich interessierte, was es mit dem Fremden auf sich hat. Sarahs Unruhe war bis in mein Wohnzimmer spürbar. Ich saß ebenso auf Kohlen und war gespant, wann er endlich mit seiner Wahrheit herausrückte und verkündete, was er von ihr wolle. 

Der Spannungsbogen konnte mich aber nicht ganz überzeugen.
Nachdem mir die Auflösung präsentiert wurde, hätte ich gerne noch eine kleine Ruhephase in der Geschichte gehabt. In der sich auch Sarah darüber klar wird, was gerade passiert ist. 

Schreibstil 
Ich bin ein großer Fan von Melanie Raabes Schreibstil. Sie schafft nicht nur tolle Dialoge, sondern auch eine bildhafte Sprache. Außerdem war ich diesmal fasziniert, dass ihr Schreibstil trotz oder gerade durch die Wiederholungen so gut wirkt. So wird der Unbekannte entweder als der Fremde oder der Mann bezeichnet. Dennoch wirkte das an keiner Stelle langweilig. 

Gesamteindruck 
Die Wahrheit hat mich wortwörtlich nicht enttäuscht :-). Wie oben schon beschrieben, hätte ich mir nach der Auflösung nur noch etwas mehr Erklärung gewünscht. Ich kann das Buch aber definitiv allen Thriller Fans gerne weiterempfehlen und freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin. 


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* Dieses Hörbuch wurde mir von dem Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 28. August 2016

Monat der Biografien: Hab keine Angst

Bild von lovelybooks
Steckbrief

Name: Hab keine Angst - Das Krebstagebuch von Brigitte Lauterberg
Autor: Brigitte Lauterberg
Verlag: Traumstunden Verlag
Geeignet für: Menschen, die sich für Biografien interessieren
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Kurzbeschreibung 


(Kurzbeschreibung von amazon)



"Zusammen mit seiner Schwägerin Ulrike Lauterberg schuf Robert Lauterberg aus den Tagebuchaufzeichnungen seiner inzwischen verstorbenen Frau ein Buch, das ebenso wichtig wie bewegend ist. Und das auch nach dem Tod der Autorin immer noch ein gutes Werk tut, denn wie es ihrem Wunsch entsprach, spenden die Herausgeber ihre gesamten Honorare an Einrichtungen der Krebshilfe. Tun auch Sie ein gutes Werk mit dem Erwerb dieses Buches, das sich durchaus auch zum verschenken eignet! Im Sinne von Brigitte Lauterberg, geht der Erlös an die Bayrische Krebsgesellschaft e.V., Kto. Nr.: 72512 BLZ: 700 202 70 bei der Hypo-Vereinsbank München. Kennwort: Brigitte Lauterberg. Im Internet gibt es eine Gedenkseite für Brigitte, die weiterhin gepflegt wird. www.brigittelauterberg.de Wir freuen uns über jeden Besucher und über jeden Gästebucheintrag. Schlußbemerkung: Brigitte hatte ihr Krebstagebuch in der alten Rechtschreibung verfaßt ! Wir haben bei der Aufbereitung und Überarbeitung sowie beim Lektorat darauf geachtet, daß das respektiert wurde. Sollten wir doch einmal etwas übersehen haben oder sich ansonsten Rechtschreibfehler eingeschlichen haben, bitten wir, dies zu entschuldigen. Puchheim, im Mai 2007 Als ich mit dem Traumstunden Verlag Essen die 3. Auflage dieses Buches übernahm, versprach ich dem Herausgeber, Herrn Robert Lauterberg, das Buch in der Art weiter zu publizieren, in der es in den ersten beiden Ausgaben erschienen ist!. Diesem Wunsch trage ich bis heute Rechnung. Somit wurde auch bei der Erstellung des ebooks die größtmögliche Sorgfalt auf den Erhalt des Originaldokuments gelegt. Auch beim ebook gehen sämtliche Autorenhonorare an die Bayrische Krebsgesellschaft, der Kauf dieses Werkes stellt somit eine indirekte Spende dar. Wir danken für Ihre Unterstützung! Essen, Juli 2012 Traumstunden Verlag Essen www.traumstunden-verlag.de Britta Wisniewski Verlegerin."


Meine Meinung

Durch eine Blogsuchmaschine kam ich mit Britta 
Wisniewski, Verlegerin des Traumstunden Verlags in Kontakt, die mir Rezensionsexemplare anbot. Zufälligerweise hatte ich an diesem Tag schon eine Rezension über "Hab keine Angst" auf einem anderen Bücherblog gelesen und wollte das Buch unbedingt haben. 

Das Buch ist immer wieder mit Bildern von Brigitte und ab und an auch Bildern von ihrem Mann bestückt. Das sorgt dafür, dass der Leser hautnah dabei ist und an ihrem Leben teilhaben kann.
Das Buch hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Anfangs wollte ich nicht damit beginnen, da es auch bei uns in der Familie Menschen gibt, die an Krebs erkrankt und daran gestorben sind. Ich war mir nicht mehr so sicher, ob ich die Geschichte einer Frau, die den Kampf gegen den Krebs nicht gewinnen konnte, wirklich lesen wollte. Ich kann allerdings sagen, dass ich es keinesfalls bereue, das Buch trotzdem gelesen zu haben.

In diesem Zusammenhang davon zu reden, von dem Buch nicht enttäuscht worden zu sein, kommt mir ziemlich bescheuert vor. Schließlich geht es hier um ein Krebstagebuch. Die Wahrscheinlichkeit, dass Krebs überlebt wird ist nicht sehr hoch. Deshalb habe ich damit gerechnet Einblicke in die letzten Monate von Brigitte Lauterberg zu bekommen. Das Krebstagebuch geht über zwei Jahre. Ich hätte nicht gedacht, dass sie es schafft, so lange gegen de Krankheit zu kämpfen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil der Leser einen guten Einblick in Frau Lauterbergs Gefühlswelt bekommt. Sie muss nicht nur mit körperlichen Schmerzen, sondern auch dem seelischen Schmerz umgehen. Schließlich stand sie vor der Krankheit mit beiden Beinen mitten im Leben. Sie hatte einen Friseurladen, führte eine glückliche Ehe und hatte viele Freunde. Die Krankheit stellte ihr Leben buchstäblich auf den Kopf. Ich bekam mit, wie sie lernte, mit der Krankheit umzugehen und irgendwann begreifen musste, dass der Krebs unheilbar ist. Selbst an diesem Punkt wirft sie nicht das Handtuch, sondern versucht das Leben so gut es geht, bis zur letzten Minute zu genießen.

All die Menschen, die sie während dieser Zeit begleitet haben, haben eine wunderbare und vor allem sehr schwere "Arbeit" gemacht. (Im Grunde sind das die wahren Helden auf der Welt, aber das ist wieder eine andere Geschichte).

Jeder, der etwas über Krebs lernen möchte und erfahren will, wie Frau Lauterberg mit der Krankheit umging, sollte dieses Buch unbedingt lesen.


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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht.


* Dieses Hörbuch wurde mir von dem Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Samstag, 27. August 2016

Drei mal wir

Bild von 
Rowohlt Verlag
Steckbrief

Name: Dreimal wir (auch als Hörbuch erhältlich)
Autor: Laura Barnett
Verlag: Rowohlt Verlag
Geeignet für: Menschen, die tiefgründige Geschichten mit verstrickten Handlungssträngen mögen
Gelesen oder gehört: gelesen als Hardcover Ausgabe
Bewertung: 5 von 5 Punkten

Klappentext 

(von Rowohlt Verlag)

"Eva und Jim sind neunzehn und Studenten in Cambridge, als ihre Wege sich 1958 zum ersten Mal kreuzen. Eine Fahrradpanne führt die beiden zusammen. Was dann passiert, wird den Rest ihres Lebens bestimmen.
Wir folgen drei unterschiedlichen Versionen ihrer Zukunft, zusammen und getrennt. Sehen Eva dabei zu, wie sie eine berühmte Schriftstellerin wird. Und Jim, wie er für die Kunst seinen Beruf als Anwalt hinter sich lässt. Wir sehen Partner kommen und gehen, reisen mit ihnen nach London, New York und Los Angeles. In all den Jahren nimmt ihre Liebe immer wieder ungeahnte Wege, von den ersten drei Treffen bis hin zum Finale: Drei Liebesgeschichten, ein Paar."


Meine Meinung

Anfang Juli feierte Martin von Buchwellenreiter seinen ersten Bloggeburtstag. Da verloste er Drei mal wir. Und ich war die Glückliche, die das gute Stück gewonnen hat.

Gestaltung
Das Cover ist sehr schlicht gehalten. In dem Buch sind Verzierungen zu finden, was die Geschichte sehr schön untermalt.
Die Kapitel hatten genau die richtige Länge. Etwas ungewohnt war es für mich, dass die Seitenzahlen hier am Seitenanfang zu finden waren. Allerdings stört das überhaupt nicht. Außerdem kam mir die Schriftart etwas kleiner vor. Aber auch hierfür gibt es keinen Punkt Abzug.

Inhalt: 
Als ich emion meine neuste Lektüre in die Hand drückte, stellte sie fest: "Der Klappentext nimmt doch schon alles vorweg." Obwohl hier angedeutet wird, in welche Richtung es geht, machte mich der Klappentext eher neugierig auf die Geschichte.
Die Schlüsselszene ist ein (beinahe) Fahrradunfall. Hier begegnen sich unsere Protagonisten Eva Edelstein und Jim Taylor zum ersten Mal. Ab hier gibt es drei mögliche Versionen, wie die Geschichte weitergehen könnte. Und genau diese Versionen erzählt Lauren Barnett gekonnt. Sie sorgt dafür, dass sich Eva und Jim kennenlernen, oder sich keines Blickes würdigen und sich somit erst im Laufe der Geschichte begegnen.

Besonders schön finde ich die Entwicklung der Charaktere, die von den verschiedenen Versionen abhängt. Je nachdem, wie sich die unterschiedlichen Versionen entwickeln, lernen auch Eva und Jim bestimmte Seiten an sich kennen. So muss Jim feststellen, dass er doch mehr mit seinem Vater gemeinsam hat, als er zu Beginn dachte.
Auch Eva findet heraus, dass eine Ehe mit dem Schauspieler David Curtis nicht alles im Leben ist.
Die Entwicklung von Eva und Jim war sehr gut dargestellt. Erfahrungen, die sie in einer Version früher machen mussten, kam in einer anderen Version später und vielleicht auch in einer abgewandelten Form auf sie zu. Das bestätigte mich auch wieder in meiner Theorie, dass einem die Themen, die es zu bearbeiten gilt, in verschiedensten Konstellationen begegnen können.

Spannung 
Auch der Spannungsbogen der Geschichte konnte mich hier gut erreichen. Das lag zum größten Teil daran, dass überhaupt nicht vorhersehbar war, wie die drei Versionen verlaufen würden. Zudem war es spannend zu lesen, an welchen Eckpunkten Jim und Eva aufeinander treffen.

Schreibstil 
Schon nach wenigen Sätzen hatte mich Laura Barnett mit ihrem Schreibstil erobert. Ich bin ein großer Fan ihrer bildhaften Sprache. Diese zeichnet sich beispielsweise dadurch aus, dass sie Situationen beschreiben kann, ohne gängige Fachsprache benutzen zu müssen. So wird schnell klar, dass Jims Mutter Vivian krank ist. Und durch Laura Barnetts Beschreibung bekommt der Leser ein tolles Bild davon, wie sich die Krankheit äußert und warum es für Jim so schwierig ist, mit seiner Mutter zurechtzukommen.
Laura Barnett entführte mich in die verschiedenen Schauplätze und schaffte es, die Geschichte wie einen Spielfilm vor meinem geistigen Auge abspielen zu lassen :-).

Gesamteindruck 
Ich war neugierig auf Drei mal wir, hatte aber keine bestimmten Erwartungen. Ich fand es spannend die Biografien zweier Charaktere zu verfolgen und habe den Roman sehr gerne gelesen.

Dienstag, 23. August 2016

Was mit Kate geschah

Bild von sf-magazin
Steckbrief

Name: Was mit Kate geschah
Autor: Catherine O'Flynn
Verlag: btb Verlag
Geeignet für: Menschen, die gerne traurige Bücher lesen,
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 1 von 5 Punkten



Klappentext 


(Klappentext von "Was mit Kate geschah" von Catherine O'Flynn, erschienen im btb Verlag) 

"Birmingham 1984: So oft sie kann, setzt sich die 10-jährige Kate mit Mickey, ihrem Stoffaffen, in den Bus und fährt hinaus in das große Einkaufszentrum Green Oaks. Als Detektivin spürt sie dort den dunklen Geheimnissen der Kunden nach und verfolgt »Verdächtige« bis in die letzten Winkel des Konsumtempels, der ihr mittlerweile vertrauter ist als ihr Zuhause. Doch dann verschwindet sie von einem Tag auf den anderen spurlos. Zwanzig Jahre später machen sich zwei ihrer mittlerweile erwachsenen Freunde von einst noch einmal auf die Suche, um herauszufinden, was damals wirklich geschah …"


Meine Meinung

Lustigerweise stand das Buch auf einer meiner Wunschlisten, ich habe es aber für Weihnachten nicht weitergegeben. Trotzdem hat es dieses Buch unter den Baum geschafft.

Den Einband des Buches finde ich ansprechend gestaltet. Man kann einen leeren Einkaufswagen erkennen. Ich nehme an, dass das Gebäude im Hintergrund "Green Oaks" darstellen soll.

Den Anfang des Buches finde ich sehr gelungen. Hier treffen wir auf die Protagonistin Kate, die gerne Verbrechen aufspüren möchte. Der Leser muss hier zwischen den Zeilen lesen, um zu erkennen, dass Kate kein glückliches Kind ist. Ihr Vater stirbt an einem Schlaganfall, die Mutter hatte die Familie schon früh verlassen. Großmutter Ivy fühlt sich zu alt, um Kate zu erziehen. Sie möchte, dass die Enkelin ein Internat besucht. Ich mag es, wenn man nicht alle Informationen auf einem Tablett serviert bekommt, sondern manche Dinge erahnen muss.

Der Großteil der Geschichte wird aber nicht von Kate, sondern Lisa und Kurt erzählt. Beide haben Kate in Kindertagen kennen gelernt, hatten aber nicht wirklich viel mit ihr zu tun. Es wird ein Großteil des Buches darauf verwendet Lisa und Kurt kennen zu lernen. Beide arbeiten inzwischen in "Green Oaks" sind aber mit ihrem Beruf keinesfalls glücklich.

Mein Eindruck von dem Buch ist, dass nicht Kate, sondern "Green Oaks" und seine Mitarbeiter die Hauptrolle der Geschichte spielen. Mir waren die Geschichten um Kurt und Lisa zu ausführlich. Der Leser wurde mit Monologen "genervt", bei denen ich mich gefragt habe, warum ich das alles wissen muss.
Schließlich wollte ich einfach nur erfahren, was mit Kate geschah und nicht warum die Mitarbeiter von "Green Oaks" so gestresst von ihrem Job sind.

Daher fand ich den Schreibstil der Autorin auch anstrengend zu lesen. Kurt und Lisa werden seitenweise Informationen an den Kopf geworfen, die im Grunde an ihnen vorbeiziehen. Ich hatte das Gefühl mit einem Haufen frustrierter Charaktere zu tun zu haben. Natürlich konnte ich den Grund der Frustration nachvollziehen, wollte das alles aber gar nicht so genau wissen.
Erst auf den letzten Seiten wird sich wieder aktiv auf die Suche nach Kate gemacht. Ich finde daher den Klappentext und den Titel des Buches völlig falsch gewählt. In der Geschichte geht es meiner Meinung nach eher darum, dass Kurt und Lisa lernen, ihre Bedürfnisse mitzuteilen, um so aus ihrem Alltagstrott ausbrechen zu können.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich das Buch ungern weiterempfehle, weil die Geschichte völlig am Thema vorbei erzählt wird. Die netten Passagen, die aus Kates Sicht erzählt werden, tauchen in dem Buch leider viel zu wenig auf. Ich hätte gern mehr über sie erfahren.


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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht.